Nichtraucher per Gesetz

Merz und Co - nach dem Wetter Top-Thema im Taxi
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

"Früher sind Nichtraucher eben in die Nichtraucherdisco gegangen - wie? gab es nicht? Ist das die Schuld der Raucher gewesen oder die der Nichtraucher, die keine solchen eröffnet haben?" Soweit deine Aussage, Otto. Der kann man zustimmen. Jetzt setze ich sie mal in den zeitlichen Zusammenhang. Die Discos wurden eröffnet, als im "internationalen Frühschoppen" noch gesoffen und gequalmt wurde, als die Migranten noch Gastarbeiter hiessen, als es nur drei Fernsehprogramme und kein Internet gab, als Mutti noch die Beste war und Kalkutta noch am Ganges lag. Wenn es zu der Zeit schon die heutige Gesetzgebung gegeben hätte, dann wären das (fast) alles Nichraucherdiscos geworden. Das "Discosterben" allein auf die Gesetze zu schieben greift zu kurz. Selbst als dort noch geraucht werden durfte, hatte das Rocktheater auch nicht mehr jeden Mittwoch auf. Es gibt etliche Kneipen, die schon vor dem Rauchverbot schließen mussten und es gibt immer wieder Neueröffnungen.
"Konsequenterweise sollte erstmal was im Alkoholbereich getan werden,könnte ich jetzt sagen " bitte nicht Peter, dann verödet die City ja selbst am WE. :D
".. ich habe eine mißgebildete Bürgerpflichtsdrüse und eine angeborene Schwäche am moralischen Rückgrat, und bin deshalb von der Rettung von Universen freigestellt." F.Prefect
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Otto
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Beitrag von Otto »

jr hat geschrieben:
Ich habe nur der falschen Behauptung widersprochen, dass jemand, der nach Jahrzehnten des Rauchens damit aufhört, bereits nach sechs Monaten ein Nichtraucher ist.
Wer ist denn ein Nichtraucher?

Man könnte sagen: Du bist sogar selbst einer, wenn Du gerade nicht rauchst. Man könnte aber auch sagen: Wenn man einmal im Leben geraucht hat, ist man ein Raucher. Wo ziehst Du die Grenze?
Man sagt, so nach sieben Jahren kann sich der ehemalige Raucher auch wirklich als Nichtraucher bezeichnen. Wenn eben die meisten Körperzellen ausgetauscht worden sind (ich glaube, der Darm braucht länger).

Aber das ist nur die körperliche Seite. Eigentlich bedarf es bei Süchtigen immer einer Psychotherapie, wenn die spezielle Sucht stört.
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.

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Otto
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:"Früher sind Nichtraucher eben in die Nichtraucherdisco gegangen - wie? gab es nicht? Ist das die Schuld der Raucher gewesen oder die der Nichtraucher, die keine solchen eröffnet haben?" Soweit deine Aussage, Otto. Der kann man zustimmen. Jetzt setze ich sie mal in den zeitlichen Zusammenhang. Die Discos wurden eröffnet, als im "internationalen Frühschoppen" noch gesoffen und gequalmt wurde, als die Migranten noch Gastarbeiter hiessen, als es nur drei Fernsehprogramme und kein Internet gab, als Mutti noch die Beste war und Kalkutta noch am Ganges lag. Wenn es zu der Zeit schon die heutige Gesetzgebung gegeben hätte, dann wären das (fast) alles Nichraucherdiscos geworden. Das "Discosterben" allein auf die Gesetze zu schieben greift zu kurz. Selbst als dort noch geraucht werden durfte, hatte das Rocktheater auch nicht mehr jeden Mittwoch auf. Es gibt etliche Kneipen, die schon vor dem Rauchverbot schließen mussten und es gibt immer wieder Neueröffnungen.
"Konsequenterweise sollte erstmal was im Alkoholbereich getan werden,könnte ich jetzt sagen " bitte nicht Peter, dann verödet die City ja selbst am WE. :D
Dann stelle ich das "Sterben" des Rocktheaters mal in einen zeitlichen Zusammenhang: mit dem Rauchverbot ist dort der Freitag total eingebrochen und nur mit dem seit dem Rauchverbot ebenfalls schwächeren Samstag war der Laden nicht zu halten.

Ich weiß noch, wie am Wochenende nach der Einführung des strikten Rauchverbots, das ja zum Glück in Niedersachsen nicht durchgehalten wurde, drei Leute zum Preisskat in einer kleinen Kneipe kamen...die Wirtin war entzückt.

In neu eröffneten Kneipen findest du immer einen Raucherbereich.
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Man sagt, so nach sieben Jahren kann sich der ehemalige Raucher auch wirklich als Nichtraucher bezeichnen. Wenn eben die meisten Körperzellen ausgetauscht worden sind (ich glaube, der Darm braucht länger).
und ???? Wäre das nicht ein Grund, sich nicht permanent vollqualmen zu lassen ? Wenn man dauernd von dem Rauch umgeben ist, dann wird man nie Nichtraucher ?
Es tut mir selber weh, Otto, aber ich muß die Frage stellen: Kann es sein, dass unsere Generation einfach nicht mehr in Diskotheken geht ? Ich meine früher gab es auch viel mehr Tanzcafés als heute und da gingen die "Alten" hin. Du hörst es nicht gerne, aber unsere Disco-Zeit ist fast vorbei. Die Dorfdiscos sind immer noch voll. Das weiß ich von meiner Tochter. Versuch einfach mal der Realität in die Augen zu sehen. Es tut weh, ich weiß, aber wir werden alle nicht jünger. " the times, they are a changing"
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jr
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Beitrag von jr »

Die Veränderung in der Kneipen- und Discowelt läuft seit vielen, vielen Jahren. Den Rauchereffekt wird vor diesem Hintergrundrauschen einfach untergehen. Das Rocktheater kränkelte nach meinem Eindruck (der sich vor allem an der Zahl der Fahrgäste festmachte) seit dem Tag, wo der ergänzende Laden nebenan geschlossen wurde.
Eigentlich bedarf es bei Süchtigen immer einer Psychotherapie, wenn die spezielle Sucht stört.
Dann gibt es ja offenbar eine Menge Selbstheiler.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:
Man sagt, so nach sieben Jahren kann sich der ehemalige Raucher auch wirklich als Nichtraucher bezeichnen. Wenn eben die meisten Körperzellen ausgetauscht worden sind (ich glaube, der Darm braucht länger).
und ???? Wäre das nicht ein Grund, sich nicht permanent vollqualmen zu lassen ? Wenn man dauernd von dem Rauch umgeben ist, dann wird man nie Nichtraucher ?
Wer redet von Permanenz? Du verallgemeinerst. Außerdem, was spricht gegen Raucher- und Nichtraucherdiscos? Gut, die Bhagwan-Jünger sind mit dem Konzept de Nichtraucherdisco auch gescheitert. Wenn das Samstagabendpublikum die Wahl hat, geht es eben in den Raucherladen. Da müssen erst ein paar wichtigtuerische Politiker daherkommen, die trotz fünf Millionen Arbeitsloser keine anderen Sorgen haben, als den Rauchern und den Wirten das Leben sauer zu machen. Na vielen Dank.
Dirk hat geschrieben:Es tut mir selber weh, Otto, aber ich muß die Frage stellen: Kann es sein, dass unsere Generation einfach nicht mehr in Diskotheken geht ? Ich meine früher gab es auch viel mehr Tanzcafés als heute und da gingen die "Alten" hin. Du hörst es nicht gerne, aber unsere Disco-Zeit ist fast vorbei. Die Dorfdiscos sind immer noch voll. Das weiß ich von meiner Tochter. Versuch einfach mal der Realität in die Augen zu sehen. Es tut weh, ich weiß, aber wir werden alle nicht jünger. " the times, they are a changing"
Beim "Rocktheater" war der zeitliche Zusammenhang mit dem Rauchverbot und dem "Eingehen" des Freitags unübersehbar, und mit nur einem Abend, der läuft, kannst du keinen Laden halten. Ich fahre jetzt seit fünfzehn Jahren die Freitagnacht und bilde mir ein, die Entwicklung recht gut mit angesehen zu haben. Was glaubst du, was für ein Gejammer ich jetzt von vielen zahlungskräftigen Fahrgästen höre, die es wirklich bedauern, dass es keine entsprechende Disco mehr gibt, denn weder das "Bagazzo" noch das "Cäsar" sind wirkliche Alternativen. Ich habe noch heute Nacht drei gutsituierte "alte Säcke" (so die "Selbstcharakterisierung" beim Einsteigen) gefahren, die sofort mit dem Jammern anfingen, dass es das "Rocktheater" nicht mehr gibt, als wir dort vorbeifuhren. Und einer sagte doch tatsächlich zu seinen Freunden:

"Warum tun wir uns zusammen und mieten das Ding?"
"Mit Rauchverbot? Kommt doch keiner".


Ich persönlich habe überhaupt kein Problem damit, nicht mehr als Gast in die Disco zu gehen (offen gestanden habe ich in solchen Etablissements immer lieber gearbeitet als nur als Gast da zu sein), und das "Rocktheater" hatte ja eh nur an meinen Fahrtagen auf. Aber ich habe durch meine Teilnahme an dem Museumsprojekt mitbekommen, wie sehr eine Menge Leute danach hungern, bestimmte musikalische Strömungen anstelle des DSDS-Plastiksounds zu hören. Wohlgemerkt, nichts gegen Kinderdiscos oder Plastiksound, das ist alles legitim, aber es ist ebenso legitim, wenn man es nicht mag, dass man mit einem Mal Andrea Berg in der Disse vorgesetzt bekommt (nur weil man über vierzig ist). Warum nur platzt jede Ü-Dreißig-Party aus den Nähten, egal ob in der "Kulturetage", in Ofenerdiek oder in Tweelbäke?

Die Dorfdiscos sind voll? Klar, in der "Fun", im "Watt" oder in Tange. Warum gibt es dann in Oldenburg nur noch Karnickelställe und keine vernünftigen großen Läden?

Versuch du doch einfach mal der Tatsache ins Auge zu sehen, dass ich vom Nachtleben immer noch mehr mitbekomme als du.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Einen hab' ich noch:
Rauchte vor zwei, drei Jahrzehnten beinahe jeder, rauchen heute nur noch arme Künstler und die arme Unterschicht. Beider Gruppen Hauptanliegen ist es bekanntermaßen, Steuergelder und Transferleistungen abzugreifen. Man lebt entweder vom Kulturetat der Stadt oder von der Arbeitsagentur. Manche greifen gleich munter in beide Töpfe, nur um die "Leistungsträger der Gesellschaft" zu verhöhnen.

Man muss sich das anschaulich machen: Was erblickt denn eine an Überstunden, Mobbing, Lohnnebenkosten und ihrer ersten Ehe leidende Leistungsträgerin so auf dem Nachhauseweg? In den frauenfeindlichen Teestuben sitzen bärtige Männer mit Migrationshintergrund und rauchen Zigaretten, die, womöglich aus Anatolien herbeigeschmuggelt, mit Hartz IV finanziert wurden. Der Rest des Geldes geht für Kopftücher drauf. Auch in den Bars und Cafés christlich-jüdischer Kulturprägung wird getrunken und geraucht wie eh und je, und zwar unter schlüpfrigen Witzeleien, unanständigem Gegröle und Gegrapsche.

http://www.zeit.de/2010/44/Tabaksteuer
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Hübscher Artikel. Ja, so haben wir alle unsere Vorurteile, nicht wahr.
Gut, die Bhagwan-Jünger sind mit dem Konzept de Nichtraucherdisco auch gescheitert. Wenn das Samstagabendpublikum die Wahl hat, geht es eben in den Raucherladen. Da müssen erst ein paar wichtigtuerische Politiker daherkommen, die trotz fünf Millionen Arbeitsloser keine anderen Sorgen haben, als den Rauchern und den Wirten das Leben sauer zu machen. Na vielen Dank.
. Der Kern der Diskussion war doch wohl auch die gegeseitige Rücksichtnahme. Und die sehe ich bei dir leider nicht, wenn du zu jr sagst, er könne ja zum essen nach drinnen gehen, draussen an der frischen (!) Luft würdest du dir von niemanden das Rauchen verbieten lassen. Nicht alles was erlaubt ist, tut man auch. Man nennt das Rücksichtnahme oder auch Höflichkeit. Ich dürfte jetzt auch mal eben kurz bei dir klingeln und dich nach der Uhrzeit fragen. Ehrlich, das ist nicht verboten. Aber ich tue es nicht, weil ich weiß, dass du nach der Nachtschicht deinen Schlaf brauchst. Du kannst rauchen soviel du willst. Danke für die Steuergelder. Aber ob du dich im Nachtleben wirklich besser auskennst ?? Ein völlig humorloser und verbiesterter Nichtraucher wie ich, der traut sich ja nicht mehr raus. Korrigiere mich, aber gab es im Rocktheater nicht sogar einen Raucherraum. Ich meine mich aus meinem lustig, fidelen Raucherleben, noch daran erinnern zu können. Ist aber vielleicht nur Feindpropaganda. So, mahlzeit ich geh jetzt ein paar Raucher missionieren. Setz nur eben mein verbittertes Gesicht auf und dann geht das los. Soll ich bei dir klingeln? "Guten morgen, lieber Mann. Ich möchte mit ihnen über Gott und das Rauchen reden. ....."
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Otto
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:Der Kern der Diskussion war doch wohl auch die gegeseitige Rücksichtnahme. Und die sehe ich bei dir leider nicht, wenn du zu jr sagst, er könne ja zum essen nach drinnen gehen, draussen an der frischen (!) Luft würdest du dir von niemanden das Rauchen verbieten lassen. Man nennt das Rücksichtnahme oder auch Höflichkeit.
Der Raucher nimmt drinnen im Lokal Rücksicht auf den Nichtraucher und lässt das Qualmen, der Nichtraucher nimmt draußen Rücksicht auf den Raucher und lässt das Nölen. Das nennt man gegenseitige Rücksichtnahme, und Rücksichtnahme klappt auch nur auf der Basis von Gegenseitigkeit.

Der Kern der Diskussion ist die Gängelung und Diskriminierung von Rauchern durch den Gesetzgeber.
Dirk hat geschrieben:Nicht alles was erlaubt ist, tut man auch.
Das, was man mir überall in öffentlichen Gebäuden verbietet, darf ich selbstverständlich jederzeit dort tun, wo es nicht verboten ist.
Dirk hat geschrieben: Ich dürfte jetzt auch mal eben kurz bei dir klingeln und dich nach der Uhrzeit fragen. Ehrlich, das ist nicht verboten. Aber ich tue es nicht, weil ich weiß, dass du nach der Nachtschicht deinen Schlaf brauchst.
Sicher, wenn du das Echo Donnerstag früh gegen 3:33 Uhr vertragen kannst. Das ist dann ja auch nicht verboten.
Dirk hat geschrieben: Du kannst rauchen soviel du willst. Danke für die Steuergelder. Aber ob du dich im Nachtleben wirklich besser auskennst ??
Glaube ich aber wohl, schon berufsbedingt.
Dirk hat geschrieben: Ein völlig humorloser und verbiesterter Nichtraucher wie ich, der traut sich ja nicht mehr raus.

Das hast du gesagt, aber du gibst dir redlich Mühe, dem Klischee zu entsprechen.
Dirk hat geschrieben:Korrigiere mich, aber gab es im Rocktheater nicht sogar einen Raucherraum. Ich meine mich aus meinem lustig, fidelen Raucherleben, noch daran erinnern zu können. Ist aber vielleicht nur Feindpropaganda. So, mahlzeit ich geh jetzt ein paar Raucher missionieren. Setz nur eben mein verbittertes Gesicht auf und dann geht das los. Soll ich bei dir klingeln? "Guten morgen, lieber Mann. Ich möchte mit ihnen über Gott und das Rauchen reden. ....."
Wenn ich in der Kneipe rauchen will, gehe ich eine Raucherkneipe und nicht in die Disco in den Raucherraum. Da will ich mit Bier und Zigarette am Tresen sitzen und den Mädels auf der Tanzfläche auf den Hintern gucken.

Mit den Zeugen Jehovas habe ich meine Erfahrungen, die klingeln hier nie wieder. Aber die Postdienste und anderen Zusteller, die sind echt lästig.
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Sicher, wenn du das Echo Donnerstag früh gegen 3:33 Uhr vertragen kannst. Das ist dann ja auch nicht verboten
Leider doch, Otto, wegen der Nachtruhe. Du duerftest mich da nur in einem Notfall aus dem Schlaf klingeln.
Das, was man mir überall in öffentlichen Gebäuden verbietet, darf ich selbstverständlich jederzeit dort tun, wo es nicht verboten ist.
Ja sicher darfst du das. Es stellt sich nur die Frage, ob das immer sein muss.
Otto, das mit dem Nachtleben...... sei mir nicht boese, aber du in der Taxe vor den Kneipen, ich in den Kneipen. Und wenn du mich nie in einer Kneipe siehst, dann denke daran, das du mit der Taxe auch nicht alle Kneipen anfaehrst. Ich hatte schonmal gesagt und ich wiederhole es gern. Ich gehe auch in Raucherkneipen. Ich hoffe, dass ist jetzt mal angekommen. Ach so, du kannst ja mal die Kollegen fragen, wie das gestern abend auf der Fahrerversammlung war, wo die Raucher in der Mehrheit waren. Mann, wie verbiestert wir Nichtraucher - ich bleibe bei der Bezeichnung, auch wenn es dir nicht passt - da gesessen und geschmollt haben. War schon schlimm. Auch wenn die Klamotten danach mehr nach Abenteuer als nach Freiheit gerochen haben. Also noch einmal zum mitschreiben. Rauch soviel du willst und da wo du es darfst. Aber wenn dich ein Nichtraucher mal freundlich bittet ihm den Rauch nicht ins Essen zu pusten, dann antworte ihm nicht in deiner ICH DARF DAS Manier, damit provozierst du nur Aerger. Natuerlich immer vorausgesetzt, dass auch der Nichtraucher entsprechende Formen des menschlichen Miteinanders einhaelt. Achtung, folgendes ist nicht so ganz ernst gemeint und soll bitte auch nicht zitiert werden. Ich geh jetzt wieder schmollen und verbiestert gucken. Ist doch wahr, diese boese Welt, die.
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:
Sicher, wenn du das Echo Donnerstag früh gegen 3:33 Uhr vertragen kannst. Das ist dann ja auch nicht verboten
Leider doch, Otto, wegen der Nachtruhe. Du duerftest mich da nur in einem Notfall aus dem Schlaf klingeln.
Du bist ein blöder Hund, ich bin endgültig fertig mit dir.
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Beitrag von jr »

USA bringen Schockbilder auf Zigarettenschachteln

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medi ... 40,00.html
Wurde nicht letztens noch diskutiert, ob man Zigaretten in Einheitsverpackungen ohne Logo auf den Markt bringen sollte?
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yogi
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Beitrag von yogi »

Feuerzeug gerät in Brand
Raucher zündet sich versehentlich selbst an

http://www.rp-online.de/panorama/deutsc ... 91630.html
Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben ... den Rest habe ich einfach verprasst.
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Beitrag von Otto »

Vielleicht hatte er hochprozentigen Brandbeschleuniger in der Tasche...
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Beitrag von yogi »

Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben ... den Rest habe ich einfach verprasst.
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Beitrag von jr »

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Otto
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Beitrag von Otto »

Ich bin ja leider nicht im Krankenhaus geboren, sondern eine Hausgeburt - sonst hätte ich aber auch schon längst das Krankenhaus verklagt: weil in keinem Kreißsaal ein Schild steht:

"Vorsicht, das Leben kann gesundheitsschädlich sein"
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Beitrag von Otto »

„Wally’s Bierstube wäre ohne Zigaretten nicht denkbar“, fasst die 71-jährige Inhaberin Walburga Hellbusch aus Oldenburg ihre Ansicht zum Rauchverbot zusammen. Sie ist ein halbes Jahrhundert im Geschäft und weiß, dass der Qualm für die meisten Kunden in ihrer Kneipe dazugehört. Und wer nun auf keinen Fall mitrauchen will – für den gibt es einen extra Bereich. Aber Wallys Gäste wollen fast immer rauchen.

Auch Karin Thede, Inhaberin der Oldenburger Ratsherrnstube, betont, dass sich vor Einführung des Rauchverbots Zigarettenraucher und Nikotinabstinenzler „bestens“ vertragen hätten, nun führt sie eine Raucherkneipe. „Das Gesetz ist für die Kleingastronomie eine Katastrophe, man macht kleine Kneipen regelrecht damit kaputt“, empört sich die resolute Wirtin auch vier Jahre nach der Gesetzesänderung.
(...)

http://www.nwzonline.de/Region/Stadt/Ol ... aucht.html
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Beitrag von yogi »

Zoll-Bericht
Höhere Tabaksteuer macht Schmuggler reich
(...)
Denn höhere Steuern, so heißt es in dem Papier, verbänden Raucher "nicht mit gesundheitspolitischen oder fiskalischen Gründen". Vielmehr würden sie sich "noch bewusster entscheiden, auf illegale Zigaretten umzusteigen".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 13,00.html
...womit nun wirklich nicht zu rechnen war... :roll:
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Beitrag von Otto »

Der Krieg gegen die Raucher
von Florian Rötzer
Die Nikotingegner sind nicht nur einfallsreich, sie entwickeln auch religiöse Züge
(...)
Der Krieg gegen das Rauchen nimmt allmählich religiöse Züge an und wird zu einer Austreibung des Teufels, dabei gäbe es zahlreiche andere Verhaltensweisen, nicht zuletzt in der Wirtschaft, in der Finanzwelt oder in der Politik, die nachhaltig die Gesundheit vieler Menschen riskieren und tatsächlich gefährden. Rauchen und Raucher werden zu Sündenböcken einer Gesellschaft, die ansonsten ziemlich ungeniert Umwelt und Gesundheit aufs Spiel setzt.

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35383/1.html
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