Hertie - Kreuzung!

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Holgi
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Hertie - Kreuzung!

Beitrag von Holgi »

Im Zuge der Umbaumaßnahmen an der "Hertie" - Kreuzung gibt die Stadt jetzt einen Bauplan im PDF Format dazu heraus:

http://www.oldenburg.de/stadtol/index.php?id=4559&L=
Bild
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jr
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Beitrag von jr »

Zwei wesentliche Dinge fallen auf jeden Fall weg:

Die Rechtsabbiegerspur vom Pferdemarkt Richtung Julius und die zweite Linksabbiegerspur vom Julius aus Richtung Pferdemarkt.

Ich rechne im ersten Fall künftig mit deutlich mehr Unfällen (Auffahren bzw. Kollision mit Radfahrern) und im zweiten Fall mit Dauerstaus zu bestimmten Tageszeiten, und das umso mehr als künftig die Spurbreiten wohl deutlich kleiner werden.
minol
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Beitrag von minol »

jr hat geschrieben:Ich rechne im ersten Fall künftig mit deutlich mehr Unfällen (Auffahren bzw. Kollision mit Radfahrern)
Warum soll es mehr Auffahrunfälle geben? Das mit den Radfahrern
könnte ich mir auch vorstellen, da es bisher so war, daß die Rechtsabbieger
nur dann grün hatten, wenn die Radfahrer rot hatten und nicht so
wie bei anderen Ampeln, daß beide gleichzeitig grün haben :shock:

Lustig finde ich die Umbenennung des Heiligengeistwalls zu Staulinie. :shock:
Ist wohl ein Fehler des Zeichners... ;)

Was mich aber wirklich mal interessieren würde ist folgendes:
Es ist eine Bushaltestelle "Lappan" in Richtung Julius eingezeichnet.
Da sollen dann ja auch wohl Busse abfahren. Wo aber halten sie dann
am Julius? Ist da überhaupt Platz für eine Bushaltestelle??? :roll:
Oder ist das wieder so ein Flickwerk-Projekt und ihnen fällt erst mit der
Jungfernfahrt ein, daß da noch irgendwie ein Bus halten muß? :shock:

Ähnliches bei der Bushaltestelle am Staugraben? Gibt es eine Bushaltestelle
beim Stautorkreisel und wenn ja wo??? :roll:
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jr
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Beitrag von jr »

Die Staulinie beginnt tatsächlich am Übergang Lange Straße/Heiligengeistwall, dort steht auch das Straßenschild. Wir hatten das mal als Offline-Innenspiegel-Rätsel (Ausgabe 10):
2. Die Staulinie ist eine

v Sackgasse
u Einbahnstraße
t Spielstraße
s Hauptverkehrsstraße
Die Lösungsmöglichkeiten haben sicher einige stutzig gemacht.

Mit den Auffahrunfällen rechne ich, weil dort vergleichsweise viele Fahrzeuge rechts abbiegen werden, nicht nur die Taxen in der Nacht. Entweder werden sich die Verkehrsströme nach links verlagern, oder es rummst eben häufiger. Wie übrigens an vielen anderen Kreuzungen auch, an denen Rechtsabbiegespuren bei viel Verkehr fehlen. In OL gilt an solchen Kreuzungen ein verschärftes Risiko, weil eine nicht kleine Menge an Radfahrern in die falsche Richtung fährt und Abbieger zu unabsehbaren Reaktionen verleitet.

Die Bushaltestelle soll kurz vor dem Julius auf der Rechtsabbiegespur sein. Offenbar hat der Verkehrsrechner da noch eine Lücke im Stau entdeckt, die nutzbar ist.

Ob zu Beginn des Staugrabens auch noch eine Haltestelle eingerichtet werden soll, weiß ich nicht. Aber wenn, dann wird sie wohl auf der Straße sein und nicht daneben, soweit sollten wir unserer Planer kennen.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Vielleicht sollte man schon mal vorab Anzeige gegen die Stadtverwaltung wegen vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung stellen... :wink:
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.

"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

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jr
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Beitrag von jr »

Wenn Straßenverkehrsgefährdung auch passiv möglich ist, dann ist zumindest insofern eine Form von Fahrlässigkeit im Spiel, als die Radfahrergefährdung absehbar ist und der Verzicht auf die Abbiegespur unnötig.

Allerdings sehe ich das nicht so eng, schließlich gibt es noch mehrere solche Kleinigkeiten in OL, die unnötig Unfälle provozieren wie z.B. die angesichts des hohen Schwerlastverkehrs-Anteils zu schmalen Fahrstreifen auf der Hundsmühler Straße. 3,25 Meter sind einfach zu wenig, wenn Parkstreifen vorhanden sind, kein Wunder, wenn da im mittleren Teil alle halb auf dem Radweg parken.

Fahrlässig würde ich allerdings die Konstruktion der Kreuzung Kasinoplatz nennen, das geht meines Erachtens sogar schon in Richtung grob. Generell bedauerlich ist es auch, daß für Straßenbauten häufig irgendwelche Umweltverträglichkeiten abgeklärt werden (müssen), die Unfallaspekte aber außen vor bleiben oder erst durch Nachbesserungen einfließen, also dann, wenn das Kind schon in den teuren Brunnen gefallen ist.
minol
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Beitrag von minol »

Manchmal sind es aber auch Kleinigkeiten. Zwei beispiele an der
Ammerländer Hin- und Herstraße:

a) bis vor einem Jahr am Uhlhornsweg bekamen die aus Stadt kommenden
Autos und Radfahrer zuerst grün. Irgendwann bekamen Auto/Rad von
Stadtauswärts auch grün. Wieviele heikle Beinah-Unfälle habe ich gesehen,
weil die Radfahrer oder Autofahrer, die in die Stadt wollten einfach los-
fahren wollten, ohne zu schauen, ob da noch ein Auto in den Uhlhornsweg
abbiegt. :shock: Das ist jetzt aber behoben. Nun bekommen alle gleich-
zeigtig grün und die Richtung-Stadt-Fahrenden werden irgendwann
angehalten...

b) Wer vom Tegelbusch kommt und an die Ampel hinter der BAB-Brücke
kommt, sieht zwei Ampeln: Eine rechtsabbieger-Ampel und eine
"In-Alle-Richtungen-Ampel". Wenn die "In-Alle-Richtungen-Ampel" grün
wird, wird gleichzeitig die Fahrradampel grün, die rechtsabbiegerampel
ist rot. Trotzdem kommt es häufig vor, daß Rechtsabbieger losfahren
und rechts abbiegen wollen. Wer will es ihnen verdenken, die "in-alle-
Richtungen-Ampel" ist ja grün. Wer ahnt denn schon, daß da irgendwo
eine rechtsabbiegerampel ist? Wäre ganz klar ein Pfeil auf der Ampel,
wäre klar, daß es eben nicht für Rechtsabbieger gilt.

Von mehr Unfällen dort weiß ich aber nichts, die Fahrer passen ja auch
auf, wenn sie abbiegen...
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