jr hat geschrieben: Weil die Linke in Deutschland die Wahl gewonnen hat und auch regieren sollte.
Wie sollte sie das können? Gegen den Widerstand der Bundesländer?
Natürlich, denn die relativiert sich von Landtagswahl zu Landtagswahl, wenn erst einmal klar ist, daß die Ländervertretung lediglich als parteipolitisches Blockadeorgan mißbraucht wird.
jr hat geschrieben: Gegen den Widerstand der Mehrheit im Wahlvolk? Das geht nach hinten los.
Die Mehrheit des Wahlvolks hat aber SPD, Grüne oder Linkspartei gewählt.
jr hat geschrieben: Ullis Klagen über die Sucht nach Schuldenmacherei bei der SPD (und der Linken) dürften dann endlos neue Nahrung erhalten. Selbst mit einer großen Koalition scheinen wir davor nicht sicher zu sein.
Wer so argumentiert, wiederholt nur alte Vorurteile und hat nicht im Blick, daß hinter den unterschiedlichen Ansätzen der großen Parteien zwei unterschiedliche Wirtschaftsschulen stecken, Neoliberalismus und Keynsianismus (
http://de.wikipedia.org/wiki/Keynesianismus ).
jr hat geschrieben: Harald Schmidt im aktuellen Rolling Stone:
"... 70% wollen eben Reformen, ohne daß man´s größer merkt."
Besser kann man es nicht auf den Punkt bringen. Es gibt eine Mehrheit. Aber die ist klar für die Mitte und nicht für links oder rechts. Das Problem: Es gibt dort keine Partei, die sich das explizit auf die Fahne geschrieben hat. Daher kommt die Große Koalition eigentlich ganz recht. Nur müssen die Handelnden offenbar noch begreifen, daß es dafür erstmal mit Richtungsstreitigkeiten ein Ende haben muß.
Ja, aber zum einen kann man mit acht SPD–Ministern im Kabinett keinen Neoliberalismus machen.
Zweitens halte ich Schmidts Aussage für falsch: was die Menschen wollen, sind Reformen, die nicht nur Etikettenschwindel sind, sondern diesen Namen auch verdienen und nicht nur den kleinen Leuten in die Tasche greifen.
jr hat geschrieben:Nachdem die großen Köpfe sich derzeit täglich selbst eliminieren, bleibt dann am Ende doch wider Erwarten eine gestärkte Merkel übrig. Gute Nerven zahlen sich aus.
Münte bleibt ihr doch erhalten!
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."