eine tour, zwei adressen - wie abrechnen?
Ich ging davon aus, daß sich alle kennen. Wenn sie sich nicht kennen,
und auch die Wege und die Preise nicht kennt, kann man es eigentlich
nur so machen, daß an jedem Ausstiegspunkt die Fahrgäste den
angezeigten Betrag minus dem vom letzten Ausstiegspunkt zusammenlegen.
Rechenbeispiel:
W>A: 1,3 km -> 4,84 Euro -> C: 1,61 Euro | B: 1,61 Euro | A: 1,61 Euro
A>B: 3,1 km -> +5,58 Euro -> C: +2,79 Euro | B: +2,79 Euro
B>C: 2,3 km -> +3,88 Euro -> C: +3,88 Euro
Dann zahlen: A: 1,61 Euro; B: 4,40 Euro und C den Rest 8,29 Euro.
Das ist aber eigentlich unfair, weil der letzte das meiste zahlt.
Meine Lösung von gestern ist aber auch unfair. Das merkt man dann,
wenn vier Fahrgäste fahren, einer wohnt um die Ecke und drei wohnen
weit raus, aber dicht beisammen (z.B. 1 in der Charlottenstraße, 3 in Ahlhorn).
Dann bekommt der Fahrgast um die Ecke sogar noch Geld ausgezahlt...
Deswegen müßte mein Modell 1 von gestern modifiziert werden zu Modell
2 und 3 die sich aber nur um Centbeträge unterscheiden:
Modell 2: (wieder Voraussetzung: Die Fahrgäste kennen sich)
Man addiert alle Fahrtstrecken zusammen, die anfallen würden, wenn
jeder ein Einzeltaxi nähme. Für jeden Fahrgast wird der prozentuale
Anteil der Gesamtstrecke berechnet. Dieser prozentuale Anteil ist auch
der Anteil, den der Fahrgast zum Kilometerpreis der tatsächlichen
Taxifahrt beitragen muß. Die Grundgebühr teilen sich alle gleichmäßig.
Rechenbeispiel (Situation wie oben):
Gesamtfahrt kostet 11,80 Euro km-Preis + 2,50 Euro Grundgebühr = 14,30 Euro
W>A: 1.3 km => 14,6% => 1,72 Euro
W>B: 3.7 km => 41,6% => 4,91 Euro
W>C: 3.9 km => 43,8% => 5,17 Euro
(Gesamtkilometer: 8,9km)
Zusätzlich muß jeder 0,83 Euro Grundgebühr bezahlen macht:
für A: 2,55 + B: 5,75 Euro + C: 6,00 Euro, Fahrer bekommt 14,30 Euro.
Modell 3:
Ist wie Modell 1, wobei man den Anteil aber über den km-Preis
berechnet, der für die Einzeltouren anfällt.
Rechenbeispiel (Aussschnitt):
W>A: 1.3 km => 2,34 Euro => 14,6% => 1,72 Euro
W>B: 3.7 km => 6,66 Euro => 41,6% => 4,91 Euro
W>C: 3.9 km => 7,02 Euro => 43,8% => 5,17 Euro
(Gesamt-Km-Preis: 16,02 Euro)
Aha, es kommt sogar dasselbe raus wie bei Modell 1.
Fazit:
Ich denke, das 3. Modell ist eigentlich das fairste, da derjenige, der
es am weitesten hat, auch in der Sammelfahrt von der gestaffelten
Preisstruktur profitiert. Ich bin ganz froh, daß Oldenburg so einen
einfachen Tarif hat und nicht noch Wartezeiten berücksichtigt werden
müssen oder sowas wie eine Pauschalzone von 2km wie in Düsseldorf.
Zum Schluß spaßeshalber noch die andere Rechnung: Angenommen die
Fahrgäste wären im Theater gewesen und hätten sich das Schauspiel
"Ich und mein Taxi" angeschaut, vorher aber selbstverständlich
fleißig Theater-Taxi-Tickets gekauft:
A für 3, B und C für je 4 Euro. Macht zusammen 11 Euro,
woraus wir lernen, daß es für den Taxifahrer besser ist, wenn
die Rita-Broweleit-Häuser NICHT zu einem Taxi-Theater umgebaut werden!
und auch die Wege und die Preise nicht kennt, kann man es eigentlich
nur so machen, daß an jedem Ausstiegspunkt die Fahrgäste den
angezeigten Betrag minus dem vom letzten Ausstiegspunkt zusammenlegen.
Rechenbeispiel:
W>A: 1,3 km -> 4,84 Euro -> C: 1,61 Euro | B: 1,61 Euro | A: 1,61 Euro
A>B: 3,1 km -> +5,58 Euro -> C: +2,79 Euro | B: +2,79 Euro
B>C: 2,3 km -> +3,88 Euro -> C: +3,88 Euro
Dann zahlen: A: 1,61 Euro; B: 4,40 Euro und C den Rest 8,29 Euro.
Das ist aber eigentlich unfair, weil der letzte das meiste zahlt.
Meine Lösung von gestern ist aber auch unfair. Das merkt man dann,
wenn vier Fahrgäste fahren, einer wohnt um die Ecke und drei wohnen
weit raus, aber dicht beisammen (z.B. 1 in der Charlottenstraße, 3 in Ahlhorn).
Dann bekommt der Fahrgast um die Ecke sogar noch Geld ausgezahlt...
Deswegen müßte mein Modell 1 von gestern modifiziert werden zu Modell
2 und 3 die sich aber nur um Centbeträge unterscheiden:
Modell 2: (wieder Voraussetzung: Die Fahrgäste kennen sich)
Man addiert alle Fahrtstrecken zusammen, die anfallen würden, wenn
jeder ein Einzeltaxi nähme. Für jeden Fahrgast wird der prozentuale
Anteil der Gesamtstrecke berechnet. Dieser prozentuale Anteil ist auch
der Anteil, den der Fahrgast zum Kilometerpreis der tatsächlichen
Taxifahrt beitragen muß. Die Grundgebühr teilen sich alle gleichmäßig.
Rechenbeispiel (Situation wie oben):
Gesamtfahrt kostet 11,80 Euro km-Preis + 2,50 Euro Grundgebühr = 14,30 Euro
W>A: 1.3 km => 14,6% => 1,72 Euro
W>B: 3.7 km => 41,6% => 4,91 Euro
W>C: 3.9 km => 43,8% => 5,17 Euro
(Gesamtkilometer: 8,9km)
Zusätzlich muß jeder 0,83 Euro Grundgebühr bezahlen macht:
für A: 2,55 + B: 5,75 Euro + C: 6,00 Euro, Fahrer bekommt 14,30 Euro.
Modell 3:
Ist wie Modell 1, wobei man den Anteil aber über den km-Preis
berechnet, der für die Einzeltouren anfällt.
Rechenbeispiel (Aussschnitt):
W>A: 1.3 km => 2,34 Euro => 14,6% => 1,72 Euro
W>B: 3.7 km => 6,66 Euro => 41,6% => 4,91 Euro
W>C: 3.9 km => 7,02 Euro => 43,8% => 5,17 Euro
(Gesamt-Km-Preis: 16,02 Euro)
Aha, es kommt sogar dasselbe raus wie bei Modell 1.
Fazit:
Ich denke, das 3. Modell ist eigentlich das fairste, da derjenige, der
es am weitesten hat, auch in der Sammelfahrt von der gestaffelten
Preisstruktur profitiert. Ich bin ganz froh, daß Oldenburg so einen
einfachen Tarif hat und nicht noch Wartezeiten berücksichtigt werden
müssen oder sowas wie eine Pauschalzone von 2km wie in Düsseldorf.
Zum Schluß spaßeshalber noch die andere Rechnung: Angenommen die
Fahrgäste wären im Theater gewesen und hätten sich das Schauspiel
"Ich und mein Taxi" angeschaut, vorher aber selbstverständlich
fleißig Theater-Taxi-Tickets gekauft:
A für 3, B und C für je 4 Euro. Macht zusammen 11 Euro,
woraus wir lernen, daß es für den Taxifahrer besser ist, wenn
die Rita-Broweleit-Häuser NICHT zu einem Taxi-Theater umgebaut werden!
auhaua!minol hat geschrieben:Ich ging davon aus, daß sich alle kennen. Wenn sie sich nicht kennen,
und auch die Wege und die Preise nicht kennt, kann man es eigentlich
nur so machen, daß an jedem Ausstiegspunkt die Fahrgäste den
angezeigten Betrag minus dem vom letzten Ausstiegspunkt zusammenlegen.
Rechenbeispiel:
W>A: 1,3 km -> 4,84 Euro -> C: 1,61 Euro | B: 1,61 Euro | A: 1,61 Euro
A>B: 3,1 km -> +5,58 Euro -> C: +2,79 Euro | B: +2,79 Euro
B>C: 2,3 km -> +3,88 Euro -> C: +3,88 Euro
Dann zahlen: A: 1,61 Euro; B: 4,40 Euro und C den Rest 8,29 Euro.
Das ist aber eigentlich unfair, weil der letzte das meiste zahlt.
Meine Lösung von gestern ist aber auch unfair. Das merkt man dann,
wenn vier Fahrgäste fahren, einer wohnt um die Ecke und drei wohnen
weit raus, aber dicht beisammen (z.B. 1 in der Charlottenstraße, 3 in Ahlhorn).
Dann bekommt der Fahrgast um die Ecke sogar noch Geld ausgezahlt...
Deswegen müßte mein Modell 1 von gestern modifiziert werden zu Modell
2 und 3 die sich aber nur um Centbeträge unterscheiden:
Modell 2: (wieder Voraussetzung: Die Fahrgäste kennen sich)
Man addiert alle Fahrtstrecken zusammen, die anfallen würden, wenn
jeder ein Einzeltaxi nähme. Für jeden Fahrgast wird der prozentuale
Anteil der Gesamtstrecke berechnet. Dieser prozentuale Anteil ist auch
der Anteil, den der Fahrgast zum Kilometerpreis der tatsächlichen
Taxifahrt beitragen muß. Die Grundgebühr teilen sich alle gleichmäßig.
Rechenbeispiel (Situation wie oben):
Gesamtfahrt kostet 11,80 Euro km-Preis + 2,50 Euro Grundgebühr = 14,30 Euro
W>A: 1.3 km => 14,6% => 1,72 Euro
W>B: 3.7 km => 41,6% => 4,91 Euro
W>C: 3.9 km => 43,8% => 5,17 Euro
(Gesamtkilometer: 8,9km)
Zusätzlich muß jeder 0,83 Euro Grundgebühr bezahlen macht:
für A: 2,55 + B: 5,75 Euro + C: 6,00 Euro, Fahrer bekommt 14,30 Euro.
Modell 3:
Ist wie Modell 1, wobei man den Anteil aber über den km-Preis
berechnet, der für die Einzeltouren anfällt.
Rechenbeispiel (Aussschnitt):
W>A: 1.3 km => 2,34 Euro => 14,6% => 1,72 Euro
W>B: 3.7 km => 6,66 Euro => 41,6% => 4,91 Euro
W>C: 3.9 km => 7,02 Euro => 43,8% => 5,17 Euro
(Gesamt-Km-Preis: 16,02 Euro)
Aha, es kommt sogar dasselbe raus wie bei Modell 1.
Fazit:
Ich denke, das 3. Modell ist eigentlich das fairste, da derjenige, der
es am weitesten hat, auch in der Sammelfahrt von der gestaffelten
Preisstruktur profitiert. Ich bin ganz froh, daß Oldenburg so einen
einfachen Tarif hat und nicht noch Wartezeiten berücksichtigt werden
müssen oder sowas wie eine Pauschalzone von 2km wie in Düsseldorf.
Zum Schluß spaßeshalber noch die andere Rechnung: Angenommen die
Fahrgäste wären im Theater gewesen und hätten sich das Schauspiel
"Ich und mein Taxi" angeschaut, vorher aber selbstverständlich
fleißig Theater-Taxi-Tickets gekauft:
A für 3, B und C für je 4 Euro. Macht zusammen 11 Euro,
woraus wir lernen, daß es für den Taxifahrer besser ist, wenn
die Rita-Broweleit-Häuser NICHT zu einem Taxi-Theater umgebaut werden!
Na ja, aber endlich mal ein Thema, mit dem man die Fahrgäste so richtig schön verwirren kann.
Ich fordere die zuerst zahlenden Gäste eigentlich meistens auf, das Geld ihren Freunden zu geben, die noch weiterfahren, das schont mein Kleingeld.
Ich fordere die zuerst zahlenden Gäste eigentlich meistens auf, das Geld ihren Freunden zu geben, die noch weiterfahren, das schont mein Kleingeld.
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."

