Radfahrer

Aktuelle Themen, die das Oldenburger Taxigewerbe bewegen

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Otto
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Beitrag von Otto »

Die Schattenseiten einer Fahrradstadt

Dass deutschlandweit immer mehr Menschen auf Fahrrädern unterwegs sind, wird oft bejubelt. Allerdings stellt das die Städte auch vor neue Herausforderungen. Das lässt sich besonders gut in Münster, mehrfach gekürte Fahrradstadt Deutschlands, beobachten.
(...)
Dradio Kultur
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jr
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Beitrag von jr »

"Ich habe selber da vorne einen Unfall mitbekommen. Da hat eine Frau ihren PKW beladen wollen, wollte also die hintere Tür aufmachen, stand auf dem Radweg. Hier kommen zwei Radfahrer, die sehr eng fahren, die kamen da nicht dran vorbei. Der Linksfahrende verringert die Geschwindigkeit, kommt mit dem Vorderrad in das Hinterrad des anderen und überschlägt sich. Das ist so ein typischer Radwege-Unfall, der passiert, wenn der Platz für Radfahrer und Fußgänger nicht ausreichend ist.
Kurios: Wenn auf der Autostraße etwas im Weg steht, muß auch der eine oder andere zurückstecken, um das Hindernis zu passieren. Radfahrer sind offenbar zu kommunikationsunfähig dafür.
Der Münsteraner selber möchte das Fahrrad eigentlich immer überall mithin und damit auch verfügbar haben.
Das kommt mir bekannt vor. Paßt aber ganz gut zum ersten Zitat.
Und diese ganzen Geschwindigkeitsunterschiede habe ich auf dem Radweg. Das habe ich beim Autoverkehr nicht.
Wegen der Radfahreregozentrik wird das Differenzproblem auch nicht lösbar sein. In Enschede habe ich etliche Mal beobachten können, daß Holländer damit besser klar kommen. Und zwar auf Radwegen und nicht auf der Straße, die ja auch im Münster ins Gespräch gebracht wird.
minol
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Beitrag von minol »

jr hat geschrieben:Kurios: Wenn auf der Autostraße etwas im Weg steht, muß auch der eine oder andere zurückstecken, um das Hindernis zu passieren. Radfahrer sind offenbar zu kommunikationsunfähig dafür.
Jaja, und wehe ein Autofahrer kommt nicht sofort weg, wenn die Ampel auf grün springt, dann geht das gehupe los. Und es wird gedrängelt beim rechtsabbiegen, wenn Fußgänger noch bei grün über die Ampel wollen. Und das Einfahren in eine verstopfte Kreuzung bei grün ist auch Hobby der meisten Autofahrer (so daß in Berlin eine Kameraüberwachung von Kreuzungen überlegt wird).... soweit drei Beispiele für das Zurückstecken, was die Autofahrer nämlich auch nicht können. Denn auch sie sind Egozentrisch. Es liegt nämlich nicht daran - wie hier gerne behauptet wird - an den Radfahrern, sondern an Verkehrsteilnehmern generell. Nur jeder Verkehrsteilnehmer bringt es auf seine ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zum Ausdruck.
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jr
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Beitrag von jr »

Im Prinzip bin ich da ganz deiner Meinung. Sich gegenseitig lahmlegen ist aber durchaus eine spezielle Autofahrereigenschaft. Aber Autofahrer werden in den wenigsten Fällen die Kratzer riskieren, die ein Nichtnachgeben beim Einfahren in eine Engstelle mit sich bringt. Radfahrer fahren - siehe Meldung - trotzdem weiter, offenbar in der Ansicht, sie könnten dann doch irgendwie aneinander vorbei kommen. Ich habe den Eindruck, daß es auch genau diese Eigenschaft ist, die es Radfahrern ermöglicht, ohne große Bedenken gegen die Richtung oder nachts ohne Licht zu fahren. Sie riskieren mehr. Sie verlassen sich darauf, daß im Fall eines Falles andere die eigenen Unachtsamkeiten ausbügeln. Dafür ist den meisten Autofahrern ihr Blech zu heilig.
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Karteileiche
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Beitrag von Karteileiche »

minol hat geschrieben:4Und es wird gedrängelt beim rechtsabbiegen, wenn Fußgänger noch bei grün über die Ampel wollen.
drängelei seitens autofahrer gegenüber anderen autofahrern oder gegenüber den fußgängern?
Und das Einfahren in eine verstopfte Kreuzung bei grün ist auch Hobby der meisten Autofahrer
ich würde es nicht als hobby bezeichnen, sondern eher als dummheit der autofahrer, bedingt durch nicht-vorausschauendes fahren.
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Otto
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Beitrag von Otto »

minol hat geschrieben: Und es wird gedrängelt beim rechtsabbiegen, wenn Fußgänger noch bei grün über die Ampel wollen.
Welcher Fußgänger geht denn bei Grün über die Ampel? Oder überhaupt bei der Ampel über die Straße und nicht zehn Meter weiter?
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Karteileiche
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Beitrag von Karteileiche »

ich, egal ob rad oder zu fuß.

...naja, zumindest meistens...

genau, wie ich es auch als autofahrer mache.
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Cool Fire
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Beitrag von Cool Fire »

Karteileiche hat geschrieben:...bedingt durch nicht-vorausschauendes fahren.
Wir haben es hier u.a. mit einem Wahrnehmungsproblem zu tun. Ihr alle kennt
ja die Sesamstraße...wenn ich mich recht erinnere, gab es dort kleine Film-
beiträge mit dem Thema "Was passiert als nächstes?" Eine Handlung wurde
gestoppt und der Zuschauer mußte überlegen, wie die Szene wohl weitergeht.

Damit sind heutige durchschnittliche Verkehrsteilnehmer (Auto, Rad, Fuß) wohl
schon überfordert...wenn ich aus dem Fenster sehe, habe ich den Bereich Ofener -
Rummelweg - Westerstraße im Blick.
An der vorgezogenen Haltelinie Ecke Zeughausstraße spielen sich nicht selten
echte Dramen ab...und das nur, weil die meisten Autofahrer sie (und das dazu-
gehörige Schild) gar nicht bemerken.

Werden wahrscheinlich alle so sehr von ihrer Bordelektronik abgelenkt, dass sie
es gerade noch schaffen, ihre SMS zu texten bevor es wieder grün wird...
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jr
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Beitrag von jr »

An dieser Stelle würden andere Städte ein Linksabbiegeverbot vom Rummelweg und vielleicht auch von der Zeughausstraße erlassen. Dann hätte sich das Problem sofort erledigt.

Mit der Ablenkung liegst du wohl richtig. An Oldenburgs Ampeln versammeln sich sowieso seit Ewigkeiten alle Schlafmützen dieser Welt. Smarties und andere Spielereien im Auto verschärfen das seit einiger Zeit weiter. Allerdings laden die Oldenburger Ampeln durch ihre seltsamen Schaltzeiten auch zum Verweilen ein. Da es hier Radfahrer geht: Es ist kein Wunder, daß Radfahrer (und Fußgänger) sich bei Rot über Kreuzungen bewegen, wenn Ampeln zu verkehrsarmen Zeiten ohne erkennbaren Sinn länger als eine Minute den Weg versperren.
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yogi
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Beitrag von yogi »

jr hat geschrieben: Da es hier Radfahrer geht: Es ist kein Wunder, daß Radfahrer (und Fußgänger) sich bei Rot über Kreuzungen bewegen, wenn Ampeln zu verkehrsarmen Zeiten ohne erkennbaren Sinn länger als eine Minute den Weg versperren.
...das denke ich auch schon lange, und dies ist kein spezifisches Oldenburger Problem, sowas kenne ich auch aus MG und MS.
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Otto
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Beitrag von Otto »

jr hat geschrieben:A Smarties und andere Spielereien im Auto verschärfen das seit einiger Zeit weiter.
Ja, dieses "Start-Stop" ist echt die Pest.
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jr
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Beitrag von jr »

An das habe ich gar nicht gedacht. Stimmt: Das nervt beim Losfahren enorm.
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Karteileiche
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Beitrag von Karteileiche »

Die meisten Menschen in Deutschland halten sich an die Verkehrsregeln. Sie befolgen Verkehrsschilder und halten an roten Ampeln an, auch wenn niemand in Sicht ist. Wenn es im Straßenverkehr einmal kein Verkehrsschild und keine Ampel gibt, gilt: die Person, die von rechts kommt hat Vorfahrt (“Rechts vor Links”).
http://www.refugeeguide.de/de/
die ersteller dieser seite waren wohl nie in oldenburg :wink:
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Otto
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Beitrag von Otto »

Es gibt halt das Problem, dass der Begriff "Vorfahrt" mit dem Begriff "Unsterblichkeit" verwechselt wird...
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yogi
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Beitrag von yogi »

KOMMENTAR
Lebe gesund und gefährlich!

(...)
...die Lösung ist sehr einfach: Bereits Grundschulkinder sollten so früh wie möglich, selbst mit dem Auto zur Schule fahren. So lernen sie, sich im Verkehr zurechtzufinden, haben dabei aber eine schützende Karosserie um sich herum. Zudem trainieren sie beim Gas geben, bremsen und Lenkrad rumreißen Arm- und Beinmuskeln. Erst wenn sie volljährig sind, sollten sie im Rahmen eines Fußgänger- und Radfahrerscheins die komplexen Unterordnungsaufgaben dieser Verkehrsteilnehmer erlernen.
www.spiegel.de/spam/spam-satire-aktion- ... 55671.html
... :like:
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Cool Fire
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Beitrag von Cool Fire »

So will Oldenburg Radler in die Spur bringen
Informationskampagne für verunsicherte Radfahrer...für 40 große Lappen!
Früher wurde Verkehrserziehung an den Schulen vermittelt oder die Eltern
haben ihrem Nachwuchs die Gefahrenpunkte im Straßenverkehr an Ort und
Stelle erklärt. Das kostet aber kein Geld (ist also nichts wert) und das muß
natürlich schleunigst geändert werden...

http://www.nwzonline.de/oldenburg/wirts ... 39831.html
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Otto
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Beitrag von Otto »

Ein paar an die Ohren würde doch auch gehen...
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Beitrag von minol »

Cool Fire hat geschrieben:So will Oldenburg Radler in die Spur bringen
Informationskampagne für verunsicherte Radfahrer...für 40 große Lappen!
Früher wurde Verkehrserziehung an den Schulen vermittelt oder die Eltern
haben ihrem Nachwuchs die Gefahrenpunkte im Straßenverkehr an Ort und
Stelle erklärt.
Ja, aber die Kinder von damals haben nicht aufgepaßt oder alles vergessen. Jedenfalls wäre ich mir nicht so sicher, ob die Eltern selber wissen, wo man fahren muß. (Jedenfalls hupen gerne Eltern, wenn man mit dem Radl korrekterweise auf der Straße fährt. Oder sie fahren selbst falsch mit dem Radl) ;)
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jr
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Beitrag von jr »

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/mill ... 64963.html

Und wann wird OL angebunden? Tippe auf "gar nicht", das Geld wird für anderes verbraten.
minol
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Beitrag von minol »

In Berlin gibt es gerade auch eine Debatte um einen Fahrradschnellweg von Zehlendorf durch Schöneberg bis zum Gleisdreieck-Park, entlang der südlichen S-Bahn-Linie 1. Neben der S1 führt die sogenannte "Stammbahn" (die älteste Bahnlinie von Berlin). Eine Strecke, die zur Zeit nicht befahren wird und wo es immer wieder Forderungen gibt, auf ihr wieder Zugverkehr stattfinden zu lassen. Das Problem: Wenn man einmal diese zur Zeit nicht befahrene Strecke zum Radweg macht, ist die Strecke für zukünftige Bahnnutzung verloren. Stammbahn-Befürworter argumentieren, daß die Stadt wächst und es durchaus einen Bedarf gibt, hier Regionalverkehr stattfinden zu lassen, der deutlich schneller wäre als die nebenan fahrende S1, die an jeder Milchkanne hält. Fazit: Zumindest in Berlin konkurrieren zwei ökologischere Verkehrsmittel gegeneinander, obwohl die eigentliche Konkurrenz Auto heißt.
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