Sechs in einem
Buch der Woche: "Der Wolkenatlas"
Von Martin Ebel
Schon eine tolle Mixtur, die David Mitchell da zusammenbraut! Diese Pastiche-Technik ist nun weder Zeichen epigonaler Ermattung eines noch jungen Autors (Mitchell ist Jahrgang 1969) noch postmoderner Beliebigkeit, sondern literarisch konsequent. Mitchell war schon immer einer, der aufs Ganze geht. Auch in seinen beiden vorangehenden Romanen hat er sich nicht mit einem Schauplatz, einer Handlung, einer begrenzten Personengruppe begnügt. Die ganze Welt musste es sein, mindestens. So auch hier: "Der Wolkenatlas" blättert Kontinente auf, aber auch Jahrhunderte. Und formal legt Mitchell die Latte so hoch, dass andere Romanciers schon vom Hinschauen schwindlig würden - und er springt auch noch darüber!
(...)
Auch der avancierte Leser, der gerade dabei ist, Stilimitate zu bewundern und nach Motivzusammenhängen zu suchen, ertappt sich immer wieder dabei, wie hastig er die Seiten umblättert, um zu erfahren, wie es weitergeht. Das oberste Gesetz der zeitgenössischen Erfolgsliteratur, "Du sollst nicht langweilen", wird hier erfüllt, ja übererfüllt. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/buechermarkt/582102/
Tykwer dreht mit den "Matrix"-Machern
Viele Regisseure verderben den Film? Hoffentlich nicht bei Tom Tykwer und den Wachowski-Geschwistern. Der Deutsche und die "Matrix"-Macher verfilmen zusammen den Bestseller "Der Wolkenatlas". In der Hauptrolle: Tom Hanks
(...) http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,756796,00.html
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht." "Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."
Zappen ohne Fernbedienung Rüdiger Suchsland 16.11.2012
Gedankenwolken: Tom Tykwer und die Wachowskis verfilmten den Kultbestseller "Cloud Atlas"
Texte wandern durch die Zeiten. Die Vermessung der Wolken produziert eine wolkige Vermessenheit des Kinos. Gepredigt wird ein weichgespülter Weltuntergang: Sie geht zwar unter die Zivilisation, aber weil alles rückwärts erzählt wird, wandern wir am Ende wieder im zwar ahnungsvollen, aber fortschrittsgläubigen 19. Jahrhundert des Charles Darwin. Das Ergebnis klingt wie "Sucker Punch" wirkt aber eher wie Glühwein - das Kino im Weihnachts-Markt. http://www.heise.de/tp/artikel/37/37971/1.html
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.
"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"
"Mir gefällt Ihr Benehmen nicht." "Macht nichts. Ich verkauf's ja nicht."