Oldenburg wird DDR

Aktuelle Themen, die das Oldenburger Taxigewerbe bewegen

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Otto
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Oldenburg wird DDR

Beitrag von Otto »

Bald Bettelverbot in der Oldenburger Innenstadt?
Innerhalb der Stadtverwaltung denken die Verantwortlichen derzeit darüber nach, mit einem Alkoholverbot für die Innenstadt mögliche Saufgelage zu unterbinden.
(...)
Von den Bier trinkenden und bettelnden jungen Leuten und deren provozierendem Aussehen fühlen sich nach Angaben von Wilken viele Innenstadtbesucher belästigt.
http://www.nwzonline.de/index_regionala ... id=1991526
Wer nicht genügend Geld hat, um in der Kneipe zu saufen, soll gefälligst daheim im Kämmerlein sein Billig-Bier trinken. :evil:

Dass die "Verantwortlichen" denken, wäre mal was ganz neues...vom "Aussehen" fühlt man belästigt - ich fühle mich auch belästigt, wenn ich die Kasperverkleidung eines Uniformträgers sehe.
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.

"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
klaus
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Beitrag von klaus »

zitat daraus:

"Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit könnte in Oldenburg schon bald teuer werden. Innerhalb der Stadtverwaltung denken die Verantwortlichen derzeit darüber nach, mit einem Alkoholverbot für die Innenstadt mögliche Saufgelage zu unterbinden."

stadtfest hätte sich dann also erledigt.
driving pingu
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Beitrag von driving pingu »

klaus hat geschrieben: stadtfest hätte sich dann also erledigt.
Dachte ich auch :D
Aber wenn das Zeigs überteuert verkauft wird, ist das Saufen sicher in Ordnung.

Wobei...dass man die Saufgelage unterbinden möchte, kann ich sogar nachvollziehen.
Vor allem, wenn man das Drumherum bedenkt (neben der Besoffenen liegen ja auch Scherben herum)
Das ist auch für mich einfach ein ganz anderes Thema als das Vertreiben der "Bettler"!

Scherben in der Stadt stören nämlich tatsächlich.

Durch Bettler mögen sich manche gestört fühlen, weil sie den Anblick nicht hübsch finden. Aber seit wann ist das ein Maßstab? Wenn es denn plötzlich einer ist, warte ich auf das Verbot von:
hässlichen Kleinstwagen, von Plakaten grinsenden Politikern, hässlichen Gebäuden (Edeka an der Bloherfelder müsste sofort abgerissen werden!),Fahrräder mit tiefem Einstieg, fetten Polizisten in Uniform (womöglich noch auf einem Mountainbike-Verschnitt)...

Irgendwie gehören Bettler und Punks zu einem Stadtbild dazu. Oldenburg wäre doch so gerne Großstadt.

Und dazu ist auch völlig egal, ob "bei uns keiner betteln muss".
(Es MUSS ja auch keiner einen Multipla fahren!)
Vermutlich würden manche dieser Menschen in jedem System so leben.
Und? Mein Lebensweg wäre das ja auch nicht (obwohl ich eine kurze Zeit gar nicht soooo weit davon entfernt war) und auch für meine Kinder wünsche ich mir einen anderen.
Aber es gibt hunderte von Lebenswegen die ich nicht gehen möchte- nichtmal nachvollziehen kann.
Kann ich irgendwo beantragen, dass man die auch verbietet?

"Antrag BL 17-aK Verbot von unzumutbarem zur Schau gestellten Spießertum in der Innenstadt"
Humor ist, wenn man trotzdem lacht
minol
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Beitrag von minol »

Für das Stadtfest würde es dann eine Ausnahmegenehmigung geben.
Spannend fände ich beim Stadtfest, einmal öffentlich nach einem
Sicherheitskonzept zu fragen. Wie werden die angeblich 150000 Besucher
denn aus der Stadt geleitet, wenn dort eine Panik ausbricht?
Viele Menschen haben panische Angst vor einem Terroranschlag,
begeben sich aber in solche Menschenansammlungen wie dem Stadtfest,
wo man im Zweifel einfach nicht wegkommt.

Schade, daß Bettler so arm sind. Es wäre sicherlich mal sehr interessant,
einen Prozeß darum zu führen, ob die Stadt den Bettlern überhaupt
verbieten kann, dort zu betteln - es ist schließlich öffentlicher Raum.

Wenn betteln verboten wäre, gäbe es auch keine Straßenmusiker mehr
in der Stadt und des Oldenburgers Liebling Waldemar müßte auch verjagt
werden. (Als ich gestern an ihm vorbei lief, spielte er zum Glück nicht.)
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