jr hat geschrieben:Müßte man das nicht besser in Relation zu dem Wohnraum setzen, der gebraucht wird?
Wieviel Wohnraum gebraucht wird, läßt sich schlecht ermitteln. Ob Knappheit herrscht, kann man am besten an den Preisen bzw. ihrer Entwicklung festmachen.
Auch das ist schwierig, weil die Wohnraumpreis von mehreren Faktoren abhängt. Wenn ich herausfinden möchte, ob gerade Wohnungsnot oder Mieternot herrscht, würde ich den den örtlichen Kleinanzeiger schauen. Auch dann muß man genauer schauen, da sich das Bild je nach Mietertyp unterscheidet (Einzelperson, Student, Alleinerzieher, Familie.....)
jr hat geschrieben:Ich habe ohnehin den Eindruck, daß es weniger um Platz für Bestandseinwohner geht sondern vielmehr darum, Platz für das Knacken der 200.00er-Grenze zu schaffen. Schließlich phantasierten schon vor Jahren einige davon, irgendwann einmal an Braunschweig vorbeizuziehen.
Da können einige den Hals nicht voll kriegen. Hat OL denn schon OS überholt? Was kommt nach BS? Hannover? Oder gleich Berlin oder gar Paris....?
jr hat geschrieben:Es fragt sich aber, ob die üblichen 3-Meter-Grünstreifen rund um die Einfamilienhäuser auf 380-qm-Grundstücken erholend wirken können.
Das steht für mich nach meinen Erfahrungen außer Frage. Ich würde dagegen stark anzweifeln, daß Großstadt-Volksparks einen Erholungscharakter haben, da sie bei schönem Wetter vollgestopft mit Menschen sind. Erholung bedeutet für mich Pflanzen-Umgebung und wenig Menschen und viel Ruhe. Laß Oldenburg erstmal in die Größenordnung von Mexiko City kommen, dann werden wir uns nach Einfamilienhaussiedlungen sehnen....
jr hat geschrieben:Auf lange Sicht müssen die Oldenbürger sich halt entscheiden, ob sie ihr Geld lieber in die aufwendige Infrastruktur und den damit verbundenen Energieverbrauch flächenverbrauchender Bauweise stecken oder zugunsten von Sparsamkeit und Grünflächenerhalt etwas enger zusammenrücken wollen.
Kein Oldenburger wird sein Haus abreißen lassen, nur um in ein Mehrfamilienhaus zu ziehen. Die Oldenburger werden also nicht enger zusammenrücken. Ich würde sagen, die Oldenburger werden sich damit abfinden müssen, daß Neuzuzieher in die Satellitenstädte (Ofen, Pfehn, Wildenloh, Metjendorf etc.) ziehen. Die Zehnmillionenmarke werden wir nicht schaffen, sonst müßten wir wohl tatsächlich bauen wie in Tokio.