Mindestlohn

... was sich in den anderen Rubriken nicht unterbringen läßt
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Otto
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Beitrag von Otto »

Nein, aber es gibt Leute, die lehnen den Mindestlohn ab, wollen aber Managergehälter in schwindelnden Höhen sehen.

Wenn es ein Gesetz über einen allgemeinen Mindestlohn gibt, wird man sich schon überlegen, wie man die von dir berechnete Lücke auffüllt. Allerdings kann ich deine Zahlen nicht so recht nachvollziehen, und ich glaube dir nicht, dass du bei deinem neuen Verein nur 100€ einfährst.

Auch bei Taxiunternehmern gibt es so'ne und solche...
Verännern mutt sien, sä de Düvel, do streek he sien Steert gröön an.

"In der Lebenswelt gibt es drei Kategorien, das Essbare, das Kopulierbare und das Gefährliche"

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Karteileiche
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Beitrag von Karteileiche »

die meisten unternehmen verfügen allerdings nicht über diese auslastung. vor allem nicht unter der woche nachts.

7,50 wären also voll und ganz utopisch. es gibt nächte, da war ich genau das mit ach und krach ein
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Holgi
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Beitrag von Holgi »

Ich denke man muss die ganze Sache von einer anderen Seite betrachten.
Ersteinmal müssen die blödsinnigen Bestimmungen verschwinden das man ein Betrieb nur im Ganzen veräußern darf.
Es kann doch nicht sein das ein Unternehmer der 20 Konzessionen hat und sie nicht wirtschaftlich betreiben kann nicht fünf Stück davon verkaufen kann.
Wenn diese Verordnung verschwindet können sich die Betriebe auch konsolidieren.
Dann, aber nur dann sind auch Mindeslöhne möglich!!!
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Frank
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Beitrag von Frank »

Ich kenne nicht die Verhältnisse in Oldenburg, aber für 35 Prozent Brutto vom Umsatz würde ich kein Taxi fahren.
Bei uns bekommen schon die Aushilfen 45 Prozent vom Umsatz Netto.

Und wir fest Angestellten Fahrer bekommen nur 45 Prozent vom Umsatz Brutto.

Was ich an den 4 Wochenenden im Monat Brutto einfahre, haben die Aushilfen die auf 400,- Euro Basis fahren Netto verdient, und das liegt deutlich, sehr deutlich über 400,- Euro im Monat.

Die Stadt Bielefeld und die Taxizentralen haben 2006 ein Taxi Gutachten in Auftrag gegeben.
Das Ergebnis des Gutachtens war erschreckend.
Es gibt Mehrwagen Unternehmer die ein Jahresumsatz von 65000,- Euro bis 73200,- Euro angegeben haben. Was durchaus den Jahresumsatz eines Taxis in der Stadt Bielefeld entspricht.
Aber der komplette Schnitt der Mehrwagen Unternehmer liegt bei ca. 45000,- Euro eher drunter.
Und die Taxen der Mehrwagen Unternehmer sind alle zu 90 Prozent im Monat ausgelastet.

Jetzt meine Frage?
Wie kommt der Schnitt von nur 45000,- Euro zustande wenn die Taxen der Mehrwagen Unternehmer zu 90 Prozent in Monat besetzt sind.

P.S.
Ich weis auch was einige 400,- Euro Aushilfen im Monat Dezember bei 23 Arbeitstagen auf der Taxe Verdient haben.
Ihr lest richtig 400,- Euro Aushilfe, 23 Arbeitstage im Monat Dezember.

Wenn die Schwarzarbeit auf dem Taxi eingedämmt würde, hätte sich das Thema Mindestlohn für das Taxi Gewerbe erledigt.
Dann würde jeder Taxifahrer der ordentlich in diesen Gewerbe angemeldet,
deutlich über den Mindestlohn liegen.

Es kann doch nicht angehen das ALG 2 Empfänger unbegrenzt im Monat auf der Taxi sitzen, und nur auf 400,- bis 600,- Euro Basis Angemeldet sind.

Wir die ehrlichen Fahrer werden bestraft, und unterstützen noch mit unseren Steuern die unehrlichen ALG 2 Empfänger.

Das ALG 2 ist für wirklich hilfsbedürftige gedacht, und nicht als Vollzeit Arbeitende Aushilfs Taxifahrer.
driving pingu
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Beitrag von driving pingu »

Otto hat geschrieben:Allerdings kann ich deine Zahlen nicht so recht nachvollziehen,
Welche Zahlen? Einfahrsummen? Na, dann guck halt mal genauer hin
und ich glaube dir nicht, dass du bei deinem neuen Verein nur 100€ einfährst.
Ich habe nirgendwo etwas über meinen "neuen Verein" geschrieben. Ich fahr ja auch nicht Taxi :D

Ob otto die angenommenen 100€ nun glaubt oder nicht ist ja auch schnuppe.
Denn wenn der Fahrer deutlich mehr einfährt, kommt er ja von allein auf den Mindestlohn.

Oder wir rechnen einfach Standzeiten als unbezahlte Pausen
:D Dann kommt auch der schlechteste Fahrer auf den Mindestlohn

Ach ja otto, hier geht es um einen Mindestlohn für Taxifahrer. Und dass es im Taxigewerbe Manager gibt die sich die Taschen vollpacken ist mir neu
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Frank
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Beitrag von Frank »

Frank hat geschrieben:.
Es gibt Mehrwagen Unternehmer die ein Jahresumsatz von 65000,- Euro bis 73200,- Euro angegeben haben. Was durchaus den Jahresumsatz eines Taxis in der Stadt Bielefeld entspricht.
Der Satz sollte normalerweise lauten:

Es gibt Mehrwagen Unternehmer die ein Jahresumsatz pro Taxi von 65000,- Euro bis 73200,- Euro angegeben haben. Was durchaus den Jahresumsatz eines Taxis in der Stadt Bielefeld entspricht.
Frank hat geschrieben: Aber der komplette Schnitt der Mehrwagen Unternehmer liegt bei ca. 45000,- Euro eher drunter.
Und dieser Satz sollte natürlich so lauten:

Aber der komplette Schnitt der Mehrwagen Unternehmer pro Taxi liegt bei ca. 45000,- Euro eher drunter.
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Otto
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Beitrag von Otto »

driving pingu hat geschrieben:Ach ja otto, hier geht es um einen Mindestlohn für Taxifahrer.
Richtig, warum äußerst du dich eigentlich dazu?
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Gerald
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Beitrag von Gerald »

driving pingu hat geschrieben:
@Gerald Und wie müsste die Auslastung aussehen? Wieviel muss ein Fahrer einfahren für 7€ Stundenlohn?
Und wieviele Taxen dürfte es dann z.B. in Oldenburg außerhalb von Stadtfest, Kramermarkt und Silvester noch geben?

Und wen will man rausnehmen? Vielleicht jeden, der ein Problem in der Situation am Julius sieht?
Zu Frage 1: Der Wunschtraum: Jeder Fahrer bekommt zum Schichtbeginn einen fertig ausgefertigten Plan, wann er jeweils wo für eine Tour zu sein hat. Diese Touren sind zeitlich hervorragend disponiert, auch die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen werden eingehalten. Der Fahrer ist sehr gut ausgelastet und beendet seine Schicht nach maximal 10 Stunden mit einem sehr guten Gesamttrinkgeld. PS Auch eine Fahrt nach Emden fährt er freudig erregt zum Stundenlohn.

Utopisch? Naiv? Gerne!

Zu Frage 2: Für einen Stundenlohn von 7 EUR darf der Fahrer unbegrenzt viel einfahren.

Zu Frage 3: Die Taxenanzahl in Oldenburg ist ausreichend und kann so bleiben.

Zu Frage 4: Niemanden.
driving pingu
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Beitrag von driving pingu »

Die Frage war auch nicht, wieviel er einfahren darf. Sondern wieviel er mindestens einfahren muss, damit der Unternehmer 7€ pro Stunde zahlen kann ohne aus irgendeiner anderen Quelle was drauflegen zu müssen.

@otto Warum denn nicht??
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Gerald
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Beitrag von Gerald »

Ach so! :)

Die Frage nach dem "Muss" kann ich dir nicht beantworten. Und ich glaube auch nicht, dass das so sonderlich wichtig ist - zumindest im Taxigewerbe und so wie das in D im Allgemeinen (leider?) organisiert ist und funktioniert.

Es geht darum, den Umsatz pro Schicht zu optimieren. Und dann geht es darum, ob die beiden entscheidenden Personen (Fahrer+Unternehmer), die in diesem Gewerbe übrigens bemerkenswert gleiche Interessen haben: MEHR UMSATZ!, sich darauf einlassen wollen, das in Großstädten weitgehend praktizierte Lohnmodell der Umsatzbeteiligung zu verlassen.

Im Klartext: Wären Taxifahrer bereit, auch in guten Schichten oder bei weiten Fahrten auf die Umsatzbeteiligung zu verzichten und - umgekehrt - ist der Unternehmer bereit, möglicherweise - wenn er nicht für genügend Umsatz gesorgt hat 8) - in "normalen" Schichten einen Mindestlohn zu zahlen.

Noch einmal Klartext: In Oldenburg haben Taxiunternehmer in den letzten Jahren das Prinzip der "Umsatzbeteiligung als Fahrerlohn" zu ihren Gunsten "gedreht". Das ist jetzt keine "Kapitalistenschelte" o.ä. sondern Tatsache.
Zuletzt geändert von Gerald am 30.01.2008, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
Frank
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Beitrag von Frank »

Ein Kollege hat sich letztes Jahr mal die Mühe gemacht, seinen täglichen Umsatz und seine Stundenzahl zu notieren.

Er hatte letztes Jahr einen im Schnitt stündlichen Umsatz von 16,89 Euro.

Bei einer Umsatz Beteiligung von 45 Prozent Brutto, ist das ein Stundenlohn von 7,60 Euro.
driving pingu
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Beitrag von driving pingu »

Das extremste was mir da einfällt ist das Unternehmen, wo es eigentlich Umsatzbeteiligung gibt. Aber bei bestimmten Touren dann doch Stundenlohn.
Aber ich glaube, im Mittel war das mit der Umsatzbeteiligung für mich nicht schlechter als ein (mieser?) Stundenlohn. Aber ich bin ja auch ab und zu mal nachts gefahren, damit konnte ich besonders miese Tagschichten ausgleichen.

Aber du hast schon recht. Die Silvesterschicht macht vermutlich nur noch halb so viel Spaß, wenn es einen festen Stundenlohn gibt. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass für manche Fahrer der "sportliche Ehrgeiz" möglichst viel einfahren zu wollen, bleiben würde. Aber einige würden sich bei einem Stundenlohn ja gar nicht mehr bewegen.
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wolli
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Beitrag von wolli »

dazu ist zu sagen, dass der taxiunternehmer, bei dem ich vor 28 jahren mit dem taxifahren begonnen habe, schon damals einen "mindestlohn" von 6 DM / Std. plus umsatzbeteiligung, wenn man darüber lag, bezahlt hat! :!:

...da mochte man auch ansonsten von ihm denken, was man wollte! :wink:
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n.e !
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Beitrag von n.e ! »

Ich denke , eines der Hauptprobleme bei einem Mindestlohn ist , daß sich viele Kollegen dem " Druck " , der in einem geregelten Einkommen steckt , nicht stellen würden .
Die nahezu sprichwörtliche Freiheit des Taxifahrers , Pausen zu machen , zu fahren , oder auch nicht , würde verloren gehen , denn man müßte ein bestimmtes Soll erfüllen , um sich diesen Mindestlohn zu verdienen .
Man wäre also miteinmal Regeln unterworfen , die viele gerne umgehen .

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driving pingu
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Beitrag von driving pingu »

Stimmt. Zumindest zu einem Teil ist der Taxler der nur aus Umsatzbeteiligung fährt ja auch verantwortlich für seinen Lohn. Und zwar mehr, als das in anderen Jobs der Fall ist.
Wenn ich der gelangweilten, kaugummikauenden Verkäuferin nichts abkaufe, bekommt die ihren Lohn trotzdem. (Es gibt da Fälle, da wünsche ich mir als Kunde auch eine Umsatzbeteiligung bei Verkäufern)

Wie hoch sollte denn der Mindestlohn sein? Kommt nicht einer der gut fährt da jetzt schon hin mit seiner Umsatzbeteiligung?

Würde nicht ein erhöhtes Touraufkommen (woher auch immer) nicht mehr bringen als ein bestimmter Stundenlohn?
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Otto
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Beitrag von Otto »

Was ist hier Ursache, was ist Wirkung?

Wer hat die Strukturen im Gewerbe so geschaffen, wie sie sind? Die Fahrer?
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Beitrag von Gerald »

Übrigens: Ich halte - nach Abwägung vieler Gesichtspunkte - einen Mindestlohn im Taxigewerbe von 6,50 EUR für möglich.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Gerald hat geschrieben:Übrigens: Ich halte - nach Abwägung vieler Gesichtspunkte - einen Mindestlohn im Taxigewerbe von 6,50 EUR für möglich.
Sicher, aber es müsste so manche "liebe Gewohnheit" dafür auf der Strecke bleiben.
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jr
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Beitrag von jr »

Sicher, aber es müsste so manche "liebe Gewohnheit" dafür auf der Strecke bleiben.
Ob das allen klar ist? Und welcher Anteil wollte im Bewußtsein dessen zwangsbekehrt werden?
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Otto
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Beitrag von Otto »

Sicher nicht, aber ein kleines bisschen mehr "Mietwagensystem" würde dem Taxigewerbe sicherlich nicht schaden. Ein Mindestlohn geht natürlich nur, wenn im Gegenzug konstante Abnahme der Touren nach Bedarf der Zentrale gewährleistet ist.

So manches Fehlverhalten würde vielleicht wegfallen. Die von unserem Forums-Elch* so häufig beklagte angebliche "Raserei" der Nachtschicht macht dann keinen Sinn mehr, ebenso die illegale Bereitstellung in der FGZ. Dem Mauern auf die langen Touren könnte man damit auch einen Riegel vorschieben. Auch könnte man denjenigen das Handwerk legen, die bemüht sind, sich jede gute regelmäßige Tour aufs private Handy zu ziehen.

*die schärfsten kritiker der elche
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