Otto hat geschrieben:
Es gibt eine Mehrheit von Menschen, die wollen, dass der Kapitalismus gewissen Regeln unterworfen ist und nicht tun und lassen darf, was er will. Die Sozialdemokratie muss sich nur ein kleines bisschen auf ihre Wurzeln besinnen.
Das ist genau das , was Lafontaine mal sehr gut in Worte gefasst hat , es gehe nicht nur darum , in der Politik in der ersten Reihe zu sitzen (speziell auch auf seine Person gemünzt ), sondern darum , die " Politiker " wieder dazu zu bringen , sich auf die Wurzeln zu besinnen .
12 % für die Linke blieb höchstens ein Wunschtraum. Relativ gesehen haben die Grünen am meisten verloren. Wenn man bedenkt, welch ein Austausch auf Basis der Prognosen in letzter Minute noch zwischen Grün und Links stattfand, dann dürfte klar sein, wer sich vor Links hüten sollte. Immerhin: Hier haben wir relativ klare Verhältnisse.
Wie kann man nur an so einen Scheiß wie Tipprunden denken, wenn solche Entscheidungen anstehen. Ich glaube, diese Tipprunden sind allgemein nichts für mich.
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht." "Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
Die SPD öffnet sich weiter für eine Zusammenarbeit mit der Linken: Vorstandsmitglied Hermann Scheer bestätigte, dass sich die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti notfalls mit den Stimmen der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lassen will. "Das wäre die Ultima ratio, um Roland Koch (CDU) abzuwählen", sagte Scheer der Hannoverschen "Neuen Presse". Scheer, der als Wirtschafts- und Umweltminister in einer Regierung unter Ypsilanti im Gespräch ist, sagte, zunächst wolle Ypsilanti mit den Grünen und der FDP sprechen, um eine stabile Koalition in Hessen hinzubekommen. http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 16,00.html
au weia, das kommt in Düsseldorf nicht gut an!
Aber wenn sich die FDP weigert, Koch zu stürzen, geht es eben nicht anders.
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht." "Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
Ich verstehe auch nicht so recht, warum es in Hessen plötzlich etwas nicht geben soll, was es andernorts ja schon gibt. Allerdings wird es schwer werden, duldungsmäßig zu regieren. Letzten Endes hat da eine der kleinen Parteien immer sehr viel Gewicht. Wir kennen das aus OL, wo dieser Zustand ja auch temporär vorliegt oder -lag. Vielleicht ermöglicht es aber auch, endlich einmal ein wenig sachgerechter zu entscheiden.
Meine Vorliebe für ein Mehrheitswahlrecht, das ich früher mal als zutiefst undemokratisch empfunden habe, ist jedenfalls weiter gewachsen.