Die Milch macht 's nicht allein , die Globalisierung ...

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n.e !
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Die Milch macht 's nicht allein , die Globalisierung ...

Beitrag von n.e ! »

..... die Globalisierung macht' s möglich ....

freenet hat geschrieben: Die Preise für Milchprodukte werden in der kommenden Woche um bis zu 50 Prozent steigen. Darauf weist die Zentrale Marktund Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forstund Ernährungswirtschaft (ZMP) hin, die sich auf die Marktbeobachtung der Branche konzentriert
...... die Globalsierungsfalle für den kleinen Mann ... .... ...

http://www.freenet.de/freenet/finanzen/ ... index.html
Am Samstag kostete
die gute Butter von Aldi noch 0,79 € CENT am heutigen Montag kostete diese gleiche 1,19 € , obgleich die Verträge nicht gestern endeten und die Preiserhöhungen , wie vorgesehen durch das Vertragsende von Dienstag , am Mittwoch wirksam werden sollten !
Das sind zwei Tage zusätzlicher Profit für ALDI , PLUS und all die anderen , die sich noch im laufe des Tages noch anschliessen werden .
Zusätzlich hat man mit der kurzfristigen Bekanntgabe der Preiserhöhung am Samstag verhindert , daß sich die Leute noch vorher mit Milchprodukten , grade mit Butter , eindecken können .
Günstigerweise ist natürlch auch mal wieder Monatsende , ein Schelm , wer Böses dabei denkt .


Denket daran , das die Butter - das Billigprodukt - MILBONA , MILFINA , JA ! , die Eigenmarken mittlerweile jetzt auch knapp 2,40 DM kosten , von den MARKENPRODUKTEN mal ganz zu schweigen !



nicht egal !
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jr
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Beitrag von jr »

Butter war sogar schon mal teurer als heute. (Fleisch war übrigens schon weitaus teurer, aber das ist lange her.)

Die Preiserhöhung exakt am Vertrag festzumachen, ist ohnehin nicht ganz korrekt. Denn die Butter, die jetzt über die Theke geht, enstand noch aus Milch, die vorher geliefert wurde.

Da zunehmend Nahrungsmittel- und Rohstofferzeugung miteinander konkurrieren, wird künftig der Preis vor allem für wenig oder nicht bearbeitete Erzeugnisse sich immer mehr am Rohölpreis orientieren. Die dortigen Preiswellen kommen bisher allerdings erst mit einer Verspätung von zwei oder drei Jahren dort an. Die Anpassung dürfte aber umso schneller erfolgen, wie die Konkurrenz auf dem Feld größer wird.

Daß die Ölpreise nicht schon früher diese Einflüsse hatten, lag schlicht daran, daß kein Markt zustande kam. Die Energie-Erzeugnisse von der Scholle waren ohne Förderung nicht marktfähig.

Wir werden also erleben, daß über kurz oder lang Lebensmittel das erste Mal seit Beginn der Industrialisierung wieder im Ganzen teurer werden. Schuld daran sind nicht die Landwirte oder Aldi. Auch die Globalisierung hat nur damit zu tun, als die zunehmende weltweite Arbeitsteilung den Energieverbrauch steigert.
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761-167
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Beitrag von 761-167 »

Richtig ist, dass die Erzeugerpreise der Milch in Deutschland seit langem wesentlich
zu niedrig liegen - ausgerechnet dort wird aber von den Erhöhungen mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit so gut wie nix ankommen :x

Natürlich sind an den Steigerungen Auswirkungen der Globalisierung schon schuld, aber eben keineswegs allein.
Bei der Lebensmittelproduktion bei uns greift der kreischende Wahnsinn der Brüsseler Subventionierung,
durch die ja angeblich selbst in Brüssel kaum noch irgendwer duchblickt -
und, ganz entscheidend, es greift der faktisch mehr und mehr zentralisierte Handel.
Da nämlich haben wir zwar nicht den "worst case" eines echten Monopols,
stattdessen aber die noch schwerer durchschaubare Lage eines Oligopols einer
Handvoll von untereinander zum Teil auch noch versippten Discountern.
Tatsächlich haben die den grössten Teil ihrer Lieferanten längst durch totale Knebelverträge
im Würgegriff und diktieren seit Jahren Bedingungen und Preise, ja weitgehend sogar,
was an Produkten in welcher Art überhaupt noch angeboten wird und was nicht :x

Dass es da, angesichts von Lebensmittelpreisen die im europaweiten Vergleich in
Deutschland am untersten Ende lagen und wohl immer noch liegen, eines Tages zu massiven
Anhebungen kommen würde - das war für die Eingeweihten dieses Marktes schon lange absehbar... :roll:
Genau da, in der Tasche des Discount-handels, wird der grösste Teil der Preissteigerungen
aller Wahrscheinlichkeit nach landen.
Bleibt höchstens zu hoffen dass es durch die laufenden Lohnrunden dann auch den erforderlichen
Ausgleich gibt.
Im Einzelhandel in Norddeutschland ist es ja gerade heute mit den ersten Streiks (bei OTTO in Hamburg)
losgegangen. Kein Wunder, wenn die Arbeitgeberseite erstmal gar nichts anbieten will.
So, wie sich das langsam entwickelt (siehe auch den Tarifstreit bei der Bahn),
kann das in diesem Jahr noch ein sehr lustiger heisser Herbst werden :wink:
Eddy

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als die Grünen im Haus

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PS : Ich hasse freilaufende Köter und deutsche Juristen !
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n.e !
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Beitrag von n.e ! »

http://de.news.yahoo.com/ap/20070730/tb ... 250da.html
yahoo hat geschrieben:Der Deutsche Bauernverband warnte vor «unangemessener Panikmache». Die Preissteigerungen im Lebensmitteleinzelhandel relativierten sich im Zeitvergleich. So hätten 250 Gramm Butter vor knapp 25 Jahren umgerechnet 1,32 Euro gekostet
Damals vor 25 Jahren ( ANNO 1982 ) hat auch Butter keine 2,60 DM gekostet , dem wiederspreche ich !


n.e !
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jr
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Beitrag von jr »

Überfällig oder überzogen?

Die deutsche Milchindustrie hat ihre für August angekündigten Preiserhöhungen verteidigt.
http://www.markenpost.de/news_Ueberfael ... _8382.html
Damals vor 25 Jahren ( ANNO 1982 ) hat auch Butter keine 2,60 DM gekostet , dem wiederspreche ich !

Ich erinnere mich nicht genau an das Jahr. Aber allein der Interventionspreis der EU lag damals schon bei 1,20 Euro. Der nominale Erzeugerpreis für Milch lag etwa die Hälfte höher als heute, der Butterpreis zwangsläufig ebenfalls (zumindest auf die bisherigen 79 Cent gerechnet). Milch kostete damals im Laden übrigens etwa 1,20 DM, etwas weniger als die heute üblichen 65 bis 70 Cent. Die Spanne für Handel und Verarbeitung war weitaus geringer als heute. Preisbereinigt (real) sind Milchprodukte heute deutlich billiger als damals.

Aber:
"Aus subventionieren Bereichen sind echte Märkte geworden und der Markt ist im Gleichgewicht."
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/629676/

Vielleicht sollte die EU doch wieder die aus den 60ern und 70ern bekannte Fördermaschine anwerfen und Butterberge produzieren lassen?
Deutsche Butter enthält mindestens 82 Prozent Milchfett und höchstens 16 Prozent Wasser. Um ein Kilogramm Butter herzustellen, sind 25 Liter frische Milch bzw. 2,5 Liter Rahm nötig.
http://www.cma.de/content/butter/butter-herstellung.php

Wie gut, daß bei der Herstellung außer Butter auch noch anderes abfällt. Sonst wär sie nämlich wirklich teuer.
Dass es da, angesichts von Lebensmittelpreisen die im europaweiten Vergleich in Deutschland am untersten Ende lagen und wohl immer noch liegen, eines Tages zu massiven Anhebungen kommen würde - das war für die Eingeweihten dieses Marktes schon lange absehbar...
Die aktuellen Preisteigerungen finden sich nicht nur in Deutschland sondern weltweit wieder. Ein Argument habe ich im vorherigen Beitrag noch vergessen: Neben der Konkurrenz durch Energie aus dem Acker, die sich auf die Erzeugungskosten für Milch auswirkt (Flächen fehlen und wirken dadurch preistreibend auf die Vorerzeugnisse wie z.B. Mais), macht sich der zunehmende Bedarf an höherwertigen Lebensmitteln in den rapide wachsenden Wirtschaften der südostasiatischen Länder bemerkbar. Es besteht also sowohl eine sich verstärkende Konkurrenzsituation bei Erzeugung wie auch beim Verbrauch. Wer jetzt meint, die Abschaffung der europäischen Milchqoutenwirtschaft könnte das ändern, irrt vermutlich. Damit würde zwar vorübergehend wohl mehr Milch in den Markt strömen (und dann auch die Erzeugerpreise wieder sinken), der Druck über den Energiesektor hielte aber an.

Daß ein Laden wie Aldi das alles dazu nutzt, den Preis für Butter um die Hälfte anzuheben (als Nicht-Aldi-Einkäufer übernehme ich die Zahl mal ungeprüft), wird durch den Markt wohl schnell wieder korrigiert werden. Bis zum nächsten Preisschub zumindest.
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n.e !
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Beitrag von n.e ! »

jr hat geschrieben: Die aktuellen Preisteigerungen finden sich nicht nur in Deutschland sondern weltweit wieder.
Komisch ,Jr. daß sich sogar die EU gegen diese Preiserhöhungen wendet und sie als vollkommen überflüssig bezeichnet angesichts der Versorgungslage mit Milch und Milchprodukten im kompletten EU Bereich !

n.e !
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jr
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Beitrag von jr »

Die Versorgungslage mit Milch und Milchprodukten im kompletten EU Bereich ist nicht mehr so gut wie bisher, weil auch andere mitessen und -trinken wollen. Wenn die EU die Preiserhöhungen als überflüssig bezeichnet, soll das vielleicht ihre eigene Rolle herunterspielen. Es gab ja mal Zeiten, wo die Versorgung der Bevölkerung hierzulande mit viel Geld gesichert werden sollte. Das hat funktioniert, ein bißchen zu gut sogar. Jetzt ist die bestehende Regelung allerdings ein Hemmschuh.

Ob der Hemmschuh auf lange Sicht vielleicht auch positiv wirken kann, ist eine andere Sache. Die Leute müssen sich eben entscheiden, was sie wollen. Energie vom Acker und gleichzeitig Lebensmittel (also auch Milch), das geht nicht. Die Förderung der alternativen Energien ist allerdings so angelegt, daß man aus dieser Zwickmühle nicht herauskommt. Überall entstehen Biogas-Anlagen auf der Grundlage von zugesagten Abnahmepreisen, erinnert das nicht an das Entstehen der Milchseen und Butterberge? Doch die Zusagen an die Energiebauern können wegen des Vertrauensschutzes nicht einfach von heute auf morgen so revidiert werden, da das Geschäftskonzept nicht mehr aufgeht. Die Schadensersatzzahlungen wären wohl immens.

Immerhin: Viele Bauern tun was für die Lebensmittel-Verbraucher - Sie gehen immer häufiger auf die Straße und machen Front gegen die Energie vom Acker. Sie befürchten, daß auf lange Sicht der Druck auf die Landwirtschaft, den Boden weiter auszureizen, das jetzige Landschaftsbild zerstören könnte. Denn wenn Energiepreise das Maß der Dinge sind, dann Großflächen mit Monokulturen unsere Zukunft.

Dann doch lieber einen höheren Benzinpreis zahlen statt teure Butter? Mag sein.
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