Der Präsident, der vom Volk gewollt wurde (?)

Merz und Co - nach dem Wetter Top-Thema im Taxi
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Gauck hat sich gegen den Sozialstaat ausgesprochen:
kann es sein, dass du jetzt extrem vereinfachst?
Die Frage die sich bei Schröder stellte, war doch, wie viel Sozialstaat sich das Land noch leisten kann ? (Jaaaaaaaaaaaaaaa ich weiß, man braucht nur 68% Spitzensteuersatz und ale Armen würden ein Super-Duper-Wohlfühl-Einkommen haben). Und wenn sich Gauck gegen den Sozialstaat ausgesprochen hätte, warum hat das dann keiner (KEINER!!!!!) in der Bundesversammlung bemerkt ? Keiner (nicht mal Die "Linke") hat das vor Gauck´s Wahl angesprochen. Nur Otto, der weiß bescheid.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Natürlich hat es Kritik gegeben, du hast es nur nicht wahrgenommen. Mit mir hat das rein gar nichts zu tun. Er ist schon deshalb nicht mein Präsident, weil ich ihn nicht wählen konnte. Er ist nur ein weiterer Empfänger überzogener staatlicher Transferleistungen, bloß dass ihn keine Arge tyrannisiert.
Bereits im Sommer des Jahres 2004 bezeichnete Joachim Gauck die Bürgerinnen und Bürger, die gegen das Menschenverelendungsgesetzeswerk Hartz-IV demonstrierten, als „töricht und geschichtsvergessen“ - allein deshalb, weil diese Menschen den Begriff der „Montagsdemonstrationen“ wiederaufleben ließen (Quelle: RP-Online vom 09.08.04). Ich meine: so spricht einer, der sich - ohne Mitleid den Arbeitslosen gegenüber - als Gefangener der eigenen Lebensgeschichte erweist.
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenue ... 900335.php
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jr
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Beitrag von jr »

Was will er denn noch alles streichen?
Hast du dir schon mal die Zeitreihen der Haushaltsposten angeschaut?
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Aber sicher habe ich die Kritik wahrgenommen. Wenn aber der Gauck so ein brutaler, menschenverachtender Typ ist, dem das Schicksal der Arbeitsosen und der Armen in diesem Lande so egal ist, warum haben ihn dann SPD, Grüne und die CDU zur Wahl vorgeschlagen. Nach deiner Definition hätte er nur der Kandidat der FDP sein dürfen. Wo sind die Proteste gegen Gauck ? Warum organisiert keiner der Betroffenen eine Montags-, oder Dienstags-, oder Wie-Auch-Immer-Demo ? Ich glaube, dein Problem ist schlicht und ergreifend, das Gauck Geld für seinen Job bekommt.
Er ist nur ein weiterer Empfänger überzogener staatlicher Transferleistungen
Wenn es nach dir ginge, hätten wir ja keine Politiker. Zumindest keine, die Geld vom Staat bekommen. Oder spricht da ein ganz kleines bißchen Neid aus dir ?
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Otto
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Beitrag von Otto »

Nein, nur Solidarität, denn ich bekomme keine staatlichen Transferleistungen und muss mir nicht von irgend so einem Arge-Schnüffler in den Kühlschrank gucken lassen.

Und Gauck ist kein Politiker, schon vergessen?

Deine Ungenauigkeiten sind wirklich unter aller Sau, Dirk, dazu noch diese dummen Unterstellungen.

Zwei Posts vorher behauptest du, es habe keine Kritik gegen Gauck gegeben, ich zeige dir Kritik gegen Gauck, dann ruderst du zurück und behauptest mit einem Mal, dass du die Kriktik sehr wohl "wahrgenommen" hättest...was ist nun deine "Wahrheit" - oder ist deine "Wahrheit" immer die "Wahrheit", die dir gerade ins Konzept passt?
Französische Regierung kürzt ihre Gehälter, die deutsche erhöht sie
Der Sozialist Hollande setzt mit der 30prozentigen Kürzung ebenso ein Zeichen wie die konservative Kanzlerin mit der 5,7prozentigen Erhöhung

http://www.heise.de/tp/blogs/8/152023
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Hoppla. Ich habe die Kritik der sogenannten "Linken" an Gauck mitbekommen, aber von den anderen Parteien kam ja wohl nichts. Wer war denn noch mit Kritik an der Öffentlichkeit ?
Wo waren denn die Kritiker als Gauck nominiert wurde ? Kein Aufschrei ging durch die Republik. Wenn er aber so ein kalter Mensch ist, warum schweigt ihr Betroffenen dann so vehement ?
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Otto
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Beitrag von Otto »

Es hat Kritik gegeben, es wird weiter Kritik geben.

Wer schweigt denn? Wir sind nur nicht gefragt worden, denn der Bundespräsident wird nicht vom Volk gewählt. Wäre das anders, hätte es vielleicht auch Gegenkandidaten gegeben. So aber wollte die politische Klasse nur so schnell wie möglich raus aus dem Wulff-Debakel, weil ansonsten womöglich noch zuviel öffentliches Interesse an der eigenen "Wulfferei" hätte entstehen können.

Du machst einen Gauck-Thread auf, ich antworte damit, dass ein Präsident aus dem Osten Zeit wurde - keinerlei politische Wertung meinerseits, weil ich Gauck nicht als unbedingt wichtige Person ansehe.

Das "höchste Amt im Staate" ist doch ein Schacherobjekt geworden, mit dem andere Loser sich nur profilieren wollen. Die letzten zwei Präsidenten "wurden" zurückgetreten, der eine, weil er politisch nicht opportune Dinge gesagt hatte, der andere, weil er vor seinem Amtsantritt seine Gier nicht zügeln konnte. Rein persönlich hatte ich gar nichts gegen den Horst Köhler, wohl aber gegen den Wulff.

Du erweiterst die Diskussion auf Gaucks ahistorischen Vergleich, ich erkläre dir, warum Gauck in dieser Frage nicht maßgeblich sein kann, weil er persönlich betroffen und seine Wahrnehmung einseitig ist.

Daraufhin sehe ich beim gelegentlichen Lesen in den "Nachdenkseiten" (die mir persönlich manchmal ein wenig zu Linkspartei-freundlich sind) etwas zu Gaucks Aussagen hinsichtlich Sozialstaat - was mir persönlich bis dato nicht so bewusst gewesen war. Hätte es eine Wahl gegeben, ich hätte ihn dann nicht gewählt, weil er zu einer Zeit, als der Sozialneid von Oben gerade Konjunktur hatte, in den Chor der Arbeitslosenbeschimpfer eingestimmt hatte.

Aber auch das lege ich, wie seine historischen Ansichten, nicht auf die Goldwaage. Ein Präsident aus dem Osten, das ist ok und muss reichen. Sagen sollte er möglichst wenig, vielleicht die eine oder andere Brücke einweihen oder einen Kindergarten eröffnen - das ist sicherlich die 200.000 Euro Ruhegehalt (neben seinen sonstigen Bezügen), die er nach seiner Amtszeit kriegt, wert.

Ach Gott, diese Verantwortung für Deutschland, die mich nachts nicht ruhig schlafen lässt...was soll nur aus meiner Pension werden, wenn diese unverschämten Sozialschmarotzer die Kassen leer fressen...
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

"Wer schweigt denn? Wir sind nur nicht gefragt worden, denn der Bundespräsident wird nicht vom Volk gewählt. Wäre das anders, hätte es vielleicht auch Gegenkandidaten gegeben. So aber wollte die politische Klasse nur so schnell wie möglich raus aus dem Wulff-Debakel, weil ansonsten womöglich noch zuviel öffentliches Interesse an der eigenen "Wulfferei" hätte entstehen können."


Warum werden dann die Parteien, die Gauck unterstützt haben nicht bei den folgenden Wahlen "abgestraft" ??
Warum hat die einzige Partei in der Bundesversammlung (die NPD ist für mich keine Partei) die gegen Gauck war, bei den letzten Landtagswahlen so dermaßen verloren ?
Ich habe auch diese Diskussion nicht um einen (wie du meinst ) ahistorischen Vergleich erweitert, sondern ihn damit aufgemacht, dass Gauck die beiden totalitären Systheme Faschismus und Kommunismus gleichsetzt, weil er sie für menschenverachtend hält. Dass das einigen nicht gefallen würde war klar. Aber es ist etwas anderes in einem solchen Staat zu leben, oder aus der Distanz über die theoretischen Möglichkeiten einer kommunistischen Weltordnung zu labern.
Dann behauptest du, dass mit der Gleichsetztung von Faschismus und Kommunismus die Leugnung des Holocausts begänne. Was natürlich völliger Blödsinn ist.
Außerdem geht es nicht darum, ob der Präsi aus dem Osten kommt. War eigentich schon mal ein Schleswig Holsteiner Präsident ? Sind die denn nach der Logik nicht erst mal dran ? Also, darum kann es nicht gehen.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:Dann behauptest du, dass mit der Gleichsetztung von Faschismus und Kommunismus die Leugnung des Holocausts begänne. Was natürlich völliger Blödsinn ist.
Was natürlich kein Blödsinn ist, und so langsam sollte hier auch mit der Verharmlosung der Naziherrschaft Schluss sein.

Wer Faschismus und Kommunismus gleichsetzt, verharmlost die tatsächliche Naziherrschaft von 1933-1945. Egal, welcher politische Trottel das macht oder versucht.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Gaucks gefährliche Distanzierung von der Kanzlerin
Bundespräsident Joachim Gauck ist in Israel von der Haltung Angela Merkels abgerückt, wonach die Sicherheit des jüdischen Staates zur deutschen Staatsräson gehöre. Ausgerechnet jetzt! Von Alan Posener
(...)

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... lerin.html
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jr
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Beitrag von jr »

Ich glaube, der Präsident macht sich mit seinen Worten beliebter als der Kommentator mit seinen. Die Botschaft ist nicht Relevanz sondern Eigenständigkeit.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Gaucks Kriegsäußerung empört Linke
(...)
Gauck hatte am Mittag beim Besuch der Führungsakademie der Bundeswehr gesagt, "dass es wieder deutsche Gefallene gibt, ist für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen". Er rief die Deutschen zu größerer Offenheit für Auslandseinsätze der Bundeswehr auf und bemängelte zugleich eine gewisse Ignoranz der Bürger gegenüber den Streitkräften. Der Präsident sprach in Hamburg auch davon, dass Gewalt "notwendig und sinnvoll sein kann, um ihrerseits Gewalt zu überwinden oder zu unterbinden".
(...)

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 38469.html
Die alten Männer schicken die jungen Männer zum Sterben in den Krieg, Herr Gauck hat wirklich nichts begriffen, ein ganz schlimmer ignoranter Mensch, der sich auch noch "Christ" schimpft - pfui Teufel.
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Wie willst du den Konflikt in Syrien lösen ? Mit Sanktionen und Konferenzen ? Oder sollen wieder mal "die Anderen" da rein ? Sorry, wer in diesen Zeiten Soldat wird, der weiß was er tut. Es wird keiner gezwungen. Und Gauck hat recht mit dem was er sagt. Klar, wir können die Truppe ganz abschaffen. Hurra. Und dann ?
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Otto
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Beitrag von Otto »

So wie den "Konflikt" in Afghanistan und im Irak?

"glücksüchtige Gesellschaft" - so ein selten...na ja, man darf ja nichts sagen, ist ja der Bundespräser, den man beleidigt, aber ihm vor die Füße kotzen würde ich schon, wenn ich ihn vis-a-vis hätte.

So ein dummes, bescheuertes Gelaber wie von dem Vogel habe ich lange nicht mehr gelesen.
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jr
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Beitrag von jr »

Klar, wir können die Truppe ganz abschaffen.
Das passiert ja von allein, wenn sich keiner mehr anmeldet. Bisher scheint es aber genug Interessenten zu geben.
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Stimmt, Otto, man hätte die Taliban totlabern sollen. Was die von ihrem eigenen Volk gehalten haben hat man ja gesehen. Und ich finde auch, dass man mit dem Assad ganz in Ruhe reden muss. Der versteht das dann schon, dass seine Leute ihn jetzt nicht mehr ganz so toll finden. Aber Militär ?? Hilfe, bitte nicht ! Das macht uns dann schon ein Stück weit betroffen. Außerdem : Hat Gauck nicht recht, wenn er von einer "glückssüchtigen Gesellschaft" spricht ?
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Otto
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:Stimmt, Otto, man hätte die Taliban totlabern sollen. Was die von ihrem eigenen Volk gehalten haben hat man ja gesehen.
Und was hat's gebracht?

Ein ebenso fundamentalistisches Afghanistan wie unter den Taliban, ganz in der Hand des mafiösen Clans der Herrscherfamilie. Sobald die internationalen Truppen abziehen, fällt das künstliche Gebilde in sich selbst zusammen und es gibt Bürgerkrieg.
Dirk hat geschrieben: Und ich finde auch, dass man mit dem Assad ganz in Ruhe reden muss. Der versteht das dann schon, dass seine Leute ihn jetzt nicht mehr ganz so toll finden. Aber Militär ?? Hilfe, bitte nicht ! Das macht uns dann schon ein Stück weit betroffen.
Das wird man wohl müssen, denn gegen die Russen und Chinesen geht da gar nichts.

Betroffen macht mich das nicht, ich will nur nicht für den Scheiß mit meinen Steuergeldern bezahlen, das ist alles. Sämtliche Waffen, die der Westen in den vergangenen Jahrzehnten an sogenannte "Freiheitskämpfer" geliefert hat, haben sich in der Folge gegen den Western selbst gerichtet. Ansonsten findet in der arabischen Welt gerade eine Neuorientierung in Richtung Moderne oder hin zum Kalifat statt, aber niemand kann zum derzeitigen Zeitpunkt sagen, wie die Sache ausgehen wird. Die amerikanischen Drohnen könnten noch eine Menge zu tun bekommen.
Dirk hat geschrieben: Außerdem : Hat Gauck nicht recht, wenn er von einer "glückssüchtigen Gesellschaft" spricht ?
Das Streben nach Glück (The Pursuit of Happiness) ist eines der grundlegenden Freiheitsrechte des Menschen, niedergelegt in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Vielleicht sollte sich Herr Gauck mal überlegen, wo er lebt.

Hey, wenn ich nicht mehr nach Glück streben dürfte und nur noch nach meiner Funktionalität und nach meinem Wert als Subjekt für die Wirtschaft beurteilt würde, würde ich aber ganz schön auf die Barrikaden gehen.

Andere Sache, was soll Gaucks Äußerung denn praktisch bedeuten? Und für wen? Der Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Wehrpflicht, die Rolle rückwärts wie beim Atom? Glaubt er wirklich, er kriegt noch einmal eine politische Mehrheit für die Wiedereinführung der Wehrpflicht zustande? Und wie will er sonst die Glückssüchtigen dazu bewegen, Leben und Gesundheit für die Interessen der Großkonzerne hinzuhalten?

Denn Herr Gauck wird es nicht sein, der das G-3 in die Hand nimmt und unsere Freiheit am Hindukush verteidigt. Das sollen dann andere Leute für ihn tun. Wie das gehen soll, sagt er aber nicht. Das ist meine Kritik.
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Beitrag von Otto »

Lesung im Bundestag abgebrochen: Keine Abgeordneten, kein Betreuungsgeld

Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau hat die Bundestagssitzung, in der über das umstrittene Betreuungsgeld beraten werden sollte, abgebrochen. Nach Angaben des Bundestags konnte die Beschlussfähigkeit des Parlaments nicht festgestellt werden, weil nicht genügend Abgeordnete anwesend waren.
(...)

http://www.tagesschau.de/inland/betreuungsgeld214.html
Da fragt man sich doch, wo diese "Glückssüchtigen" wohl alle gewesen sind?
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Beitrag von Dirk »

Es ist ein Unterschied Zwischen dem "Streben nach Glück" und "Glückssucht". Das Streben hat auch immer was mit Arbeit zu tun. Die Sucht hingegen nicht.
Afghanistan ist nun wieder ein ganz heikles Thema, dass den Rahmen mit Sicherheit sprengt. Es bagann ja nicht mit den Taliban. Es begann auch nicht mit der "Bruderhilfe" der Sowjets nach der "sozialistischen Revolution" in Afghanistan. OK, vor dem Einmarsch der Sowjets hat sich kein Mensch für das Land interessiert, und nach dem Abzug der Roten Armee ja auch nicht so richtig.
denn gegen die Russen und Chinesen geht da gar nichts
gut, dann muss man mit denen reden, nicht mit Assad, der versteht scheinbar nur eine Sprache.
Der Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Wehrpflicht
völliger Blödsinn. Wo hat er denn das gesagt ? aber ein bisschen mehr Respekt kann diese Gesellschaft den Soldaten ruhig entgegenbringen.
Und Gauck´s Äußerrungen als "Kriegspropaganda" zu bezeichnen, finde ich schon ziemlich heftig.
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Beitrag von Dirk »

der das G-3
Gibt´s das noch ?
unsere Freiheit am Hindukush verteidigt.
Ein toller Satz von Struck.
Was, wenn die freundlichen, friedliebenden Talibs wieder in Kabul sitzen und ein paar ihrer besten Schüler wieder unterwegs sind im Luftraum oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Eingreifen dürfen wir in Afghanistan nicht mehr, also müssen wir uns hier so gut es geht schützen. Das heißt mehr Kontrollen an Flughäfen und Bahnhöfen. Das ist ein Verlust von Freiheit. Und deshalb hatte Struck recht und deshalb hat Gauck recht. Punkt!
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