Seite 1 von 2
Wie wäre es mit Sozialdemokratie?
Verfasst: 22.01.2018, 11:31
von Otto
Wie wäre es mit Sozialdemokratie?
Große Koalition oder Opposition? Längst geht es für die SPD um mehr. Es geht um die Frage, ob die Partei eine relevante politische Kraft in Deutschland bleibt.
(...)
Die Zeit
Ich frage mich, wird die SPD auch mit Minister Schmidt (Glyphosat) wieder "vertrauensvoll" zusammenarbeiten?
Verfasst: 22.01.2018, 12:01
von Otto
Das S steht für Selbstzweifel
(...)
Vielleicht erwächst daraus ein neues Selbstbewusstsein. Nämlich das, was auf dem Parteitag immer wieder angeklungen ist: Beim nächsten Harakiri-Manöver der Union, wie der Glyphosat-Entscheidung oder der Pkw-Maut oder dem gescheiterten Rückkehrrecht aus Teilzeit, kann die SPD ihrer Bundesregierung das Vertrauen entziehen. Eine Union, die bis dahin schon tief im Merkel-Nachfolgekampf stecken dürfte, wäre dann ein dankbarer Gegner in Neuwahlen in zwei, drei Jahren.
(...)
Die Zeit
Verfasst: 23.01.2018, 02:43
von jr
Wer laut brüllt, hat wenig zu sagen, Nahles muß das noch lernen. Die SPD ist tot:
http://www.wahlrecht.de/umfragen/forsa.htm Ich kann nirgendwo erkennen, daß die Partei auch nur ansatzweise verstanden hat, wo den Leuten derzeit der Schuh drückt. Bei der CDU sieht das nicht grundsätzlich anders aus, auch das wird irgendwann Folgen haben.
Politiker leben offenbar in einer Zeit und in einem Land, wo sie ziemlich allein auf weiter Flur sind. Eine technische Entwicklung überrollt die Welt mit enormer Geschwindigkeit, sie geht an der aktuellen Politik völlig vorbei. Große Unternehmen machen diese Politiker zunehmend obsolet, doch deren Regelungswut erschöpft sich im Verbieten von Kunststofftüten.
Verfasst: 23.01.2018, 04:50
von Karteileiche
Ein weiterer Grund für das Absacken der SPD dürfte doch das ganze Hickhack mit Koalitionsverhandlungen sein, die sind dabei ja teilweise bockiger als eine Horde Kleinkinder.
Meine Prognose für eventuelle Neuwahlen: FDP raus (wegen der gekippten Jamaica-Verhandlungen), SPD nicht viel mehr als 10% (siehe oben), AfD leichte Steigerung und der Rest ungefähr auf gleichen Niveau.
Verfasst: 23.01.2018, 11:56
von Otto
SPD auf Weg in GroKo: Volkspartei AfD
Das Ja zur Großen Koalition war ein Nein zur Zukunft der SPD. Die deutsche Sozialdemokratie hat fertig. Früher war sie die Volkspartei des kleinen Mannes. Den Platz wird die AfD einnehmen.
(...)
Wenn Macron anruft, sollte Schulz entsetzt auflegen: Von den Franzosen lernen heißt für die Sozialdemokratie sterben lernen. In Frankreich sind die Sozialdemokraten einen langsamen Tod gestorben, während aus dem rechten Rand eine neue Volkspartei entstand: der Front National.
(...)
Spiegel Online
Verfasst: 23.01.2018, 12:13
von yogi
Verfasst: 16.02.2018, 16:45
von yogi
Die SPD braucht die Re-Sozialdemokratisierung
Die Sozialdesolaten
Es waren keine anderen Parteien und keine Außerirdischen, die uns die sachgrundlose Befristung und die Rentenkürzung brachten. Es war eine Rot-Grüne Bundesregierung
(...)
Das Verlogene an der Argumentation der SPD ist, sich so zu verhalten, als ob sie mit der Demontage des Sozialstaates nichts zu tun hätte. Es waren SPD und Bündnis-Grüne, die uns die Demontage des Sozialstaates und die Verarmung breiter Bevölkerungsschichten einbrockten.
(...)
Martin Schulz, der sich im Wahlkampf vorübergehend als Kämpfer für soziale Gerichtigkeit inszenieren wollte, ist seit 1999 Mitglied im Präsidium und Vorstand der SPD. Wahrnehmbarer Widerstand von ihm gegen die Beschlüsse zur Agenda-Politik ist mir nicht bekannt.
(...)
Die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker sind lediglich Mitglieder einer Partei, die sich "Sozialdemokratische Partei" nennt. Sie sind das Gegenteil von "Sozialdemokratisch". Einflussreiche sozialdemokratische SPDler gibt es da nicht mehr. Sie wurden abgelöst, traten aus oder sind tot.
(...)
https://www.freitag.de/autoren/martin-b ... atisierung
...und je mehr Wählern sich dieser Zusammenhang erschließt desto kleiner werden die % - Werte der SPD ausfallen.
Verfasst: 17.02.2018, 12:04
von Otto
Endlich wieder richtig links?
Ein Comeback der Beatles inklusive John Lennon ist wahrscheinlicher als eine Erneuerung der SPD. Ja, man muss sich Sorgen machen.
(...)
https://taz.de/!5482583/
Verfasst: 20.02.2018, 18:45
von Otto
SPD im Umfragetief: Aus Angst in die GroKo
(...)
Und trotzdem könnte das Umfragetief für die SPD-Führung sogar einen positiven Effekt haben: Es könnte ihr helfen, die Basis von dem angestrebten Bündnis mit der Union zu überzeugen. Die Angst vor einer Pleite bei Neuwahlen ist in der Partei mittlerweile so groß, dass beim Mitgliedervotum selbst skeptische Sozialdemokraten für die Neuauflage der Große Koalition stimmen könnten.
(...)
Spiegel Online
Da kriegt aber jemand Ursache und Wirkung kräftig durcheinander.
Verfasst: 02.03.2018, 13:53
von Otto
Steinbrück wirft SPD Realitätsverlust vor
Die SPD ist in der Krise - den Ex-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück überrascht das nicht.
(...)
Steinbrück rief die SPD zu einer strategischen Umkehr auf. Er ermahnte die Sozialdemokraten, die "Verdrängung Einheimischer und die Homogenisierung von Stadtquartieren" sowie den Verfall von Alltagskultur stärker zu thematisieren. Auch einer Debatte über die deutsche Leitkultur dürfe sich seine Partei nicht länger verweigern.
(...)
Spiegel Online
Lasst uns ein bisschen Nazi werden, dann klappt das schon.
Mehr fällt dem "Großen Deregulierer der Finanzmärkte" (erster Koalitionsvertrag der GroKo von 2005) und Hauptverantwortlichen der Finanzkrise nicht ein.
Verfasst: 06.03.2018, 23:26
von yogi
...Grundi in Oldenburg, ihr hättet ihn mal auf's richtige Gleis gesetzt...
Verfasst: 20.03.2018, 14:52
von Otto
Große Koalition: Festhalten! Rechtskurve!
Islam, Armut, Abtreibung: Kaum im Amt, blinkt die GroKo schon nach rechts. Merkel ist nur noch Kanzlerin auf Abruf. Für die Zeit nach ihr hat schon der große Wettbewerb in Dumpfbackigkeit begonnen.
(...)
Aber nicht die Muslime sind das Problem, sondern die Kartoffeldeutschen.
(...)
Der Spiegel
Verfasst: 21.10.2018, 23:10
von yogi
...habe den Artikel dann nicht mehr gelesen.
Welch Kardinalfehler in der Überschrift!
Nicht die
Sozialdemokratie ist überflüssig geworden, ganz im Gegenteil, überflüssig ist ein Großteil der die Politik bestimmenden
Sozialdemokraten.
Sorry, bin sonst nicht so marktschreierisch mit
Hervorhebungen, aber so was in einem mir eher gelegenen Blatt zu erblicken macht mich dann doch
hervorheberisch...
Verfasst: 22.10.2018, 12:30
von Otto
Was meint der Mann mit dem "Trauma von 1928"?
Einen Begriff zu benutzen, den man dann nicht erklärt, ist schon merkwürdig.
https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_1928
Verfasst: 23.10.2018, 19:27
von jr
yogi hat geschrieben:überflüssig ist ein Großteil der die Politik bestimmenden Sozialdemokraten
Du wurdest erhört:
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/a ... ndratswahl
Verfasst: 29.08.2019, 22:51
von yogi
Böhmermann will SPD-Chef werden
(...)
Bislang hat der Wahlvorstand der SPD laut einem Parteisprecher bei fünf Kandidatenduos die nötige Unterstützung anerkannt: Scholz und die Brandenburger Landtagsabgeordnete Klara Geywitz; Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping; Europa-Staatsminister Michael Roth und die ehemalige nordrhein-westfälische Familienministerin Christina Kampmann; die beiden Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer; sowie die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis und der Ver.di-Chefökonom Dierk Hirschel.
https://www.spiegel.de/kultur/gesellsch ... 84344.html
...also bei den Alternativen: go, Böhmermann, go...

sehr symphatisch: ohne Zeitgeist / Alibi - Olle...
Verfasst: 29.08.2019, 23:25
von yogi
...ohne es zu wollen oder zu wissen ist er die Parteispitze.
Die grauen Männer haben es geschafft, ihm selbst diese Attribute abzuerziehen.
In einigen Jahren werden wir die Gegenleistung in einem einträglichen Langweil - Job bestaunen dürfen.
Verfasst: 27.10.2019, 23:42
von yogi
...Typen wie Pop - Siggi werden es der SPD sehr schwermachen, noch mal in den 2 - stelligen Bereich zu kommen...
Verfasst: 28.10.2019, 03:11
von jr
Wer nicht das macht, was die Wähler wollen, wird entsorgt. Eigentlich ist das der Sinn der Sache. Aber die SPD (und nicht nur die) ist in diesem Punkt etwas begriffsstutzig.
Verfasst: 28.10.2019, 16:58
von Otto
Diese Meldung mit dem dicken Siggi wurde ja auch noch gerade rechtzeitig vor der Landtagswahl lanciert, sehr clever gemacht.