Unfallstatistik
Unfallstatistik
Mal ein Rätsel, daß sich mit Recherche leicht lösen läßt. Aber es würde mich interessieren, was ihr ohne und auf Anhieb antworten würdet:
Um wieviel Prozent veränderte sich seit 1980 die Anzahl der im deutschen Straßenverkehr ums Leben gekommenen Kinder bis 15 Jahre?
Um wieviel Prozent veränderte sich seit 1980 die Anzahl der im deutschen Straßenverkehr ums Leben gekommenen Kinder bis 15 Jahre?
Wie soll ich eine Schätzung ohne Ausgangszahlen vornehmen?
Das hat was von Kaffeesatzlesen.
Ich sag mal: die Zahl hat sich um mehr als zehn Prozent verringert.
Das hat was von Kaffeesatzlesen.
Ich sag mal: die Zahl hat sich um mehr als zehn Prozent verringert.
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
Ich denke auch, daß sie sich verringert hat, denn die Lebenserhaltenden Maßnahmen
in der Medizin haben sich verbessert. Ich hörte mal, daß nur Verunglückte als Tote
in die Statistik eingehen würden, wenn sie innerhalb der ersten X Wochen verstorben
sind. Ob das aber stimmt, weiß ich nicht - kann auch eine Legende sein.
in der Medizin haben sich verbessert. Ich hörte mal, daß nur Verunglückte als Tote
in die Statistik eingehen würden, wenn sie innerhalb der ersten X Wochen verstorben
sind. Ob das aber stimmt, weiß ich nicht - kann auch eine Legende sein.
Aber ohne zu googeln ist schon witzig. Mal schauen, was noch für Vorschläge kommen und wie dann die Lösung ist...
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
Das ist keine Legende sondern Vorschrift - es gilt zusammenfassend:Ich hörte mal, daß nur Verunglückte als Tote in die Statistik eingehen würden, wenn sie innerhalb der ersten X Wochen verstorben sind. Ob das aber stimmt, weiß ich nicht - kann auch eine Legende sein.
Das Gesetz dazu kürzt sich typisch deutsch ab: StVUnfStatG- Getötete
Personen, die innerhalb von 30 Tagen an den Unfallfolgen starben,
- Schwerverletzte
Personen, die unmittelbar zur stationären Behandlung (mindestens 24 Stunden)
in einem Krankenhaus aufgenommen wurden,
- Leichtverletzte
alle übrigen Verletzten.
http://bundesrecht.juris.de/stvunfstatg ... 80990.html
Gibt es noch weitere Schätzungen?
Diese Zählregeln gelten schon ziemlich lange. Die Anzahl der Unfälle steigt über die Jahre hinweg auch nicht, sie stagniert mit leichten Schwankungen. Die Fortschritte in der Medizin haben sicher auch Einfluß, aber Fakt ist, daß die Zahlen von Verletzten (egal wie schwer) genauso seit vielen Jahren sinkt wie die der Toten.
Ob ein Unfall überhaupt in der Statistik auftaucht oder nicht, hängt allerdings davon ab, ob er polizeilich aufgenommen wird. Und da sind sicher auch die langfristigen Vorstellungen der Betroffenen von Bedeutung, welcher Wert einer solchen Aufnahme beigemessen und ob sie daher überhaupt veranlaßt wird.
Ohne daß mir aktuell Zahlen vorliegen, würde ich die Anzahl der nichtaufgenommenen Unfälle mindestens genauso hoch einschätzen wie die der aufgenommenen. Diese Unfälle laufen allerdings zu 99 % ohne Verletzungen ab und sind daher nur insofern relevant, als die Chance, bei einem Unfall körperliche Schäden zu erleiden, verfälscht wird - diese erscheint in den offiziellen Zahlen höher, als sie tatsächlich ist.
Ob ein Unfall überhaupt in der Statistik auftaucht oder nicht, hängt allerdings davon ab, ob er polizeilich aufgenommen wird. Und da sind sicher auch die langfristigen Vorstellungen der Betroffenen von Bedeutung, welcher Wert einer solchen Aufnahme beigemessen und ob sie daher überhaupt veranlaßt wird.
Ohne daß mir aktuell Zahlen vorliegen, würde ich die Anzahl der nichtaufgenommenen Unfälle mindestens genauso hoch einschätzen wie die der aufgenommenen. Diese Unfälle laufen allerdings zu 99 % ohne Verletzungen ab und sind daher nur insofern relevant, als die Chance, bei einem Unfall körperliche Schäden zu erleiden, verfälscht wird - diese erscheint in den offiziellen Zahlen höher, als sie tatsächlich ist.
Ich will es mal auflösen: Die Zahl ging um 90,4 % zurück. Ohne Nachschauen hätte ich auch der Schätzung von Klaus tendiert.
Weitere Frage:
Wie hoch war 2007 der Anteil der Unfälle mit Personenschaden, bei denen die Polizei als Unfallursache "nicht angepasste Geschwindigkeit" bei mindestens einem der beteiligten Fahrzeugführer feststellte?
Weitere Frage:
Wie hoch war 2007 der Anteil der Unfälle mit Personenschaden, bei denen die Polizei als Unfallursache "nicht angepasste Geschwindigkeit" bei mindestens einem der beteiligten Fahrzeugführer feststellte?
das ist doch schon mal was!jr hat geschrieben: Die Zahl ging um 90,4 % zurück.
meine güte, welch ein gemetzel der straßenverkehr vor rund dreißig jahren offenbar war!
wenn ich es recht weiß, gab es in den 1970ern über 30.000 tote (brd) und in 2007 wurde die 5.000 (incl "neue" länder) nach unten durchbrochen.
Gemetzel - das denke ich auch jedes Mal, wenn ich diese Zahlen sehe. Und es fallen mir auch eine Menge Leute ein, die in jener Zeit unter die Räder kamen, Verwandte und Bekannte.
Auf dem höchsten Stand waren es 21.332 Verkehrstote in ganz Deutschland, und das war 1970. 1980 waren es dann nur noch 15.050 und letztes Jahr 4.949.
Im seinerzeitigen Reichsgbiet gab es 1936 schon 8.388 Verkehrstote bei knapp 2,5 Millionen Motorfahrzeugen, darunter nicht einmal 1 Million Autos. Heute sind über 57 Millionen Motorfahrzeuge zugelassen.
Auf dem höchsten Stand waren es 21.332 Verkehrstote in ganz Deutschland, und das war 1970. 1980 waren es dann nur noch 15.050 und letztes Jahr 4.949.
Im seinerzeitigen Reichsgbiet gab es 1936 schon 8.388 Verkehrstote bei knapp 2,5 Millionen Motorfahrzeugen, darunter nicht einmal 1 Million Autos. Heute sind über 57 Millionen Motorfahrzeuge zugelassen.
Tja, woran mag das wohl liegen... vielleicht ja an den neuen Autos,
die so gebaut sind, daß man nicht sofort zermatscht wird, wenn man auf
der Autobahn einen crash hat, sondern nur angematscht, so daß man noch
überlebt mit hilfe der modernen Medizin. Glaubt man nicht, das läge
daran, weil alle vorsichtiger fahren oder der Verkehr überschaubarer
geworden wäre...
Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Zahl noch weiter runtergeht,
wenn man auf der Autobahn nicht mehr so fürchterlich rasen darf und
damit nicht mehr bei hohen Geschwindigkeiten drängeln kann. (Ich
weiß, ich mache mir jetzt Feinde, aber ich seh das so.)
Zu Deiner Frage mit der unangemessenen Geschwindigkeit kann ich
nur raten. Wenn ich die Polizeiberichte der Stadt lese, lese ich oft was
von "Alkohol", überhöhte Geschwindigkeit eher selten. Vielleicht 20%
oder 30%? Wahrscheinlich liege ich voll daneben, denn eigentlich wären
das Werte, die mich überraschen würden, da hohe Geschwindigkeiten
echt gefährlich sein können - besonders in der Stadt.
die so gebaut sind, daß man nicht sofort zermatscht wird, wenn man auf
der Autobahn einen crash hat, sondern nur angematscht, so daß man noch
überlebt mit hilfe der modernen Medizin. Glaubt man nicht, das läge
daran, weil alle vorsichtiger fahren oder der Verkehr überschaubarer
geworden wäre...
Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Zahl noch weiter runtergeht,
wenn man auf der Autobahn nicht mehr so fürchterlich rasen darf und
damit nicht mehr bei hohen Geschwindigkeiten drängeln kann. (Ich
weiß, ich mache mir jetzt Feinde, aber ich seh das so.)
Zu Deiner Frage mit der unangemessenen Geschwindigkeit kann ich
nur raten. Wenn ich die Polizeiberichte der Stadt lese, lese ich oft was
von "Alkohol", überhöhte Geschwindigkeit eher selten. Vielleicht 20%
oder 30%? Wahrscheinlich liege ich voll daneben, denn eigentlich wären
das Werte, die mich überraschen würden, da hohe Geschwindigkeiten
echt gefährlich sein können - besonders in der Stadt.
Gefährlich sind vor allem die ganzen Amateure auf den Strassen!
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
Ich will hier zwar nicht das Märchen von den unauffälligen Autobahnen verbreiten, das sonst so gerne genommen wird, um ein km-Limit abzuwehren. Doch tatsächlich sind Autobahnen gemessen an den gefahrenen Geschwindigkeiten vergleichsweise sicher. Das Risiko eines Fahrers, der sich nicht an andere ranhängt und auch sonst gedanklich halbwegs autark unterwegs ist, dürfte gegen knapp Null tendieren.Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Zahl noch weiter runtergeht,
wenn man auf der Autobahn nicht mehr so fürchterlich rasen darf und
damit nicht mehr bei hohen Geschwindigkeiten drängeln kann. (Ich
weiß, ich mache mir jetzt Feinde, aber ich seh das so.)
Das sieht auf Landstraßen vollkommen anders aus. Der Anteil derjenigen, die sich selbst und ohne Fremdbeteiligung aus dem Rennen schießen, ist hoch. Und das Risiko, Opfer von Vorfahrtsverletzungen und ähnlichen Fahrmanövern zu werden, ebenfalls. Auf Landstraßen ist ungemessene (nicht unerlaubte) Geschwindigkeit der Normallfall, insbesondere bei Nässe und/oder Dunkelheit. Im Periodischen Sicherheitsbericht des BMI wird daher der Verminderung von Unfällen auf Landstraßen erhöhte Priorität eingeräumt, insbesondere auch eine großflächige Tempobeschränkungen auf 90 km/h empfohlen.
Unangepaßte Geschwindigkeit wird in 15 % aller Unfälle mit Personenschaden als eine Ursache genannt. Tüdeligkeit ist der bedeutendste Unfallgrund. Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Vorfahrtsmißachtungen kommen auf 31 %. Man darf wohl einen Teil der weitere Sparten hinzuzählen (z.B. "sonstige Ursachen", falsche Straßenbenutzung) und kommt dann auf die Hälfte aller Unfälle. Und das entspricht auch weitestgehend dem Eindruck, den wir im fahrenden Verkehr gewinnen.
Zur hohen Geschwindigkeit als Unfallursache habe ich zwar keine aktuellen Zahlen parat aber welche aus den 90er-Jahren. Vor Einrichtung der Tempo-30-Zonen war innerhalb von Städten überhöhte Geschwindigkeit Ursache von etwa 10 % der Unfälle. Von diesen 10 % lag dabei in einem Zehntel, also 1 % aller Unfälle, ein Überschreiten der zulässigen Geschwindigkeit vor.
Dieser Anteil dürfte sich als Folge der Tempo-30-Zonen sicher erhöht haben, was zu dem Kuriosum führt, daß Geschwindigkeit als Ursache umso mehr ins Gewicht fällt, je langsamer gefahren wird. Der Umkehrschluß wäre sicher fatal, aber der vorherige Gedanke führt in Spielstraßen (eigentlich "Verkehrsberuhigter Bereiche") dazu, daß letzten Endes jeder Unfall auf zu hoher Geschwindigkeit basiert. Haftungsmäßig ist das de facto so, ob die Polizei es beim Bogenausfüllen auch so sieht, weiß ich nicht.
Knapp 10 Jahre später ist das nicht besser geworden, im Gegenteil:
(Ich weiß natürlich, dass heute mehr Autos unterwegs sind als "damals")
Pelzkragen, Steppjacken, Rollkoffer, Kaffeebecher und Luxuskarossen mehr sehen...huch...bitte verzeiht
mir den kleinen Rückfall! (-:
(Ich weiß natürlich, dass heute mehr Autos unterwegs sind als "damals")
Passt zwar nicht zum Thema, aber ich habe vor knapp 2 Stunden Feierabend gemacht...kann heute keineUnfallstatistik im Nordwesten
Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Region ist gestiegen. Das geht aus der Unfallstatistik der Polizeidirektion
Oldenburg hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Waren es 2016 noch 43 794 Verkehrsunfälle,
stieg die Zahl 2017 auf 44 708 an.
Unfallursache Nummer eins bleibt die Geschwindigkeit. Zu schnelles Fahren oder eine unangepasste Fahr-
weise sind der Grund für 31,4 Prozent aller Verkehrsunfälle. Das zweite Problem sei die Ablenkung durch
Smartphone-Nutzung im Straßenverkehr. Diese Ablenkung kann fatale Folgen haben und Leben zerstören.
Nur wer sich ganz auf den Straßenverkehr konzentriert, egal ob als Fußgänger, Fahrradfahrer oder Führer
eines Kraftfahrzeuges, kann Unfälle vermeiden“, macht der Vizepräsident der Polizeidirektion Oldenburg
deutlich (...)
https://www.nwzonline.de/blaulicht/olde ... 29620.html
Pelzkragen, Steppjacken, Rollkoffer, Kaffeebecher und Luxuskarossen mehr sehen...huch...bitte verzeiht
mir den kleinen Rückfall! (-:
Don't live for pleasure - make life your treasure!
(Ronnie James Dio)
(Ronnie James Dio)