Manches ist wohl einfach Ansichtssache: so sehe ich zwar ein, dass das Auftauen des Permafrostbodens eine Katastrophe ist, für Menschen deren Häuser dort nun versinken. Aber für eine globale, erdgeschichtlich relevante Katastrophe halte ich das nicht- zum Ende jeder Eiszeit ist was aufgetaut. Waren das immer Katastrophen??
Aber mal abgesehen von perönlichen Wahrnehmungen und Sichtweisen, mal zu den Halbwahrheiten und Sugestionen:
Warum nimmt man als Nullwert ausgerechnet 1961?
Warum guckt der überhaupt immer nur die letzten 1000 Jahre an?
Sind doch schonmal Fragen, die man sich stellen kann. Und auch sollte, wenn man ernsthaft am Thema interessiert ist.
An einer Stelle folgert er anscheinend aus der Verdreifachung des CO2 Gehaltes eine Verdreifachung der Temperatur.
Er nimmt eine Verdreifachung des CO2 Gehaltesan (in 45 Jahren sind es über 600 ppm- woher auch immer diese Zahl kommen mag)
Zur letzten Eiszeit waren es unter 200.
Nun vergleicht er die Temperatur der letzten Eiszeit mit der jetzigen und beschreibt, was dieser Unterschied in Chikago bedeuten würde.
buch hat geschrieben:Diese 3 cm im Diagramm entsprechen in Chikago dem Unterschied zwischen einem heißen Sommertag und eineinhalb Kilometern Eis über dem Kopf. Man kann sich ausmalen, was ein drei mal so hoher Ausschlag bedeuten würde
Ja, kann man sich ausmalen. Aber wie kommt er darauf?
Übrigens sind alle Diagramme in dem Buch bestenfalls Skizzen.
Bilder von Hurricanes werden gezeigt. Natürlich wird nicht erwähnt, dass nicht jede Naturkatastrophe am Klimawandel liegt.
An einer Stelle wird beschrieben, dass Moskitos sich durch den Klimawandel auch in größeren Höhen ausbreiten als früher. Moskitos übertragen Krankheiten. (So weit, so gut. Oder schlecht)
So nebenbei werden noch andere böse Krankheitserreger gezeigt: Algen, Tsetsefliege, Läuse, Nagetiere, Zecken, Fledermäuse (??), Flöhe, Schnecken. Ohne dass erklärt wird, wo die sich ausbreiten und was sie dort anrichten. Da liegt der Verdacht nahe, dass er dazu nichts schreiben konnte, weil es da gerade nichts zu schreiben gibt.
Die Krönung des Ganzen ist dann die Abbildung vn Mikroskopaufnahmen von Hanta, Marburgvirus, Influenzavirus, Legionärskrankheit...Es wird beschrieben, dass es in den letzten 30 Jahren neue Krankheiten gab und alte wiederkamen. Ein Bezug zum Klimawandel wird nicht direkt hergestellt. Aber es wird eben plakativ nebeneinander gestellt. Wer hier nicht sieht, wie hier gespielt wird, ist wohl blind. Oder doof. Oder beides. Oder sonnt sich einfach im neuen Gutmenschentum. ("ICH fliege nicht." "Die Amis, die Chinesen, die Nachbarn mit dem dicken Auto....irgendwer anders ist schuld. Aber nicht ich...")
Übrigens: das Beteuern, dass man an den Klimawandel glaubt, wird wohl kaum etwas ändern.
Neulich bekam ich eine email, in der es um eine Unterschriftensammlung ging zur "Klimarettung" Von einem, der sein Kind jeden Tag mit dem Auto zur Schule bringt und abholt. Dazu fällt mir echt nicht mehr viel ein. *kopfschüttel*
In manchem gebe ich Gore ja recht: Wir müssen andes mit diesem Planeten umgehen. Gerade deshlab wird mir mulmig, wenn es nur noch um das Klima geht. Denn unser Planet ist bei weitem nicht nur von einem Klimawandel bedroht.
Artensterben, Vermüllung, Brandrodung....Also, mir fallen auch neben dem Klima noch Gründe dagegen ein. Aber die interessieren ja gerade keinen mehr.
Und gleichzeitig mit den Beteuerungen "ja, da muss man aber jetzt mal was tun" werden die Proteste wegen steigender Energiepreise immer lauter. Was für ein verlogener Mist.