Eine äußerst merkwürdige Meldung. Das Tempolimit soll ja auf dem Stau nicht eingeführt werden, um diese Straße (beispielhaft) sicherer zu machen sondern um das kommende Reichenwohngebiet mit einem passenden Ambiente zu versehen. Mich wundert, daß du nicht darauf eingehst - überlesen?
Mich ärgert vor allem diese Aussage:
Für Oldenburg sieht Kühme bei einer flächendeckenden Einführung von Tempo 30 aber kaum Auswirkungen. „Mit dem Vorschlag würde sich faktisch nicht viel ändern“, sagt der Polizei-Chef ...
Das paßt in die Reihe der Aussagen, die immer in "kostet ja nichts" münden. Zuletzt ist mir dieses Fazit bei den Forderungen nach mehr Amphibienschutz in Wechloy aufgefallen, wo Kurse für Busfahrer gefordert wurden, wie man den Kröten aus dem Weg fährt. Ein paar Schilder (kostet ja fast nichts), ein paar Kurse (kostet die Stadt ja nichts), die Reihe ließe sich sicher fortsetzen.
Keine Frage: Die Forderung nach weniger Tempo ist legitim. Aber sie bedeutet eben auch, daß man Sicherheitsmängel beim Verkehr und Straßenbau nicht abstellen möchte, weil es einfacher ist, regulierende Vorschriften zu erlassen. Speziell erinnert es mich hier natürlich an die Sperrstunde ... Ein Umweltverträglichkeitsprüfung ist bei unzähligen Baumaßnahmen vorgeschrieben, und wie siehts mit einer Unfallverträglichkeitsprüfung aus?
Keine Frage auch: Es ist eine Unsitte, die Kosten Dritter einfach auszublenden. In Bezug aufs Taxifahren kann man sehr deutlich sagen: Wenn flächendeckend Tempo 30 kommt, dann dürfte ein Preisschub von 20 bis 30 % tagsüber sowie 50 % in den wochenendlichen Nächten fällig werden. Der km/h-Schnitt bei Vollauslastung dürfte von jetzt gut 30 auf gut 20 fallen, die Folgen kann sich jeder selbst ausrechnen. Daß auch das Ausliefern von Zeitungen, Brötchen und anderem betroffen wäre, sollte nicht vergessen werden.