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Ulli
Gast





BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 05:20 Antworten mit ZitatNach oben

Immer mehr Ärzte wandern ins Ausland ab


Immer mehr Ärzte wollen im Ausland arbeieten.

Berlin (dpa) - Angesichts schrumpfender Honorartöpfe und langer Arbeitszeiten hält die Abwanderung deutscher Ärzte ins Ausland an. Gleichzeitig stoßen Regierungspläne, die Ärzte-Honorare bei «unwirtschaftlicher» Verordnung von Medikamenten zu mindern, bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) auf Widerstand.

Weil es im Ausland attraktivere Honorierung sowie bessere Arbeitszeiten gebe, geht die KBV davon aus, dass sowohl Krankenhaus- als auch niedergelassene Ärzte vermehrt Deutschland den Rücken kehren werden. Derzeit arbeiten rund 12 200 deutsche Mediziner jenseits der Grenzen, geht aus Unterlagen des Verbandes hervor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen. Vor zwei Jahren lag die Zahl noch bei 11 700, vor vier Jahren bei 10 900. Am beliebtesten sind demnach die USA (2700 Ärzte), gefolgt von Großbritannien (2600) und der Schweiz (1926). Gefragt sind auch die skandinavischen Länder (Schweden: 700, Norwegen: 650).

Der Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums, Klaus Vater, nannte die Abwanderung «in einem zusammenwachsenden Europa völlig normal». Die Zahl der in Deutschland tätigen ausländischen Ärztinnen und Ärzte liege mit fast 14 200 über der Zahl der abgewanderten Ärzte, sagte er am Montag der dpa. «Die Tatsache, dass Ärzte aus Deutschland abwandern, ist kein Hinweis auf dramatische Zustände.» Viele kämen mit wertvollen Erfahrungen nach Deutschland zurück.

Die Pläne der Bundesregierung zur Honorarkürzung sieht die KBV «in krassem Gegensatz» zur Koalitionsvereinbarung von Union und SPD. Dort sei vorgesehen, «die Ärzte bei der Arzneimittelverordnung zu stärken», sagte KBV-Vize Ulrich Weigeldt in einem dpa-Gespräch. Das geplante Sparpaket zur Eindämmung der Medikamentenausgaben sehe aber das Gegenteil vor: Ärzte sollen für Überschreitungen festgelegter Tagestherapiekosten bestraft werden, indem ihnen ein Malus von ihrer Vergütung abgezogen werde. «Diese Maßnahme ist eine Schwächung der Vertragsärzte, nicht eine Stärkung.»

Das von der Koalition auf den parlamentarischen Weg gebrachte Arzneimittel-Sparpaket sieht neben preisdämpfenden Maßnahmen auch vor, dass Ärzte Honorabschläge hinnehmen müssen, wenn sie Richtwerte bei der Verordnung von Medikamenten überschreiten. Dieser so genannte Malus beträgt nach den Vorstellungen der Koalition bis zu 50 Prozent der Überschreitungssumme. Umgekehrt soll einen Bonus erhalten, wer wirtschaftlicher verschreibt als der Durchschnitt. Die Regelung soll 2007 in Kraft treten. Im Januar wollen Ärzte bundesweit gegen die ihrer Ansicht nach immer schlechtere Bezahlung auf die Straße gehen.

Quelle: WZ

Das haben wir alleine Ulla Schmidt zu verdanken !

Lothar Späth hat uns schon vor über 20 Jahren prophezeit, das wir aufgrund immer modernerer Techniken akzeptieren müssen, dass Gesundheit bald nur noch über höhere Beiträge zu finanzieren ist.

Ein Mann mit gesunder Weitsicht... Idee Mit den Augen rollen Winken

Hoffentlich wird Schmidt bald aussortiert, damit wir auch weiterhin krank werden dürfen.

http://www.n-tv.de/616962.html
homer



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BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 09:29 Antworten mit ZitatNach oben

Ulli hat Folgendes geschrieben:
Immer mehr Ärzte wollen im Ausland arbeiten. ....
Im Januar wollen Ärzte bundesweit gegen die ihrer Ansicht nach immer schlechtere Bezahlung auf die Straße gehen. (WZ-Bericht)

Der grössere Teil der Ärzteschaft arbeitet ja gar nicht selbständig in eigener Praxis sondern im Angestelltenverhältnis, meistens im Krankenhaus. Was da an Arbeitsbedingungen und Bezahlung in Deutschland geboten wird ist in der Tat so schlecht daß ein Weggang ins Ausland nur verständlich ist. Alleine schon die durch unbezahlte "Bereitschafts"dienste aufgeblähte Arbeitszeit verstösst fraglos gegen geltendes europäisches und deutsches Arbeitsrecht und stellt die zweifellos auch schon extremen Arbeitszeiten z.B. des Taxengewerbes noch in den Schatten.
Ebenfalls ganz ähnlich wie beim Taxifahrer aber eher noch problematischer vertrauen täglich zahllose Menschen einem vollkommen übermüdeten Mediziner ihr Leben an. Entsprechend unverhältnismässig schlechte Arbeitsbedingungen gelten im übrigen nicht nur für die Ärzte sondern das gesamte medizinische Personal.
Wir hatten in den letzten Wochen im deutschsprachigen Norwegen-Forum eine lange Debatte auch über genau diesen Unterschied zwischen den Bedingungen in Deutschland und denen in Norwegen an der sich eine ganze Reihe von Insidern (Pflegepersonal ebenso wie Ärzte) beteiligt haben. Der Thread beginnt auf der ersten Seite etwas unspektakulär mit einer massiven Beschwerde über die "Legevakt"- das ist sowas ähnliches wie ein ärztlicher Notdienst (24 Stunden) der gewissermassen zwischen dem in Norwegen obligatorischen Hausarzt und dem Krankenhaus angesiedelt ist - der interessantere Teil hinsichtlich der Arbeitsbedingungen kommt etwas später, da muß man sich also etwas hineinlesen :
Pfeil http://forum.norwegen-freunde.com/viewtopic.php?t=7553&start=0&postdays=0&postorder=asc&highlight=&theme=3
Gerade Norwegen ist ein sehr gutes Beispiel wie medizinisches Personal vielleicht nicht extrem üppig aber sehr gut bezahlt wird und im Job in der Regel unter Bedingungen arbeiten kann die - tarifvertraglich abgesichert - ebenso gut sind wie in anderen Bereichen des öffentlichen Dienstes hier oder auch in guten Privatbetrieben.

Ulli hat Folgendes geschrieben:
Das haben wir alleine Ulla Schmidt zu verdanken ! ..............
Hoffentlich wird Schmidt bald aussortiert, damit wir auch weiterhin krank werden dürfen.

Oh Ulli - sei ruhig ein klein wenig auf einem Auge blind wenn Du möchtest.
Es liegt mir auch durchaus fern ausgerechnet diese Dame verteidigen zu wollen, zumal ich sie kaum von Seehofer unterscheiden kann Sehr glücklich
Aber wenn Du wirklich am deutschen Gesundheitswesen interessiert bist und an Bedingungen wo "wir auch weiterhin krank werden dürfen" dann wirst Du nicht drum herumkommen einerseits die heftige Abzockerei durch die Pharmaindustrie und eine überteuerte Apparate- und Labormedizin anzugehn und andererseits auch für vernünftige Arbeitsbedingungen einzutreten (nicht nur im medizinischen Bereich natürlich) statt - wie ich es anderswo von Dir gelesen habe - den aktuellen Verschlechterungen und Anpassungen an amerikanische Verhältnisse wie etwa der faktischen Abschaffung des Kündigungsschutzes das Wort zu reden Winken


homer
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Otto



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BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 12:08 Antworten mit ZitatNach oben

Ulli hat immer recht kurze Schuldzuweisungen bereit, die er an Namen festmacht.

Selbstverständlich müssen angestellte Ärzte vernünftig bezahlt werden, und insbesondere die Tatsache, dass der Bereitschaftsdienst junger Assistenzärzte in deutschen Krankenhäusern bis vor kurzem nicht bezahlt wurde, war eine Sauerei.

Es ist der Öffentlichkeit aber wohl kaum zu vermitteln, dass eine Berufsgruppe, die unbestreitbar zu den Besserverdienenden in der Gesellschaft gehört, eine Erhöhung der Vergütung von 30% durchsetzen will, während 4 bis 5 Millionen Arbeitslose mit 345 Euro pro Monat nach Hause geschickt werden.

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wolli



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BeitragVerfasst am: 27.12.2005, 15:11 Antworten mit ZitatNach oben

homer hat Folgendes geschrieben:

Oh Ulli - sei ruhig ein klein wenig auf einem Auge blind wenn Du möchtest.


tja, homer, so ist er nunmal, unser Ulli. Winken

alles was "links" oder rot ist, ist für ihn "schlecht"! Ausrufezeichen

selbst medizinische fakten, nämlich dass das herz in der linken köperhälfte angesiedelt und das blut rot ist, vermag er offensichtlich erfolgreich zu verdrängen, da er seine linke gehirnhälfte, die ja bekanntlich für das logische denken zuständig ist, scheinbar nicht benutzt! Idee Auf den Arm nehmen

allerdings hat er sein "herz" dennoch am "rechten" fleck! Sehr glücklich

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seid nett zu einander!
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Ulli
Gast





BeitragVerfasst am: 19.01.2006, 05:20 Antworten mit ZitatNach oben

http://www.wz-newsline.de/sro.php?redid=222&ID=355523
http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/deutschland/172080
http://www.n-tv.de/624279.html
Otto



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BeitragVerfasst am: 19.01.2006, 07:49 Antworten mit ZitatNach oben

Ärzte sind nach Apothekern und Zahnärzten die am besten verdienenden Akademiker. Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt 80.000 Euro.

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Ulli
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BeitragVerfasst am: 19.01.2006, 08:01 Antworten mit ZitatNach oben

Otto hat Folgendes geschrieben:
Ärzte sind nach Apothekern und Zahnärzten die am besten verdienenden Akademiker. Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt 80.000 Euro.

Und warum will in Deutschland niemand mehr dieser Tätigkeit nachgehen ?
Und warum wandern Ärzte aus ins benachbarte Ausland ??

Frag mal homer, er hat mit Sicherheit die richtigen Antworten ...
Otto



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BeitragVerfasst am: 19.01.2006, 08:10 Antworten mit ZitatNach oben

"Der Mittelstand hat keinen Mangel an Fremdkapital. Er hat einen Mangel an Eigenkapital. Statt Eigenkapital zu bilden, haben manche deutsche Mittelständler lieber Mallorca geteert. Dort liegt viel Geld, das besser in die Unternehmen investiert worden wäre."
Klaus-Peter Mueller, Chef der Commerzbank und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Banken
(heute in der ZEIT)

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Otto



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BeitragVerfasst am: 19.01.2006, 08:28 Antworten mit ZitatNach oben

Ulli hat Folgendes geschrieben:
Otto hat Folgendes geschrieben:
Ärzte sind nach Apothekern und Zahnärzten die am besten verdienenden Akademiker. Das durchschnittliche Jahreseinkommen beträgt 80.000 Euro.

Und warum will in Deutschland niemand mehr dieser Tätigkeit nachgehen ?

Also, niemand kann man ja nun auch nicht gerade sagen.

Zitat:
Und warum wandern Ärzte aus ins benachbarte Ausland ??

Aus Gier vielleicht?

Oder, was völlig ok ist, weil sie es in Skandinavien schöner finden!

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Ulli
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BeitragVerfasst am: 20.01.2006, 06:36 Antworten mit ZitatNach oben

In diesem Land gibt es schon jetzt einen Ärztenotstand.

Wo ist denn noch ein Landarzt zu finden ??
Bei den jetzigen Pauschalen für Hausbesuche zahlt er, unter Einsatz seines Autos, DRAUF !

In den Kliniken ist es sogar noch schlimmer.
26Stunden-Dienste für unter 2.000 Euro netto sind dort an der Tagesordnung.

Taxifahren in Oldenburg ist dagegen richtig lukrativ !!!
homer



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BeitragVerfasst am: 20.01.2006, 10:07 Antworten mit ZitatNach oben

Sorry Ulli, aber mangels jeglicher Differenzierung ist das mal wieder nix als ausgemachter Quatsch.
Es gibt keineswegs pauschal einen zahlenmässigen Mangel sondern es gibt eine ungleichmässige Verteilung sowohl nach Regionen als auch nach Fachgebieten und extrem ungleiche Bedingungen und Bezahlungen, da fangen die Probleme an. Damit meine ich konkret :

In Großstädten wie etwa Hamburg gibt es eher zu viele Hausärzte, vor allem weil dank Krankenversicherungskarte die Berufshypochonder und Schwindler gar keine Hausärzte mehr brauchen sondern sowieso lieber gleich solange zu einem Spezialisten nach dem anderen gehen bis sie eine ihnen genehme Diagnose haben auf der sich dann die weitere gewünschte Krankengeschichte aufbauen lässt Mr. Green
(Ich räume ein daß das nicht der Normalfall ist, es ist aber akkurat einer der Punkte wo vollkommen unsinnig Versichertengelder in die Luft geblasen werden).
Auf Rügen oder im Bayrischen Wald dagegen gibt es vermutlich zu wenige Hausärzte, vollkommen richtig. Einer der Gründe dafür ist eine absurde Honorierung der einzelnen Leistungen der Hausärzte und z.B. eine im Vergleich viel zu bescheidene Bezahlung von Hausbesuchen - stattdessen wird dann lieber ein RTW oder NAW bezahlt um den Patienten in die ungleich teurere Klinik zu holen.
Das Problem ist nicht die Medizin als solche sondern daß sich in mehreren Jahren vermentlicher Reformen in diesem Bereich vor allem die fettesten Lobbyisten durchgesetzt haben, d.h. Pharmaindustrie, Apparate- und Labormediziner und Großkliniken. Es hätte grundsätzlich auch anders laufen können - wenn man das denn politisch gewollt hätte.

Wir könnten an dieser Stelle in eine Debatte etwa über das norwegische Gesundheitswesen einsteigen Smilie
Es ist deutlich anders als das deutsche - oft genug inzwischen sogar besser (jedenfalls für Otto Normalverbraucher), und das trotz eines gigantischen Nachholbedarfs (ich darf mal dran erinnern daß das hier vor dem Ölboom eines der ärmeren Länder Europas war) und einer gelinde gesagt problematischen Infrastruktur (Inlandstransporte ins Krankenhaus können hunderte von km dauern, zu Fachkliniken tausende).
Zwei ganz wesentliche Unterschiede sind das Hausarztsystem (ich muß immer erst zu meinem Hausarzt, es sei denn mich sammelt der RTW von der Straße oderso) und eine Beschränkung der Arzneimittel (nicht der Wirkstoffe, sehr wohl aber der Vielzahl an sich identischen Präparaten).
Dazu kommt ein System kommunaler Arzt-Bereitschaftspraxen ("Legevakt") die eine Rund-um-die-Uhr-Minimalversorgung sicherstellen.
Aber mit dem Thema kannst Du locker zwei eigene Foren füllen Winken


homer

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wolli



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BeitragVerfasst am: 20.01.2006, 11:27 Antworten mit ZitatNach oben

Ulli hat Folgendes geschrieben:


In den Kliniken ist es sogar noch schlimmer.


Taxifahren in Oldenburg ist dagegen richtig lukrativ !!!


stimmt nicht so ganz, Ulli!

meine kleine schwester arbeitet als oberärztin in einer klinik im weserbergland und verdient, - auch wenn man es kaum glauben mag -, sogar noch mehr als ich! Geschockt
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Otto



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BeitragVerfasst am: 20.01.2006, 15:15 Antworten mit ZitatNach oben

Ich pflichte Homer komplett bei.

Vor allem macht Ulli das Problem an einem Namen wie Ulla Schmidt fest, und das ist nun wirklich Blödsinn. Die Dinge liegen schon viel länger im Argen, und da können nicht einmal Nobby Blüm oder Seehofer wirklich was dafür, weil keiner von beiden eine Mehrheit gefunden hätte, das System seinerzeit so umzubauen, daß es zukunftssicher gewesen wäre.

Und das mit den Hausbesuchen ist wirklich der Hammer. Während sich die Krankenkassenvorstände fette Gehälter genehmigen, muß der Doc für lau zum Patienten. Die Arzt sollten generell einen RTW schicken, wenn ein Hausbesuch ansteht, bis die Kassen oder die KV merken, dass es so nicht geht.

Aber in der heutigen Lage eine Erhöhung der Bezüge um 30% für die wirklich Besserverdienenden im Land, da kann man nur sagen, die Ärzte, die da mitmachen, haben den Schuss nicht gehört.

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BeitragVerfasst am: 20.01.2006, 16:09 Antworten mit ZitatNach oben

Es stimmt übrigens nicht so ganz daß der Doc für lau zum Hausbesuch soll, das ist aber tatsächlich örtlich sehr unterschiedlich. Lange Zeit war es doch auch schon so daß Hausärzte in den Großstädten im allgemeinen gar keine Hausbesuche mehr gemacht haben, diese Wende gibt`s nach meiner Beobachtung erst seit etwa 10, höchstens 15 Jahren wieder. In Hamburg ist diese Lücke zu einem großen Teil durch den ärztlichen Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung aufgefangen worden - übrigens auch einer der grösseren Taxikunden in Hamburg, der KV-Notdienst wird nämlich fast komplett mit Taxen von 6x6 gefahren die dafür sogar bei der KV eine eigene Funkzentrale eingerichtet haben. In dem Fall zahlt die Kasse nämlich auch wieder Winken

Richtig ist aber ohne Frage daß es in allen Bereichen der medizinischen Versorgung an einem gescheiten staatlichen Konzept und Ordnungsrahmen fehlt. In einem Land in dem die staatlichen Krankenhäuser an Privatbetriebe verramscht werden wie etwa die Firma Marseille-Kliniken AG kann man sich aber eigentlich auch über nix mehr wundern was das angeht.
Was die Schuldzuweisungen an einzelne Politiker angeht so muß ich nicht nur Otto zustimmen sondern kann auch Ulli mal etwas beruhigen - der Seehofer war mir da tatsächlich sympathischer als Madame Schmidt.
Wirklich zum Positiven etwas verändert haben sie aber alle nicht und das liegt denke ich eben am eingebauten Filz des Systems. Man könnte im Grunde morgen Gysi, Lafontaine oder Trittin zum Gesundheitsminister machen - die wesentlichen Entscheidungen trifft weiterhin die Lobby des solide untereinander versippten Pharma-, Klinik- und Apparatemedizinsektors. Die erzählen jedem Minister im Zweifel schon, wer das Land wirklich regiert - notfalls mit Unterstützung der Banken und aus Brüssel Winken


homer

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Ulli
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BeitragVerfasst am: 21.01.2006, 05:38 Antworten mit ZitatNach oben

Bei allem Geplänkel sollte aber auch jedem klar sein, dass die Medizin immer moderner und in der Folge unsere Gesundheit immer teurer wird.

Unsere Reallöhne sinken zwar, aber wir wollen gesund immer älter werden.
Die Energiekosten explodieren, aber unsere Kühlschränke sollen weiter prall gefüllt sein.

Also:
Gesund wollmer bleiben.
Alt wollmer dabei auch noch werden.

Aber ausgeben wollmer am liebsten nix dafür.

Uns noch etwas, auch wenn es hier nicht so passt:
Sollte die IRANkrise sich weiter zuspitzen, könnten 159 Liter Rohöl bald 150 Dollar kosten (z.Zt. 67 $ - bisheriger Rekord 71 $).

Und noch ein wenig Statistik:
Die Inflationrate 2005 betrug 2 % - ohne Steigerung der Energiekosten wären es 1,1 % gewesen.

Und nochmal Statistik:
Wenn ein Jäger einmal knapp links und danach knapp rechts den Hasen verfehlt, ist der Hase statistisch tot...

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Die beste Gesundheitsreform ist, wenn Ulla Schmidt den Hasen macht !
Mit den Augen rollen Mit den Augen rollen Winken Sehr glücklich
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