Oldenburger Taxigewerbe vor dem Umbruch?

Aktuelle Themen, die das Oldenburger Taxigewerbe bewegen

Oldenburger Mietwagen sollen zu Taxen werden, das finde ich

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44%
nicht gut
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56%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 16

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jr
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Beitrag von jr »

Mal ne blöde Frage: Ist das "Gutachten" eigentlich schon veröffentlicht ?
Es sollte im Anschluß an die Verkehrsausschußsitzung im Internet veröffentlicht werden, so die Stadt vor der Sitzung. Es sollte veröffentlicht werden, wenn fertig, so die Stadt in der Sitzung. Vielleicht ist es ja noch nicht fertig im Sinn der Stadt.
Den guten Willen sehe ich hier nicht. Den Waffenplatz nehmen sie uns weg und der HBF ist ja wohl eher die Karikatur eines Taxistandes.
Sofern unsere flexible Nutzung nicht in Tickets mündet, läßt sich mit dem Taxistand am Bahnhof wohl leben. Der Waffenplatz ist ungleich komplizierter. Unsere örtlichen Lobbyisten sollten sich beeilen, die nötigen Netze zu knüpfen, sonst sehe ich eine eingeschränkte Wirkung.
Hast du da Hoffnung ?
Die stirbt ja bekanntlich zuletzt.
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Vielleicht ist es ja noch nicht fertig im Sinn der Stadt.
http://de.wiktionary.org/wiki/wes_Brot_ ... d_ich_sing
etwa in dem Sinne ?
".. ich habe eine mißgebildete Bürgerpflichtsdrüse und eine angeborene Schwäche am moralischen Rückgrat, und bin deshalb von der Rettung von Universen freigestellt." F.Prefect
"ich bin lieber jeden Tag glücklich, als im Recht"Slartibartfaß
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jr
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Beitrag von jr »

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Otto
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Beitrag von Otto »

Da steht ja gar nichts über Oldenburg drin...
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jr
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Beitrag von jr »

Du meinst: Nicht über das Oldenburg, das du kennst?
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jr
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Beitrag von jr »

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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Starker Tobak
"Der Anteil der nicht erklärten Umsatzerlöse im Taxen- und Mietwagengewerbe ist ..... auf etwa 30 - 40 % der erklärten Umsätze zu veranschlagen. ...... Die nicht gemeldeten Lohnsummen dürften sich danach - ebenfalls vorsichtig geschätzt - in einer Größenordnung von jährlich zwischen 800 Mio und 1,5 Mrd DM bewegen"
Das sollen Zahlen von 2001 sein, die aber noch heute gelten.

Wenn man jetzt denAnteil von "Gefälligkeitsgutachten" auf - vorsichtig - 25 % schätzt, dann ............
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jr
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Beitrag von jr »

Die Zahlen sind alt, finden aber immer noch regelmäßig nach Zollaktionen ihre Bestätigung.

Die Stadtverwaltung bewegt sich: http://www.derinnenspiegel.de/taxinews/ ... anders.php

Wollen wir hoffen, daß sie jetzt auch noch erkennt, daß Freiheit und Verantwortung zusammengehören.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Gleichzeitig verstehen es aber auch die professionell arbeitenden Mehrwagenbetriebe offenbar nicht, ihre an Vergleichsstädten gemessenen überdurchschnittlich hohen Einnahmen in Gewinne umzusetzen.
(...)
Und weil das Gewerbe insgesamt keine Gewinne abwirft, lassen wir noch ein paar Taxen zu - tolle Logik.
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jr
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Beitrag von jr »

Vielleicht sollte man darüber nachdenken, warum es keine Gewinne sondern Verluste gibt. Am Umsatz liegt es wie gesagt nicht. Das Gutachten spricht von strukturellen Problemen und führt die leider nicht konkret aus. Ein Blick auf die aus dem bundesweiten Rahmen fallende Kilometerbesetzung oder die immens hohen Kosten hilft weiter. Es gibt eine Menge Fahrer, die das seit vielen Jahren kritisiert haben. Die Unternehmer wollten diese Bedenken nicht hören und polterten manchmal geradezu gegen die Kritiker. Es wird Zeit, dazuzulernen und zwar sehr schnell. Denn ewig werden die Miesen nicht weggedrückt werden können.

Warum kommt dein sonst so lohnfixierter Ansatz hier nicht zum Tragen? Sind es nicht (auch) die Lohnkosten, von denen die Oldenburger Unternehmer den immensen Aufwand abzwacken, um sich ihre zersplitterte und damit ineffiziente Zentralenlandschaft weiter leisten zu können?
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Otto
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Beitrag von Otto »

Nun, es sind u.a. auch die teils unmöglichen Fahrzeuge deines Arbeitgebers, die für diese "zersplitterte und damit ineffiziente Zentralenlandschaft" verantwortlich sind.

Aber dein Einwand hebelt mein Argument nicht aus, die Umsätze sind wegen zu vieler Mietwagen, die permanent gegen Gesetze verstoßen, zu gering.
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Karteileiche
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Beitrag von Karteileiche »

mit anderen worten: illegale bereitstellung?

wenn jetzt alle miewtagen eine gelbe rundumleuchte aufs dach gepappt bekommen, dann ist das nicht mehr nötig, denn sie fahren "eure" laufkundschaft dann ja ganz legal weg.

also jacke wie hose.
Dieser Beitrag wurde 666 mal editiert, zum letzten Mal von Gott: Morgen, 23:06.

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Otto
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Beitrag von Otto »

Klar, wir heben Gesetzesverstöße dadurch auf, indem wir das Gesetz abschaffen - ich will sofort 'ne Kalaschnikow.
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yogi
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Beitrag von yogi »

Otto hat geschrieben:Klar, wir heben Gesetzesverstöße dadurch auf, indem wir das Gesetz abschaffen -
...das Gesetz bleibt so wie ich es verstehe unangetastet, nur findet es kaum noch Anwendung in Bezug auf hier Mietwagen, weil es eben kaum noch welche geben wird.
Im BGB wimmelt es von solch toter Materie.
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jr
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Beitrag von jr »

Otto hat geschrieben:Aber dein Einwand hebelt mein Argument nicht aus, die Umsätze sind wegen zu vieler Mietwagen, die permanent gegen Gesetze verstoßen, zu gering.
Die Umsätze sind wie gesagt nicht das Problem. Lies das Gutachten nochmal genau durch.

Und wieso sollten die Autos für Zersplitterung verantwortlich sein (die der Semiprofessionellen sind übrigens noch älter)? Ist es nicht eher der Eigensinn der Unternehmer? Es sind ja nicht wenige Versuche in den letzten Jahrzehnten gescheitert, diesen strukturellen Defiziten abzuhelfen. Alle erfolglos.

Das erinnert mich an die Zeit, wo der Luftibus entstand. Damals fragte ich ein paar Fahrer, ob sie sich vorstellen könnten, daß das Taxigewerbe sowas auf die Beine stellen könnte. Antwort: Ich gebe doch meine Fahrten nach Bremen nicht auf. Folge: Jemand anders übernahm den Job und am Ende brauchte keiner mehr seine Fahrten mehr aufgeben, weil keine mehr übrig blieben.

Das Oldenburger Taxigewerbe leistet sich den unglaublichen Luxus, unter der Woche nachts mehrere Zentralen arbeiten zu lassen, die nur ein oder zwei Handvoll Fahrten vermitteln. Schonmal ausgerechnet, wieviel eine vermittelte Fahrt kostet? Und dann regen sich einige über das neue myTaxi-Kostenmodell auf? Lächerlich. Jede Zentrale muß in den flauen Zeiten Fahrzeuge vorhalten, die nicht annähernd ausgelastet sind. Und ständig fahren Taxen kreuz und quer aneinander vorbei, weil jeder für sich arbeitet. Was meinst du, von welchem Geld dieser wirtschaftliche Unfug bezahlt wird? Sind das nicht auch die Löhne der Fahrer? Und da sind wir offenbar an einem Punkt angelangt, wo es nicht weitergeht. So erkläre ich mir jedenfalls das schnell zunehmende Defizit der plausiblen (!) MWUs und Mietwagenunternehmen im Gutachten.

Wer den Fahrern für seinen Eigensinn noch mehr abknipsen will, muß damit rechnen, daß die Autos irgendwann eben stehen. Das wirtschaftliche Umfeld erlaubt es nicht, weniger zu zahlen. Sonst wandern die Fahrer trotz durchaus attraktiver Arbeitsbedingungen in Jobs ab, die normal bezahlt werden. Daß es immer schwieriger wird, an Aushilfsfahrer heranzukommen, spricht hier schon eine recht deutliche Sprache. Höhere Tarife allein sind keine Lösung für diese Probleme, wenn sie weiterhin in erster Linie dazu dienen, den fatalen Eigensinn er letzten Jahrzehnte weiter ausleben zu können.
Karteileiche hat geschrieben:mit anderen worten: illegale bereitstellung?
Klar, eine angemessene behördliche Aufsicht könnte da abhelfen. Nur was nützt das Stopfen dieses Loches, wenn das Geld weiter durch andere Löcher rieselt, die wir nicht zu stopfen gedenken? Keine Frage: Ich kann die bisherige Linie der Stadtverwaltung nicht so richtig nachvollziehen, zu Freiheit gehört eben auch Verantwortung. Und die vermisse ich. Aber ich habe Verständnis dafür, daß sie die "versteinerten Zustände" (so der Gutachter) nicht weiter fördern will und sich deshalb auf Konfrontationskurs zu den Alteingessenen begibt.
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jr
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Beitrag von jr »

yogi hat geschrieben:Im BGB wimmelt es von solch toter Materie.
Im BGB oder im PBefG?
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yogi
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Beitrag von yogi »

...ich weiß es sicher beim BGB, beim PBefG bin ich mir nicht sicher, vermute es aber...ich bin von 86-88 mal 2 Jahre Mietwagen in MG gefahren, da gab es diese Diskussion schon - " alle Warel en' Brikett up dat Daach un' wörr hätte kinne Probleme mie' " ; O - Ton mein damaliger Chef...
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Beitrag von Otto »

jr hat geschrieben:
Otto hat geschrieben:Aber dein Einwand hebelt mein Argument nicht aus, die Umsätze sind wegen zu vieler Mietwagen, die permanent gegen Gesetze verstoßen, zu gering.
Die Umsätze sind wie gesagt nicht das Problem. Lies das Gutachten nochmal genau durch.
Die Umsätze sind das einzige Problem und ein Gefälligkeitsgutachten für die Fa. Hatscher interessiert mich eigentlich nicht, wenn da nur ein solcher Unsinn wie auf der Hatscher Webseite steht.
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Beitrag von jr »

Du brauchst die Schlußfolgerungen des Gutachters ja nicht teilen (so wie ich auch) und kannst die Zahlen selbst interpretieren. Ich habe sie mir mittlerweile gut angeschaut und kann sie mit den örtlichen Gegebenheiten in Einklang bringen. Das paßt schon, und es ist kein Wunder, daß du zu einigen Zahlen kein Äquivalent in anderen Gutachten findest. Die Übermorgenstadt Oldenburg ist schon ein besonderes Fleckchen.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Taxifahrer erwarten harte Zeiten
(...)
Die Oldenburger Taxi-Unternehmen haben bei Weitem nicht ihren gesamten Fuhrpark tagtäglich im Einsatz, denn das gibt zum einen der Fahrgastmarkt gar nicht nicht her. Und es fehlen zudem an allen Stellen die entsprechenden Fahrer dafür.
(...)

http://www.nwzonline.de/oldenburg/wirts ... 46886.html
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