Der Präsident, der vom Volk gewollt wurde (?)

Merz und Co - nach dem Wetter Top-Thema im Taxi
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Otto
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:Es ist ein Unterschied Zwischen dem "Streben nach Glück" und "Glückssucht". Das Streben hat auch immer was mit Arbeit zu tun. Die Sucht hingegen nicht.
Die "Arbeit", einen Lottoschein auszufüllen, erledigt sich doch im Handumdrehen.

Was eine angebliche "Glückssucht" mit der Bundeswehr und im Auslandseinsatz gefallenen Soldaten zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.
Dirk hat geschrieben:Afghanistan ist nun wieder ein ganz heikles Thema, dass den Rahmen mit Sicherheit sprengt. Es bagann ja nicht mit den Taliban. Es begann auch nicht mit der "Bruderhilfe" der Sowjets nach der "sozialistischen Revolution" in Afghanistan. OK, vor dem Einmarsch der Sowjets hat sich kein Mensch für das Land interessiert, und nach dem Abzug der Roten Armee ja auch nicht so richtig.
Ganz im Gegenteil, aus Afghanistan kommen die Zinksärge mit den toten Bundeswehrsoldaten. Wie kann das "den Rahmen sprengen"? Das ist der Punkt!
Dirk hat geschrieben:
denn gegen die Russen und Chinesen geht da gar nichts
gut, dann muss man mit denen reden, nicht mit Assad, der versteht scheinbar nur eine Sprache.
Der Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Wehrpflicht
völliger Blödsinn. Wo hat er denn das gesagt ? aber ein bisschen mehr Respekt kann diese Gesellschaft den Soldaten ruhig entgegenbringen.
Und Gauck´s Äußerrungen als "Kriegspropaganda" zu bezeichnen, finde ich schon ziemlich heftig.
Eben, das hat er nicht gesagt, weil er die logischen Folgen seiner Worte nicht bedenkt, die Konsequenz, wenn man das, was er anspricht, mal zuende denkt. Was ist denn, wenn bald nur noch wenige Leute Bock drauf haben, die Knochen hinzuhalten, was ist dann mit der Forderung, man solle seine "Glückssucht" überwinden und sich totschießen lassen? Dann stehen wir vor einer Diskussion über die Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Worin liegt denn der mangelnde Respekt gegenüber Soldaten? Werden die in der Öffentlichkeit bespuckt oder was? Schon als Obergefreiter (also nach dem 7. Dienstmonat) machst du mehr Geld als ein Taxifahrer in Vollzeit nach zwanzig Jahren.

Von "Kriegspropaganda" habe ich z.B. auch gar nicht geredet. Da wäre dann wohl eher der Struck wegen "Kriegspropaganda" zu kritisieren.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:
der das G-3
Gibt´s das noch ?
Weiß der Geier, womit die jetzt Cowboy und Indianer spielen.
Dirk hat geschrieben:
unsere Freiheit am Hindukush verteidigt.
Ein toller Satz von Struck.
Was, wenn die freundlichen, friedliebenden Talibs wieder in Kabul sitzen und ein paar ihrer besten Schüler wieder unterwegs sind im Luftraum oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Eingreifen dürfen wir in Afghanistan nicht mehr, also müssen wir uns hier so gut es geht schützen. Das heißt mehr Kontrollen an Flughäfen und Bahnhöfen. Das ist ein Verlust von Freiheit. Und deshalb hatte Struck recht und deshalb hat Gauck recht. Punkt!
Du beginnst die Geschichte in der Mittel, beim Höhepunkt. So schreibt man aber keine guten Geschichten. Bei einer guten Geschichte beginnt man am Anfang, bei der Einleitung, der Vorgeschichte.

Außerdem, so wie du die Geschichte erzählst, ist die Fälschung leicht zu erkennen. Es waren nicht die Taliban, die das WTC gravitiert haben, sondern Osama bin Ladens Al-Kaida. Die Taliban sind nur deswegen ins Fadenkreuz der USA geraten, weil sie Bin Ladens Ausbildungslager in Afghanistan beherbergten. Ansonsten hat es seinerzeit niemanden hier im Westen interessiert, dass die Taliban Jugendlichen, die vor Hunger ein Stück Brot gestohlen hatten, die Hände abhacken ließen.

Und damit zur Vorgeschichte. Bin Laden war ursprünglich, während der sowjetischen Besetzung Afghanistans, ein Verbündeter der USA, das sollte man nicht vergessen. Er hat die USA 1979 zwei Wochen lang bereist, seine Frau und Kinder waren in der Zeit bei einer Freundin in Indianapolis.

Nach der Niederlage der Sowjets kam es zu einem fast klassischen Renversement des alliances, einer Umkehr der Allianzen.

Plötzlich war für die Einen der gottlose Westen das "Böse" und für die Anderen mutierten die bislang "guten" islamischen Freiheitskämpfer gegen den Kommunismus zu islamistischen Terroristen. Das ist alles nicht einmal sonderlich originell.

Kurtz würde jetzt wohl sagen: "Exterminate all the brutes!"

Oder sind wir wieder beim Boxeraufstand und es heißt "Germans to the front?"

ps und wieso war der Hotte Köhler jetzt zurückgetreten?
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jr
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Beitrag von jr »

Keinen Bock mehr?
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

"Germans to the front?"
Natürlich nicht. Entschuldigung. Wir machen es wie wir es früher immer gemacht haben. Wir lassen die anderen kämpfen und bezahlen dafür. Lass doch den Assad sein Volk abschlachten, kann uns doch egal sein, solange die Flüchtlinge nicht hierher kommen. Taliban haben gerade wieder ein paar ihrer Landsleute abgeschlachtet, weil die gefeiert und getanzt haben. Na da haben die doch selber Schuld, wenn sie sich so "unislamisch" benehmen. Not our job. Piraterie am Horn von Afrika ? Gott sei dank nicht vor Helgoland. Lass das mal die anderen machen, ist schon besser so.
".. ich habe eine mißgebildete Bürgerpflichtsdrüse und eine angeborene Schwäche am moralischen Rückgrat, und bin deshalb von der Rettung von Universen freigestellt." F.Prefect
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Du beginnst die Geschichte in der Mittel, beim Höhepunkt. So schreibt man aber keine guten Geschichten. Bei einer guten Geschichte beginnt man am Anfang, bei der Einleitung, der Vorgeschichte.
und genau deswegen meinte ich, dass Afghanistan den Rahmen sprengt, weil die Problematik dieses Landes ja auch nicht mit dem sowjetischen Überfall beginnt, sonder noch vor die Zeit der britischen Überfälle zurückreicht. Trotzdem darf man dieses Land nicht den Taliban überlassen.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:
"Germans to the front?"
Natürlich nicht. Entschuldigung. Wir machen es wie wir es früher immer gemacht haben. Wir lassen die anderen kämpfen und bezahlen dafür.
Wann bitteschön haben "wir früher die anderen kämpfen lassen und dafür bezahlt?" In welchem Krieg? In Vietnam vielleicht? Oder war der letzte Falklandkrieg der Briten in den 80ern "unser" Krieg? Oder beziehst du dich auf den ersten Krieg von Bush senior gegen Saddam Hussein?

Das war auch nicht unser Krieg, und dass wir dafür bezahlt haben, war eine große Sauerei der Regierung Kohl.
Dirk hat geschrieben:Lass doch den Assad sein Volk abschlachten, kann uns doch egal sein, solange die Flüchtlinge nicht hierher kommen.
Gebt ihnen Waffen und lasst sie unter sich ausfechten. Es geht doch nicht um Freiheit, sondern um das Geschäft.
Dirk hat geschrieben:Taliban haben gerade wieder ein paar ihrer Landsleute abgeschlachtet, weil die gefeiert und getanzt haben. Na da haben die doch selber Schuld, wenn sie sich so "unislamisch" benehmen. Not our job.
"Unser" Job, den dann ja wohl die Amerikaner für uns gemacht haben, war zuerst einmal die Bombardierung Afghanistans, die dann mehr zivile Opfer gefordert hat als der Anschlag auf das World Trade Center.
Dirk hat geschrieben:Piraterie am Horn von Afrika ? Gott sei dank nicht vor Helgoland. Lass das mal die anderen machen, ist schon besser so.
Alles ehemalige Fischer, denen die europäischen und asiatischen Fangflotten die Fischgründe leergefischt haben. Die angebliche "Piraterie" am Horn von Afrika ist Selbstverteidigung, und wen wir vor Gericht stellen, sind Kinder...

Und, was Helgoland angeht: für die Helgoländer war Klaus Störtebeker kein Pirat...
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Beitrag von Otto »

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Beitrag von Otto »

Bundespräsident Gauck verteidigt Neoliberalismus
(...)
Bundespräsident Joachim Gauck hat in einer Festrede den Neoliberalismus verteidigt. Er nannte es "merkwürdig", dass der Begriff so negativ besetzt sei.
(...)

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 43876.html
Mir hingegen ist völlig klar, warum bei mir der Begriff "Gauck" so negativ besetzt ist.
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

http://www.tagesspiegel.de/meinung/rede ... 44576.html

Joachim Gaucks Forderung nach mehr Wettbewerb kommt gerade richtig, meint unser Autor. Denn die große Koalition reguliert zu stark. Und nicht der Neoliberalismus an sich produziert Krisen, sondern eine Politik, die nicht die nötigen Regeln setzt.
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:http://www.tagesspiegel.de/meinung/rede ... 44576.html

sich lieber um mehr Umverteilung kümmert, um Mindestlöhne und neue Vorschriften.
Kenne den Autor nicht, aber er ist ein ***... :evil:
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Kenne den Autor nicht, aber er ist ein ***...
Was für ein faschistisches Argument
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Beitrag von Otto »

Nach der Revolution rollen die Köpfe...
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Nach der Revolution rollen die Köpfe...
egal, was du dir in den Tee rührst : Nimm weniger
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:
Nach der Revolution rollen die Köpfe...
egal, was du dir in den Tee rührst : Nimm weniger
Sieh dich um, meinst du, das geht noch lange gut?
Vielleicht hat es sie immer gegeben, vielleicht ist das ja nur menschlich-allzu menschlich. Unsere Gesellschaft jedenfalls hat sich entschlossen, diese Exzesse zu erlauben und lieber andere Dinge unter Strafe zu stellen: Rauchen, Fett sein und Glühbirnen.
http://www.deutschlandfunk.de/the-wolf- ... _id=274806
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jr
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Beitrag von jr »

Anderer Meinung zu sein, war schon immer gefährlich. Manche schießen dann mit Begriffen, andere mit Härterem.
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Dirk
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Beitrag von Dirk »

Hurra. Dann kommt die Revolution und dann rollen Köpfe. Dann kommt das vom Volk an die Macht geschossene Arbeiter- Soldaten- (ach nee, die nich) und sowieso Volksdemokratische Parlament. Dann wird alles gut, sobald die Konterrevolution dann endgültig besiegt ist. Und alle Menschen Brüder geworden sind. Nachdem dann die abweichlerischen Kräfte im Kollektiv beseitigt sind und jeder, der anderer Meinung ist, im Umerziehungslager sitzt. Dann, ja dann, herrscht die "Freiheit". Oder was manche dafür halten.
Das Freiheit auch Verantwortung sein kann, darauf kommt weder ihr Hobby-Revolutionäre, noch die, wegen derer ihr die "Revolution" machen wollt. Oder meintest du die Revolution von 68 ? Als es die Revoluzzer in den Staatsdienst und die Verbeamtung zog ? Jau, die hat geklappt. Die Schnarchköpfe, die jetzt auf Aktenbergen rollen? Meintest du die ?
Ich glaube, dass es das ist, was Gauck meint, wenn er über den Wert der Freiheit spricht. Man hat auch Verantwortung der Gesellschaft gegnüber. Ja, auch die Banker und wer sonst so am Elend der Welt schuld ist. Auch die Politiker, die den gesetzlichen Rahmen für diese Gesellschaft festlegen.
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:Hurra. Dann kommt die Revolution und dann rollen Köpfe. Dann kommt das vom Volk an die Macht geschossene Arbeiter- Soldaten- (ach nee, die nich) und sowieso Volksdemokratische Parlament. Dann wird alles gut, sobald die Konterrevolution dann endgültig besiegt ist. Und alle Menschen Brüder geworden sind. Nachdem dann die abweichlerischen Kräfte im Kollektiv beseitigt sind und jeder, der anderer Meinung ist, im Umerziehungslager sitzt. Dann, ja dann, herrscht die "Freiheit". Oder was manche dafür halten.
So wie jetzt auch, nennt sich "Arbeitslosigkeit" und "Hartz IV".
Dirk hat geschrieben:Das Freiheit auch Verantwortung sein kann, darauf kommt weder ihr Hobby-Revolutionäre, noch die, wegen derer ihr die "Revolution" machen wollt. Oder meintest du die Revolution von 68 ? Als es die Revoluzzer in den Staatsdienst und die Verbeamtung zog ? Jau, die hat geklappt. Die Schnarchköpfe, die jetzt auf Aktenbergen rollen? Meintest du die ?
Nein, ich meinte die vom Staat Ermordeten.
Dirk hat geschrieben:Ich glaube, dass es das ist, was Gauck meint, wenn er über den Wert der Freiheit spricht. Man hat auch Verantwortung der Gesellschaft gegnüber. Ja, auch die Banker und wer sonst so am Elend der Welt schuld ist. Auch die Politiker, die den gesetzlichen Rahmen für diese Gesellschaft festlegen.
Was Gauck meint, ist doch das Rauchverbot in der Kneipe...oder etwa nicht?

Welche Freiheit? Wessen Freiheit?

Die Freiheit, Andere ungestraft ausbeuten zu dürfen?

Die Freiheit, die Umwelt zu vergiften?

Die Freiheit, das Leben Andersdenkender oder alternativ Lebender zu zerstören?
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Beitrag von Dirk »

oder aber deine Freiheit, das alles äußern zu dürfen, ohne dafür gleich Besuch von der Staatsmacht zu bekommen. Und vor allem : Die Freiheit selbst mal den Arsch hochzukriegen und was dagegen zu tun. Du zitierst doch so gerne den Kästner. Was hältst du denn von :"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" ? Obwohl, nee lass mal, is schon gut, man kann ja doch nichts ändern.
Nein, ich meinte die vom Staat Ermordeten.
wen jetzt genau ?
Die Freiheit, das Leben Andersdenkender oder alternativ Lebender zu zerstören?
wie das denn? Abgesehen davon das die, die nach der Revolution ihre Köpfe verlieren, ja auch gewissermaßen ein zerstörtes Leben zu beklagen hätten, so als Andersenkende.
ist doch das Rauchverbot in der Kneipe
(war gestern nacht in vier Kneipen, in allen wurde geraucht. Daraus folgt : Das Rauchverbot gibt es praktisch nicht mehr. Was regst du dich also auf?)
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Beitrag von Otto »

Dirk hat geschrieben:oder aber deine Freiheit, das alles äußern zu dürfen, ohne dafür gleich Besuch von der Staatsmacht zu bekommen. Und vor allem : Die Freiheit selbst mal den Arsch hochzukriegen und was dagegen zu tun. Du zitierst doch so gerne den Kästner. Was hältst du denn von :"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es" ? Obwohl, nee lass mal, is schon gut, man kann ja doch nichts ändern.
Nein, ich meinte die vom Staat Ermordeten.
wen jetzt genau ?
Du weißt schon wen. Diejenigen, deren Namen man nicht mehr im Internet schreiben darf, weil man ansonsten sofort von der Schnüffelsoftware gemeldet wird.
Dirk hat geschrieben:
Die Freiheit, das Leben Andersdenkender oder alternativ Lebender zu zerstören?
wie das denn? Abgesehen davon das die, die nach der Revolution ihre Köpfe verlieren, ja auch gewissermaßen ein zerstörtes Leben zu beklagen hätten, so als Andersenkende.
Haben dir Louis Capet und Marie Antoinette leid getan?
Dirk hat geschrieben:
Die Freiheit, das Leben Andersdenkender oder ist doch das Rauchverbot in der Kneipe
(war gestern nacht in vier Kneipen, in allen wurde geraucht. Daraus folgt : Das Rauchverbot gibt es praktisch nicht mehr. Was regst du dich also auf?)
Aber die Leute kommen nicht wieder.
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Beitrag von Dirk »

Haben dir Louis Capet und Marie Antoinette leid getan?
haben dir die Opfer der Exzesse während der Revolution leid getan ? Als vollständig durchgeknallte "Revolutionäre" aufgrund fadenscheiniger Gründe "Andersdenkende" abgeschlachtet heben ? Nikolaus II. hat mir auch nicht unbedingt leid getan, aber alle die danach in Lagern verschwanden nur weil sie es wagten, eine andere Meinung als die der neuen herrschenden Klasse zu haben.
Das widerliche an diesen Revolutionären ist doch, dass sie sich, kaum an der Macht mit allen Mittel daran festklammern. Sie unterscheiden sich kein bisschen von den absolutistischen Herrschern der Vergangenheit.
Du weißt schon wen.
nein, weiß ich nicht. Wer sind "die vom Staat ermordeten" ? Du sprichst in Rätseln.
Aber die Leute kommen nicht wieder.
Warum nicht ?
".. ich habe eine mißgebildete Bürgerpflichtsdrüse und eine angeborene Schwäche am moralischen Rückgrat, und bin deshalb von der Rettung von Universen freigestellt." F.Prefect
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