Familienpolitik

Merz und Co - nach dem Wetter Top-Thema im Taxi
driving pingu
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Beitrag von driving pingu »

da steht ja auch bloß "können.." Es geht eben genau darum, dass die Zeit allein nicht der entscheidende Faktor ist. Sondern wichtig ist was und wie.
das sie sich dennoch für "uns" ( meine geschwister und mich ) entschieden hat, finde ich gut!
Du meinst also, eine Entscheidung für eine Berufstätigkeit wäre eine Entscheidung gegen euch gewesen?
Aha.
Komisch, ich habe mich für's Studium UND meine Kinder entschieden. (und für einen Job und Hobbys..) naja, das Studium kommt manchmal ein bißchen zu kurz. Aber damit kann ich leben

Was hat deine Mutter denn gemacht, als ihr zur Schule gegangen seid? Und nachdem eurem Auszug? (oder wohnt ihr noch bei Mama?)

ein 1er Abi, na toll. Das hätte sie sich (und dem Staat!) dann ja auch sparen können, oder?
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wolli
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Beitrag von wolli »

driving pingu hat geschrieben:da steht ja auch bloß "können.." Es geht eben genau darum, dass die Zeit allein nicht der entscheidende Faktor ist. Sondern wichtig ist was und wie.
das sie sich dennoch für "uns" ( meine geschwister und mich ) entschieden hat, finde ich gut!
Du meinst also, eine Entscheidung für eine Berufstätigkeit wäre eine Entscheidung gegen euch gewesen?
ja, damals auf jeden fall! :shock: ...wir wären in einem internat gross geworden! :(
Was hat deine Mutter denn gemacht, als ihr zur Schule gegangen seid?
unser komplettes familienleben mit allem, was dazugehört, organisiert und gemanagt! 8) :wink:
ein 1er Abi, na toll. Das hätte sie sich (und dem Staat!) dann ja auch sparen können, oder?
dem staat vielleicht, - aber "uns" etwa auch? :roll: :shock:

ich fand es immer gut, dass nicht nur papa auf alles antworten konnte! :D
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driving pingu
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Beitrag von driving pingu »

du bist doch noch nicht 100 Jahre also, oder?
Auch "damals" gab es schon Mütter die gearbeitet haben-ohne dass die Kinder in ein Internat mussten.
Erstaunlicherweise haben auch diese Mütter alles auf die Reihe bekommen, ohne in der Zeit in der die Kinder in der Schule sind, das Familienleben zu "organisieren."
So wie viele andere Mütter das heute eben auch hinbekommen.
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wolli
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Beitrag von wolli »

das ist wohl richtig, pingu! :!:

aber meine mama war halt daheim! :wink: ...und hat es nicht als "schlimm" empfunden! 8) :wink:
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Beitrag von driving pingu »

dann ist es ja auch in ordnung. Ich bin ja gar nicht der Meinung, dass alle Müttern arbeiten sollen. (Obwohl: ich glaube irgendwie nicht, dass sich jemand wirklich wohlfühlt mit dem immer zu Hause sein. Aber das ist nur ein Gefühl)
Sondern ich bin dafür, dass Frau sich das aussuchen darf! Ob sie einen Beruf möchte oder Kinder oder beides.
Und dazu brauchte es eben vernünftige! Betreuungsplätze.

Männer suchen sich das doch auch seit Ewigkeiten aus.

Ich bekam übrigens damals schwer einen Hortplatz für meinen Sohn. Verwunder fragte ich beim JA nach, wie das sein kann. Wo doch Nachbarin A und Nachbarin B beide arbeitslos (ach nee, das heißt ja Hausfrauen) ware. Man erklärte mir, dass es manchmal eben besser für die Kinder ist, außerhalb der "Familie" betreut zu werden.
Eine Mutter die zu Hause ist, ist eben noch nicht automatisch eine gute Mutter. Und eine berufstätige Frau keine schlechte Mutter
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wolli
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Beitrag von wolli »

driving pingu hat geschrieben: Sondern ich bin dafür, dass Frau sich das aussuchen darf! Ob sie einen Beruf möchte oder Kinder oder beides.
Und dazu brauchte es eben vernünftige! Betreuungsplätze.
in der beziehung stimme ich 100%ig mit dir überein, pingu! :!:

es ist halt eine neue zeit, und wenn die mama nicht die ganze zeit, in der sie ohnehin zuhause alleine wäre, was anderes tun möchte, ist das völlig ok! 8) :wink:

sogar, wenn die kinder noch nicht zur schule gehen! ...hauptsache ist, die mama bleibt auch die mama und wird nicht irgendwann zu einer x-beliebiegen "tante"! :idea: :shock:
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wolli
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Beitrag von wolli »

:arrow: http://www.youtube.com/watch?v=wRIjBg2II4Q

ihr glaubt ja garnicht, was alles unter dem titel "mama" zu holen ist! 8) :wink: :lol:
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Beitrag von driving pingu »

Manchmal muss man sich auch einfach der Realität stellen: Denn die Alternative zu einer guten Kinderbetreuung ist nicht unbedingt, dass Mami zu Hause sitzt. Sondern eine schlechte Kinderbetreuung. (In den KiGa bis zum Mittag, dann abgeholt vpn Oma, Tante oder sonstwem...)

Eine massive Verschlechterung der Betruung gab es ausgerechnet nach der Einführung der "verlässlichen Grundschule" Eigentlich eine schöne Idee. Schluss damit, dass Unterricht ausfällt und der Sprössling unerwartet um 10Uhr vor der Tür steht.
Für jemandem mit einem Job von 8 bis 12 Uhr sehr nett. (Was für Jobs sind das eigentlich?)
Aber für Kinder mit einem Hortplatz bedeutete das eine Verschlechterung: Die Hortzeiten wurden verkürzt, weil die Kinder ja in der Schule sind. Der Hort begann dann also nicht mehr um 12 (oder bei Bedarf früher) sondern nach Schulschluss. Nun hatten die Kleinen (1.und2.Klasse) aber ja gar nicht so lange Unterricht sondern gingen in der Schule in eine Betruung! Also, eine Betreuung vor der Betreuung. Schon blöd genug (für die Kinder!)
Außerdem kamen vorher die Kinder zu unterschiedlichen Zeiten in den Hort. Nun kamen alle gleichzeitig, was die Situation beim Essen und bei den Hausaufgaben nicht gerade verbesserte.

Apropos Hausaufgaben: Die führen recht oft zu (unnötigen Spannungen) zwischen Eltern und Kind. Ich finde es darum ganz richtig, das nach außen zu verlagern. Das ist für das Kind und für die Eltern besser
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n.e !
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Beitrag von n.e ! »

driving pingu hat geschrieben: Klar könnt ihr eure Meinung haben, die total an allem vorbeigeht, wass mittlerweile als Wissen vorliegt. Dann darf ich aber trotzdem meine Meinung behalten.
Und warum wird eigentlich auf die vorhanden Fakten nicht eingegangen??
Und vor allem: warum gibt n.e. nicht endlich mal Antworten
Zum Antwort geben muß man auch Zeit haben und das geht nun mal eben nicht immer sofort , weil ich hin und wieder auch noch etwas anderes zu tuen habe , als vorm Computer zu sitzen .
Du gestehst uns eine eigene Meinung zu , negierst das Ganze aber direkt , in dem Du sie als nicht richtig abstempelst , weil sie augenscheinlich nicht dem heutigen Wissensstand entspricht . Wohin uns die tollen Erkenntnisse einiger moderner Wissenschaftler geführt haben sieht man ja an der heutigen Gesellschaft , also kann das ja nun nicht umbedingt der Weisheit letzter Schluß sein . Mir gefällt eine Welt die aus vorwiegend Egoisten besteht , denen nur die eigene Selbstverwirklichung , oder eigene Person wichtig ist , nun mal nicht und ich finde es mehr als traurig , wenn Werte , wie Mitgefühl , Familiensinn , Freundschaft etc . mit Füssen getreten werden .
Ursachen dafür sind natürlich auch in der Erziehung zu suchen . Sicherlich sind meine Ansichten etwas antiquiert , ob sie aber deshalb keine Gültigkeit mehr haben , oder nicht anpassbar sind ist jedoch fraglich , wenn man betrachte wohin der eine , oder andere Erziehungsstil uns so geführt hat . Man es vollkommen ohne Autorität versucht und mit überdimensionaler Autorität , der Weg wird wohl irgendwo in der Mitte sein .
Ich habe auch nirgendwo behauptet , daß umbedingt die Frau zu Hause bleiben soll , die Rollenverteilung ist ja nun nicht vorgeschrieben , aber eine feste Bezugsperson sollte für die Kinder da sein wenn sie benötigt wird , egal ob Mann , oder Frau und diese ist auch nicht einfach durch eine "nur" Betreuungsperson zu ersetzen .
Auch heißt es nicht , daß nicht der Kindergarten , oder Hort auch gleichermaßen wichtig wären , da Kinder nun mal auch die sozialen Kontakte zu Gleichaltrigen benötigen . Aber es kann nicht sein , daß Kinder in die Welt gesetzt werden und die Verantwortung für deren Erziehung einfach auf andere abgeschoben wird , noch dazu aus rein egoistischen Gründen , was leider auch oft der Fall ist . Daher muß z.B. die Schule mehr und mehr auch die Erziehungsaufgaben übernehmen ..hast Du irgendwann zwischenzeitlich auch schon mal erwähnt ..., und kann ihrem eigenen Bildungsauftrag daher nicht mehr gerecht werden . Das kann ja wohl nicht Sinn und Zweck sein und diesem Auftrag kann kein Erzieher , oder Lehrer mehr in ausreichendem Maße nachkommen .

Grundsätzlich soll jeder selber entscheiden , ob er arbeiten will , oder nicht , aber man sollte sich einig darüber sein , daß eventuell der Partner dann auch mal zurückstecken muß ! Welcher Teil das nun ist und ob das abgewechselt werden kann , sollte dabei egal sein , hauptsache jemand steht als " Rückrath " der Familie da , d. h. auch nicht , daß das auf Dauer sein muß , oder in der " Freizeit " nicht gearbeitet werden darf . Das Problem ist dann nur die Möglichkeit dazu und das fehlende Verständnis von dementsprechenden Arbeitgebern.
Leider hast Du recht damit , daß viele der " nur Hausmütter " ein sehr niedriges Bildungsniveau haben und sich durchaus nicht mit der Kindererziehung beschäftigen , sondern nur mit sich selber und daß das nicht als positives Vorbild gelten kann , oder sollte ist wohl klar .Daher ist eine Mutter mit einem guten Abitur , wie bei Holgi doch durchaus von Vorteil , oder ?
Ganz davon abgesehen , daß bei uns die Rollenverteilung auch " verkehrtrum " läuft und es hier mit Sicherheit nicht um Selbstverwirklichung geht , sondern darum , was am Praktischsten war , allerdings stelle ich meine Hobbys und Interessen zu Gunsten meiner Kinder zurück , weil ich eben ihre Entwicklung nicht in fremde Hände legen möchte .
Du wünschst Beweise für meine Behauptungen ?
Guck in Deinem Bekannten , oder auch Verwandtenkreis !
Auch in meiner Familie gibt es Scheidungsopfer und das wirklich Traurige daran ist , daß deren Kinder das fortsetzten , obwohl sie es wirklich nicht wollen , was ihnen selber widerfahren ist .
In meinem Bekanntenkreis wurde der Vater schon als Kind schlecht behandelt , er konnte seiner Tochter keine Liebe zeigen und diese wiederum kann keine Bindungen auf Dauer aufbauen , weil auch sie nicht dazu in der Lage ist .
Das ist das Gemeine an der ganzen Sache , negative Erfahrungen setzen sich fort , auch wenn man das eigentlich nicht will , oder mit aller Gewalt versucht dagegen anzukämpfen . Das wiederum wäre dann ein psychologisches Problem , was es da zu beheben gälte .

Für mich käme es auch nie in Frage ohne Kinder in den Urlaub zu fahren , das wäre nämlich kein Urlaub für mich und wo wäre der Sinn , wenn man dort die Chance hat sich gerade in der heutigen Zeit intensiver als sonst möglich mit seinen Kindern zu beschäftigen und diese Zeit zu genießen .
Ich brauche da kein Animationsprogramm für Kinder , wo ich eben diese abstellen kann , damit ich selber in der Disco , oder sonst wo hin verschwinden kann . Das wäre nicht meine Welt !
Wenn man sich über einige Dinge einfach keine Gedanken macht trägt man zwar weniger Ballast mit sich rum und vielleicht ist es dann für einen auch einfacher , wenn man nicht so viel Rücksicht auf andere nehmen muß , aber ob das richtig ist , wage ich zu bezweifeln .
Wer behauptet eigentlich , daß man sich nur über seine Kinder definiert , wenn man zu Hause bleibt ? Das wäre dann allerdings traurig , wenn man keine eigenen Interessen mehr hätte und das habe ich nun wirklich nicht verlangt , allerdings wüsste ich auch genau , was passieren würde , wenn wir uns nicht beide sehr intensiv um z.B. das schulische Fortkommen unserer Tochter kümmern würden und uns auf die Betreuungsmöglichkeiten verlassen würden , die diese Aufgaben ja gegebenenfalls bei zwei voll arbeitenden Partnern übernehmen müßten . Das würde ganz schön schief gehen und Pisa wundert mich da nicht mehr.
Kleines Beispiel am Rande : Die ganzheitliche Lehrmethode (Lesen/Schreiben) wurde vor ca 35 Jahren propagiert , als der Weisheit letzter Schluß. Man stellte einige Jahre später einen rapiden Anstieg von Legasthenikern und Analphabeten fest und entsorgte dieses System wieder . Heute wird eben diese Lehrmethode mal wieder angewandt als neuestes und bestes Lehrmodel ! Sinn , oder Unsinn ? Wissenschaftler haben gerade mal wieder festgestellt , daß eben dies das Allerbeste ist .
Wo soll das hinführen ? Man lernt doch auch nicht erst die Integralrechnung , bevor man die Grundrechenarten beherrscht ! Daher ist das so eine Sache mit dem , was die Wissenschaft gerade mal so besagt !

So , wenn Du jetzt umbedingt noch lesen möchtest , dann versuche es einfach mal mit Pestalozzi , oder Kerchensteiner , oder speziell zum Aufbau der kindlichen Persönlichkeit mit P.Lersch -Aufbau der Person .

Wenn jemand zu Hause ist , heißt das nicht zwingend , daß man die Kinder überbehütet und ihnen keinen Freiraum zugesteht , der natürlich sehr wichtig ist , aber gegebenenfalls ist halt immer jemand da , an den man sich wenden kann , wenn man nicht mehr weiter kann . So sollte es zumindest sein !

Otto , ganz nebenbei an Dich !
Was hat jeden Dienstag für Dich Priorität ?
Deine eigenen Interessen ? Das glaube ich kaum , wenn es bei Dir so gelaufen wäre , wie Du es Dir einmal vorgestellt hattest , dann würdest Du auch zu Gunsten Deiner Tochter auf das Eine , oder Andere verzichten !
Das eigentliche Problem ist doch nur die Absprache , wer mal auf etwas verzichtet , um da zu sein und das kann niemals nur eine Person sein , sondern immer nur beide . Entweder das funktioniert , oder jemand ist der Leidtragende ,das kann allerdings jeder sein , egal ob Mann , Frau , oder Kind .

Abschließend finde ich , wenn das Kind der Leidtragende ist , ist dies immer der denkbar schlechteste Aspekt , da dies immer das schwächste Glied ist auf dessem Rücken es nun ausgetragen wird .

n.e !
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7eleven
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Beitrag von 7eleven »

drivingpingu hat geschrieben:das war in dem blöden Buch, das ich für meine Prüfung in Soziologie lesen musse
Das lässt ja dann nun auch sehr tief blicken, meine liebe!


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driving pingu
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Beitrag von driving pingu »

n.e ! hat geschrieben:

Du gestehst uns eine eigene Meinung zu , negierst das Ganze aber direkt , in dem Du sie als nicht richtig abstempelst , weil sie augenscheinlich nicht dem heutigen Wissensstand entspricht .
Neieren nicht. Aber esist dann halt eine Meinung.
Wohin uns die tollen Erkenntnisse einiger moderner Wissenschaftler geführt haben sieht man ja an der heutigen Gesellschaft , also kann das ja nun nicht umbedingt der Weisheit letzter Schluß sein . Mir gefällt eine Welt die aus vorwiegend Egoisten besteht , denen nur die eigene Selbstverwirklichung , oder eigene Person wichtig ist , nun mal nicht und ich finde es mehr als traurig , wenn Werte , wie Mitgefühl , Familiensinn , Freundschaft etc . mit Füssen getreten werden .
Ursachen dafür sind natürlich auch in der Erziehung zu suchen . Sicherlich sind meine Ansichten etwas antiquiert , ob sie aber deshalb keine Gültigkeit mehr haben , oder nicht anpassbar sind ist jedoch fraglich , wenn man betrachte wohin der eine , oder andere Erziehungsstil uns so geführt hat . Man es vollkommen ohne Autorität versucht und mit überdimensionaler Autorität , der Weg wird wohl irgendwo in der Mitte sein .
Ich habe auch nirgendwo behauptet , daß umbedingt die Frau zu Hause bleiben soll , die Rollenverteilung ist ja nun nicht vorgeschrieben , aber eine feste Bezugsperson sollte für die Kinder da sein wenn sie benötigt wird , egal ob Mann , oder Frau und diese ist auch nicht einfach durch eine "nur" Betreuungsperson zu ersetzen .
Auch heißt es nicht , daß nicht der Kindergarten , oder Hort auch gleichermaßen wichtig wären , da Kinder nun mal auch die sozialen Kontakte zu Gleichaltrigen benötigen . Aber es kann nicht sein , daß Kinder in die Welt gesetzt werden und die Verantwortung für deren Erziehung einfach auf andere abgeschoben wird , noch dazu aus rein egoistischen Gründen , was leider auch oft der Fall ist . Daher muß z.B. die Schule mehr und mehr auch die Erziehungsaufgaben übernehmen ..hast Du irgendwann zwischenzeitlich auch schon mal erwähnt ..., und kann ihrem eigenen Bildungsauftrag daher nicht mehr gerecht werden . Das kann ja wohl nicht Sinn und Zweck sein und diesem Auftrag kann kein Erzieher , oder Lehrer mehr in ausreichendem Maße nachkommen .
Das stimme ich dir doch zu. Nur hat das wenig mit berufstätigen Müttern zu tun. Wie schon erwähnt; die größten Probleme machen nicht die Kinder mit arbeitenden Müttern.
Grundsätzlich soll jeder selber entscheiden , ob er arbeiten will , oder nicht , aber man sollte sich einig darüber sein , daß eventuell der Partner dann auch mal zurückstecken muß ! Welcher Teil das nun ist und ob das abgewechselt werden kann , sollte dabei egal sein , hauptsache jemand steht als " Rückrath " der Familie da , d. h. auch nicht , daß das auf Dauer sein muß , oder in der " Freizeit " nicht gearbeitet werden darf . Das Problem ist dann nur die Möglichkeit dazu und das fehlende Verständnis von dementsprechenden Arbeitgebern.
Leider hast Du recht damit , daß viele der " nur Hausmütter " ein sehr niedriges Bildungsniveau haben und sich durchaus nicht mit der Kindererziehung beschäftigen , sondern nur mit sich selber und daß das nicht als positives Vorbild gelten kann , oder sollte ist wohl klar .Daher ist eine Mutter mit einem guten Abitur , wie bei Holgi doch durchaus von Vorteil , oder ?
Ganz davon abgesehen , daß bei uns die Rollenverteilung auch " verkehrtrum " läuft und es hier mit Sicherheit nicht um Selbstverwirklichung geht , sondern darum , was am Praktischsten war , allerdings stelle ich meine Hobbys und Interessen zu Gunsten meiner Kinder zurück , weil ich eben ihre Entwicklung nicht in fremde Hände legen möchte .
Meine Kinder wurden und werden "fremdbetreut" Ihre Entwicklung liegt trotzdem in meinen (oder unseren: Freund und ich) Händen
Du wünschst Beweise für meine Behauptungen ?
Guck in Deinem Bekannten , oder auch Verwandtenkreis !
Auch in meiner Familie gibt es Scheidungsopfer und das wirklich Traurige daran ist , daß deren Kinder das fortsetzten , obwohl sie es wirklich nicht wollen , was ihnen selber widerfahren ist .
In meinem Bekanntenkreis wurde der Vater schon als Kind schlecht behandelt , er konnte seiner Tochter keine Liebe zeigen und diese wiederum kann keine Bindungen auf Dauer aufbauen , weil auch sie nicht dazu in der Lage ist .
Das ist das Gemeine an der ganzen Sache , negative Erfahrungen setzen sich fort , auch wenn man das eigentlich nicht will , oder mit aller Gewalt versucht dagegen anzukämpfen . Das wiederum wäre dann ein psychologisches Problem , was es da zu beheben gälte .
Das negative Erfahrunge sich oft fortsetzen ist bekannt. Aber es ist widerlegt, dass eine Scheidung sich zwingend negativ auswirkt
Für mich käme es auch nie in Frage ohne Kinder in den Urlaub zu fahren , das wäre nämlich kein Urlaub für mich und wo wäre der Sinn , wenn man dort die Chance hat sich gerade in der heutigen Zeit intensiver als sonst möglich mit seinen Kindern zu beschäftigen und diese Zeit zu genießen .
Ür mich kommt das in Frage, weil noch genug gemeinsamer Urlaub übrig bleibt. Der nächste in den Osterferien. Ich würde niemals meinen Jahresurlaub ohne die beiden verbringen.
Trotzdem fahren sie im Sommer in ein Ferienlager: sie wollten dahin! Als Teenie ist es eben ohne Eltern auch sehr schön
Ich brauche da kein Animationsprogramm für Kinder , wo ich eben diese abstellen kann , damit ich selber in der Disco , oder sonst wo hin verschwinden kann . Das wäre nicht meine Welt !
Von diesem Animationskram bekomme ich Pickel
Wenn man sich über einige Dinge einfach keine Gedanken macht trägt man zwar weniger Ballast mit sich rum und vielleicht ist es dann für einen auch einfacher , wenn man nicht so viel Rücksicht auf andere nehmen muß , aber ob das richtig ist , wage ich zu bezweifeln .
Mir ist nicht klar, worauf du hinauswillst. Wer macht sich um was keine Gedanken?
Wer behauptet eigentlich , daß man sich nur über seine Kinder definiert , wenn man zu Hause bleibt ?
Die Gefahr ist zumindest recht groß
Das wäre dann allerdings traurig , wenn man keine eigenen Interessen mehr hätte und das habe ich nun wirklich nicht verlangt , allerdings wüsste ich auch genau , was passieren würde , wenn wir uns nicht beide sehr intensiv um z.B. das schulische Fortkommen unserer Tochter kümmern würden und uns auf die Betreuungsmöglichkeiten verlassen würden , die diese Aufgaben ja gegebenenfalls bei zwei voll arbeitenden Partnern übernehmen müßten .
Ich weiß keine Institution, die einem diese Aufgabe abnimmt.
Das würde ganz schön schief gehen
war aber vor allem im Schulsystem begründet ist. Es wird ja eigentlich immer irrer: ide Eltern lernen mit den Schülern den Schulstof, und die Schule bringt dafür bei, was zu Hause passieren sollte
und Pisa wundert mich da nicht mehr.
Hat da wenig mit zu tun. Auch wenn es immer wieder gern behauptet wird: in der Pisa-Studie wurde nicht festgestellt, dass die Schüler doof sind.
Kleines Beispiel am Rande : Die ganzheitliche Lehrmethode (Lesen/Schreiben) wurde vor ca 35 Jahren propagiert , als der Weisheit letzter Schluß. Man stellte einige Jahre später einen rapiden Anstieg von Legasthenikern und Analphabeten fest und entsorgte dieses System wieder . Heute wird eben diese Lehrmethode mal wieder angewandt als neuestes und bestes Lehrmodel ! Sinn , oder Unsinn ? Wissenschaftler haben gerade mal wieder festgestellt , daß eben dies das Allerbeste ist .
Erstaunlich. Eiegntlich ist man sich zur Zeit einig, dass nicht jeder Lehr/Lernmethode für jeder Kind richtig ist, sondern dass das individueller werden muss
Wo soll das hinführen ? Man lernt doch auch nicht erst die Integralrechnung , bevor man die Grundrechenarten beherrscht ! Daher ist das so eine Sache mit dem , was die Wissenschaft gerade mal so besagt !
Es gibt aber doch einen Unterschied, zwischen dem was die Wissenschaft meint, vorhersagen zu können "wenn ihr a macht, passiert y" oder dem, was Studien ergeben. (Dort werden ja eigentlich nur FAkten gesammlet und ausgewertet. es wurden also nicht extra Kinder zu Scheidungsopfern gemacht, sondern die "Opfe" gab es ja schon. Und man konnte vergleichen mit anderen Kindern-
So , wenn Du jetzt umbedingt noch lesen möchtest , dann versuche es einfach mal mit Pestalozzi , oder Kerchensteiner , oder speziell zum Aufbau der kindlichen Persönlichkeit mit P.Lersch -Aufbau der Person .
Du meinst Kerschensteiner? Da ist ja, ebenso wie Pestalozzi, recht lange her. Trotzdem ist mir nicht bekannt, dass es Äußerungen zur Mutterrolle gibt, die dahingehen, dass die Mutter immer verfügbar sein muss. Eigentlich waren beide doch große Verfechter von Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit. Außerdem wäre das zu der Zeit auch verwunderlich gewesen:Auch in den damals noch immer existierenden Hausgemeinschaften gab es keine so exklusive Mutter-Kind-Beziehung. Nicht nur das: Kindheit im eigentlichens Sinne gab es häufig einfach nicht. Ein besonderer Umgang mit Kindern setzte doch erst mit dem Auftreten der Pädagogik ein. Würde mich sehr wundern...Ich wusste nichtmal, dass sie die Reformpädagogen überhaupt solche Gedanken um die Muterrolle gemacht haben. (Wann? Wo?)
Den Lersch kenne ich nicht
Wenn jemand zu Hause ist , heißt das nicht zwingend , daß man die Kinder überbehütet und ihnen keinen Freiraum zugesteht ,
Der Freiraum ist schon dadurch eingeschränkt, dass man (also, das Kind) eben nie für sich ist . Das war doch toll, wenn man mal sturmfreie Bude hatte
der natürlich sehr wichtig ist , aber gegebenenfalls ist halt immer jemand da , an den man sich wenden kann , wenn man nicht mehr weiter kann . So sollte es zumindest sein !
Für meine Kinder ist auch immer jemand da. Es gibt auch Kinder mit nicht berufstätgen Eltern, für die niemand da ist.
Es hat einfach nichts mit der Berufstätigkeit zu tun. Der Zeitfaktor spielt kaum eine Rolle (Sicher hat das Grenzen, der Tag hat ja nur 24 Stunden)

Ach ja: wachsen in Frankreich eigentlich nur gestörte Kinder heran?
Gerüchten zufolge haben es sogar manche Menschen aus der DDR zu etwas gebracht.
Da Einzelfälle hier ja als Belege gelten: In der DDR in der Kindergarten abgeschoben werden, Eltern müssen arbeiten...daraus wird: eine Bundeskanzlerin.
Behütet und glücklich aufgewachsen: daraus werden Taxifahrer :D
(Hmmm, nicht glücklich aufgewachsen, trotzdem Taxifahrerin und nicht Bundeskanzlerin. Mist...irgendwas falsch gelaufen)
7eleven hat geschrieben:
drivingpingu hat geschrieben:das war in dem blöden Buch, das ich für meine Prüfung in Soziologie lesen musse
Das lässt ja dann nun auch sehr tief blicken, meine liebe!


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Findest du? Blöd war das Buch, weil es die selben Fakten immer wiederholt. Und verpackt in Soziologensprache. Allerdings vor allem in der Version aus den 80ern.
Deine Anrede lässt übrigens noch viel tiefer blicken
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wolli
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Beitrag von wolli »

driving pingu hat geschrieben: In der DDR in der Kindergarten abgeschoben werden, Eltern müssen arbeiten...daraus wird: eine Bundeskanzlerin.
Behütet und glücklich aufgewachsen: daraus werden Taxifahrer :D
:lol: :lol: :lol:

p.s.: ich möchte um himmels willen nicht mit dem armen mädchen tauschen müssen! :shock: ... :wink: :D
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Beitrag von driving pingu »

Ich auch nicht :D
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Beitrag von driving pingu »

der Bischof sitzt gerade bei Christiansen.
Als Vertreterin berufstätiger Mütter: Schreinemarkers :shock:
als Vertreter von "erst Kinder, dann Karierre" Soziologin und Katholikin und ein Mann
Zuletzt geändert von driving pingu am 25.02.2007, 22:37, insgesamt 1-mal geändert.
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7eleven
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Beitrag von 7eleven »

7eleven hat geschrieben:
drivingpingu hat geschrieben:das war in dem blöden Buch, das ich für meine Prüfung in Soziologie lesen musse
Das lässt ja dann nun auch sehr tief blicken, meine liebe!


7
drivingpingu hat geschrieben:Findest du? Blöd war das Buch, weil es die selben Fakten immer wiederholt. Und verpackt in Soziologensprache. Allerdings vor allem in der Version aus den 80ern.
Deine Anrede lässt übrigens noch viel tiefer blicken

Einerseits sind die Bücher doof und andererseits sind sie super!

Was denn nun?


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driving pingu
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Beitrag von driving pingu »

wo hab ich denn geschrieben, sie seien super?
Sie geben Fakte wieder. Das mag nützlich sein, kann aber bei Lesen sehr langweilen.

Die "Diskussion" auf ARD ist ja der Brüller. Die Vertreter der "Mami muss zu Hause bleiben Fraktion" tut eben dieser ja nicht gerade einen Gefallen.
Vertreter: Gabriele Kuby, auch bekannt geworden als Harry Potter Kritikerin. Und sie fantasiert sich einiges zusammen. U.a. in Schweden sei jedes 3.Kind gestört, wegen der Fremdbetreuung
2.Vertreter: Wolfgang Grupp, dem es gaaaanz wichtig ist, dass die Mutter (nur die, in seinem Betrieb gibt es keine Väter, die Erziehungsurlaub wollen. Denn die haben Frauen, die zu Hause bleiben wollen, jawoll) ja also, der hat seine Kinder im Internat.

Und der Bischof? Wurde ja vööööllig missverstanden. Er wollte ja nur eine Wahlfreiheit für die Frauen.
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Beitrag von wolli »

7eleven hat geschrieben: Das lässt ja dann nun auch sehr tief blicken, meine liebe!
driving pingu hat geschrieben: Deine Anrede lässt übrigens noch viel tiefer blicken
auch wenn es nicht unbedingt hierher gehört und mich bestimmt jetzt manche steinigen wollen würden, muss ich ja gestehen, dass ich im prinzip nichts dagegen habe, wenn junge frauen tief blicken lassen! 8) :wink:

ich freue mich jetzt schon auf die kommende, warme jahreszeit! :D :D :D
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Otto
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Beitrag von Otto »

Super Wolli, dieser Beitrag zum Thema hatte wirklich gefehlt!
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"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
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Beitrag von driving pingu »

da sieht man mal, wieviel die glückliche Kindheit nützt.
Vielleicht hätte ein anderes weibliches Vorbild ja doch geholfen, Frauen nicht so sehr über ihr Äußeres wahrzunehmen
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Otto
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Beitrag von Otto »

driving pingu hat geschrieben:Und der Bischof? Wurde ja vööööllig missverstanden. Er wollte ja nur eine Wahlfreiheit für die Frauen.
Ach so, deswegen warf er der Ministerin vor, Frauen zu Gebärmaschinen degradieren zu wollen.

Sorry, aber da gab es nichts mißzuverstehen.
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