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Schlechter Tag
Verfasst: 20.03.2021, 22:54
von yogi
Attentat von Atlanta
Zwischen manischer Keuschheit und Hass auf Frauen
(...)
»Er hatte gestern einen sehr schlechten Tag«, wird der ermittelnde Beamte über den Täter sagen, der vorgestern in Atlanta innerhalb von einer Stunde acht Personen erschossen und eine weitere schwer verletzt hat. Sieben der Opfer sind Frauen. Sechs von ihnen asiatisch-amerikanisch.
(...)
Wir dürfen den Zusammenhang zwischen Rassismus und Sexismus nicht ausblenden, um Menschen besser davor schützen zu können, Opfer von Typen zu werden, »die mal einen schlechten Tag haben«.
www.spiegel.de/kultur/attentat-von-atla ... b941e265ff
...ich mag Frauen.
Dieser Aufsatz ist mir zu verkopft.
Letztlich sind es "Typen", die mal einen schlechten Tag haben, die ein solches Unheil anrichten.
Auch der dude konnte seinen Teppich nicht den Chinesen in Rechnung stellen, kundige Forumsteilnehmer werden ahnen, was ich meine.
Frau El Ouassil versucht zu erklären, aber die Masse an betroffener Intellektualität erschlägt mich.
Und wer Frauen nicht mag, ist eh verloren.
Re: Schlechter Tag
Verfasst: 21.03.2021, 10:34
von Cool Fire
...misogynes Moment postkolonialer Exotisierung...oder anders ausgedrückt:
der Typ ist einfach ein ***, das sich selbst am meisten hasst.
Während einer meiner letzten Schichten vor gut einem Jahr, als die Pandemie
langsam ins rollen kam, stieg bei mir eine asiatisch-stämmige Dame ins Taxi.
In bestem Hochdeutsch erzählte sie mir, dass Leute nicht zusammen mit ihr im
Fahrstuhl fahren wollten und aus "Angst vor Ansteckung" wieder ausgestiegen
sind...mit dem Finger auf Minderheiten zeigen, das können sie gut und daran
wird sich wohl auch nichts mehr ändern.
Da draußen laufen jede Menge Psychopathen rum und in USA sind sie im Zweifel
sogar mit automatischen Waffen unterwegs...freie Fahrt (freies Schussfeld)
für freie Bürger (Weiße in der freien Welt)...Krank!
Verfasst: 21.03.2021, 14:58
von Otto
Zudem ist die Perversion, asiatisch gelesene Frauen für die vermeintliche Unkontrollierbarkeit der eigenen Sexualität verantwortlich zu machen, ein uraltes misogynes Moment postkolonialer Exotisierung. Dabei wird die Scham über die eigene Libido in Hass gegen die begehrte Person umgewandelt. Es ist klassische Täter-Opfer-Umkehr.
Das ist eigentlich der entscheidende Satz für mich und die Autorin hat absolut recht damit.
Kommen dazu noch eine religiöse Verbrämung (der Täter gehörte einer typisch amerikanischen evangelikalen Kirche an) und ein laxes Waffenrecht (der Täter hatte die Waffe am gleichen Tag erst gekauft), ist die Katastrophe vorprogrammiert.