Ulli hat geschrieben:Ausserdem bleiben Zweifel, ob die Linkspartei überhaupt bei der Bundestagswahl antritt -
hier zu lesen.
Ich lese da zwar nichts, bzw kriege eine leere Seite, aber ich habe natürlich gehört, dass irgend so ein Spaßvogel, der sich "Staatsrechtsprofessor" nennt, die ganze Wahl anfechten will:
Schöne Formulierung, vor allem der Teil zwischen den Bindestrichen.
Was glaubt er, welcher Bande von Ignoranten er erklären muß, daß die Linkspartei die ehemalige PDS ist.
Die Zweifel, die der Mann hat, sind unbedenklich. Es spricht nichts dagegen, daß sich aus PDS, Gewerkschaftern und anderen Linken, die mit der Schröder–SPD unzufrieden sind, eine neue Gruppierung bildet. Schließlich lässt sich die Republik seit Jahrzehnten diese merkwürdige "Fraktionsgemeinschaft" von CDU/CSU bieten, die den Bayern mehr Einfluß gibt, als ihnen zusteht, ohne daß ein Nordlicht dagegen klagt. Sollen doch die Unionsparteien mal solo bundesweit antreten. Tun sie aber nicht, weil sie Angst haben.
Was glaubt denn der "gemeine Konservative" im Lande, was im Osten geschehen und wie das wahrgenommen würde, wenn die Linkspartei wegen der Listenkonstruktion nicht zugelassen würde?
Es würde so aussehen, als ob der Westen, der den Osten alimentiert, es nicht hinnehmen will, daß der Osten eigene politische Entscheidungen trifft. Wenn du mich fragst, eine verheerende Botschaft, die da ausgesandt würde. Die Menschen, die jahrzehntelang von der SED bevormundet worden sind, sollen sich dies jetzt von der CDU/CSU, Herrn Stoiber oder irgendwelchen Bonner Staatsrechtlern bieten lassen?
Und wenn Erich Honeckers Dackel Spitzenkandidat der Linkspartei wäre (und gewählt würde), müßte man die Gruppierung schon aus psychologischen Gründen zulassen, um die Gräben zwischen Ost und West nicht weiter zu vertiefen.
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht."
"Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."