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Terror in Deutschland
Verfasst: 29.07.2015, 15:37
von Otto
Attacken gegen Flüchtlinge: Terror in Deutschland
(...)
Das Bundesinnenministerium hat für die ersten sechs Monate dieses Jahres 173 rechte Straftaten gegen Asylunterkünfte vermeldet - fast dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Eine unvorstellbare, eine beschämende Zahl, die längst zu einem "Aufstand der Anständigen" hätte führen müssen. Doch die Deutschen, die sich gerne über das Unrecht in der Welt empören, über Islamisten im Mittleren Osten und Steuersünder in Griechenland, nehmen den Gewaltexzess in ihrem eigenen Land weitgehend teilnahmslos hin.
(...)
Spiegel Online
Verfasst: 29.07.2015, 16:34
von yogi
Angstbeisser, mehr weiß ich zu solchen Auswüchsen nicht zu sagen.
Hinzu kommt ein völliges politischen Versagen der Politik.
DER SPIEGEL hat in den Neunzigerjahren den Populismus, den er heute zu Recht beklagt, mit Titeln wie "Zu viele Ausländer?" selbst befeuert.
Nein, die Kollegen des Kommentators haben damals schon die richtigen Fragen gestellt - es hat nur scheinbar niemanden so richtig interessiert nach Antworten zu suchen.
Passte ja ganz gut, daß der Spuk mit Schönhuber und den Republikanern sich quasi von selbst erledigte.
Die Politik begab sich wieder in die Komfort - Zone und ersparte der geneigten Wählerschaft und selbstredend sich selbst die fällige Aufarbeitung von Geschehnissen wie in Rostock oder Solingen.
20 Jahre später faselt die Politik von Willkommenskultur - ich kann in meinem Umfeld keine Willkommenskultur erkennen.
Es sind genau die 20 Jahre ungenutzt vergangen, in denen die Politik eine Willkommenskultur hätte erarbeiten müssen - auch um jetzt nicht schon rein administrativ völlig hilflos dazustehn.
Meiner Erfahrung nach ist "der Deutsche" eher ängstlich und nicht unbedingt dem Neuen gegenüber aufgeschlossen, so eben auch nicht fremden Kulturen.
Man kann nur hoffen, das der derzeitige, sichtbare Terrorismus das Denken in Gang setzt und die politischen Entscheidungsträger nicht langsam sondern angemessen in die Puschen kommen.
Verfasst: 29.07.2015, 16:37
von Otto
Studie: Abschiebung von Nazis würde Staatskasse um Milliarden entlasten
(...) dass 63,4 Prozent aller Neo-Nazis und Rechtsextremen arbeitslos sind. Damit liegen sie weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt und letztlich in parasitärer Weise dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche.
Gründe für die hohe Arbeitslosigkeit unter Nazis seien unter anderem niedrige Schulbildung, eine allenfalls rudimentäre Beherrschung der deutschen Sprache sowie mangelnde charakterliche Eignung.
Die wenigen Nazis, die dennoch eine Anstellung gefunden haben, wirken sich ebenfalls negativ auf die Wirtschaft aus. Sie nehmen anständigen Deutschen die Arbeitsplätze weg.
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Der Postillon
Verfasst: 29.07.2015, 23:17
von jr
Die Politik begab sich wieder in die Komfort - Zone
Angst essen Seele auf.
Verfasst: 30.07.2015, 18:53
von yogi
Wieder Rostock-Lichtenhagen?
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Eine verschärfte Asylgesetzgebung wird langfristig die Zunahme von Rassismus nicht aufhalten, sondern bedeutet eine klare Absage an die Universalität von Menschenrechten und globaler Solidarität. Die gegenwärtigen Zustände sind das Ergebnis einer jahrzehntelang verfehlten Integrationspolitik.
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www.hpd.de/artikel/12022
Verfasst: 31.07.2015, 11:51
von Info
Die wenigen Nazis, die dennoch eine Anstellung gefunden haben, wirken sich ebenfalls negativ auf die Wirtschaft aus. Sie nehmen anständigen Deutschen die Arbeitsplätze weg.
scheiß Nazis
Verfasst: 26.08.2015, 16:54
von yogi
Lammert zu Flüchtlingszahlen: "Wir können das bewältigen"
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Vor allem die finanzielle Lastenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen müsse geklärt werden, forderte Lammert. Außerdem müssten bürokratische Hürden fallen...
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www.spiegel.de/politik/deutschland/norb ... 49846.html
Kommunen verzweifeln an der Aufgabe - wohin mit 10.000 minderjährigen Flüchtlingskindern?
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Etwas, das dem nahekommt, wurde Mitte Juli im Bundeskabinett beschlossen. Es ist ein Gesetz, das Gerechtigkeit schaffen soll, „zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher“.
Tritt das Gesetz wie geplant am 1. Januar in Kraft, sind alle Bundesländer zur Aufnahme unbegleiteter Minderjährige verpflichtet. „Es wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass es jungen Flüchtlingen in Deutschland bessergeht“, rühmt sich Bundesjugendministerin Manuela Schwesig (SPD). Doch noch ist es nicht soweit.
„Wir brauchen sofort die bundesweite Verteilung der unbegleiteten Minderjährigen - nicht erst im nächsten Jahr“, ärgert sich Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU).
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www.focus.de/politik/deutschland/politi ... 76601.html
...ich sach' ma so: mitte Juli beschließt das Kabinett ein Gesetz, welches dann nach dem üblichen Prozedere immerhin schon zum kommenden Jahr in Kraft treten soll. Besondere Eile oder Not kann ich hier von seiten der Ministerialbürokratie nicht erkennen - im Lande gärt es, aber die Politik hat alles im Griff, Verwaltungstrott als Bewältigungsstrategie. Es wird Zeit, diesen Minderleistern in ihren Elfenbeintürmen mal gehörig in den Arsch zu treten...
Verfasst: 29.08.2015, 14:15
von yogi
Flüchtlinge: Der inszenierte Notstand
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Der aktuelle Notstand hätte durch vorausschauendes Handeln vermieden werden können. Nicht die schiere Zahl geflüchteter Menschen stellt die örtlichen Verwaltungen vor Herausforderungen – sondern jahrelange Fehlplanungen der Bundespolitik.
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Ab 2016 will sich der Bund dann „strukturell und dauerhaft an den gesamtstaatlichen Kosten“ der Flüchtlingsaufnahme beteiligen. Gekoppelt sind diese zusätzlichen Mittel an Gegenleistungen, etwa den Ausbau der Justiz und die Ausweitung von Abschiebungen. Aus Ländersicht jedoch fallen die bisherigen finanziellen Zusagen viel zu gering aus, sie fordern zwei Mrd. Euro pro Jahr.
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Offenkundige Fehlplanungen gab es jedoch nicht nur bei der Unterbringung der Schutzsuchenden. Auch das Personal der obersten Asylbehörde, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), wurde viel zu spät aufgestockt.
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https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaen ... e-notstand
...Auszüge aus dem ersten Teil des Beitrages, den ich sehr gelungen finde - all dieses kann jedoch eigentlich niemanden überraschen.
Die Gesellschaft ist vergiftet
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SPIEGEL: Wie viele Menschen in Deutschland sympathisieren mit den Rechtspopulisten?
Heitmeyer: Etwa zehn Prozent der Gesellschaft denken durch und durch rechts.
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Heitmeyer: Unsere Demokratie ist eine funktionierende Hülle.
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SPIEGEL: Wie gehen Eliten mit den Schwachen um?
Heitmeyer: Maßgebliche Teile der Eliten und Besserverdienenden ziehen sich aus der Solidargemeinschaft stärker zurück. Sie reklamieren Etabliertenvorrechte, kämpfen gegen Mindestlöhne, Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, obwohl die Umverteilungspolitik seit Jahren zu ihren Gunsten verläuft. Das ist Klassenkampf von oben. Daran kann man sehen, dass Kernnormen dieser Gesellschaft höchst gefährdet sind.
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www.spiegel.de/spiegel/print/d-82995572.html
...aus 12/2011. Ich wundere mich nicht, daß sich in der von Eliten bestimmten höheren Bürokratie nichts tut - es gibt einfach kein Interesse. Nicht nur die Demokratie ist eine funktionierende Hülle, sondern auch ihre höchsten Repräsentanten und Verrichtungsgehilfen erinnern an Zombies. Aber warum sollte auch ausgerechnet in der Flüchtlingspolitik oder deren höherer Administration etwas anderes gelten als sonst mittlerweise üblich?
Demonstriert lieber gegen die Banken
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"Unsere Analysen lassen erwarten, dass eine Zunahme menschenfeindlicher Einstellungen und Verhaltensweisen davon abhängt, inwieweit immer mehr Menschen in unsichere Arbeits- und Lebensverhältnisse, politische Ohnmachtsempfindungen und instabile emotionale Situationen, kurz: in prekäre Anerkennungsverhältnisse geraten." So ist es eingetreten. Je weniger Anerkennung ein Mensch selbst erfährt, desto weniger kann er für andere Menschen aufbringen.
(...)
www.spiegel.de/politik/deutschland/augs ... 50085.html
Fazit:
Es hängt alles irgendwo zusammen: Sie können sich am Hintern ein Haar ausreißen, dann tränt das Auge!
Dettmar Cramer
Verfasst: 29.08.2015, 14:18
von yogi
xxx - doppelpost
Verfasst: 29.08.2015, 17:03
von Otto
Flüchtlinge oder Vertriebene?
https://youtu.be/gw41npM5uI8
Verfasst: 29.08.2015, 19:58
von Cool Fire
yogi hat geschrieben:(...) Ich wundere mich nicht, daß sich in der von Eliten bestimmten höheren Bürokratie nichts tut - es gibt einfach kein Interesse. Nicht nur die Demokratie ist eine funktionierende Hülle, sondern auch ihre höchsten Repräsentanten und Verrichtungsgehilfen erinnern an Zombies. Aber warum sollte auch ausgerechnet in der Flüchtlingspolitik oder deren höherer Administration etwas anderes gelten als sonst mittlerweise üblich?
Ja...ich glaube, es ist nicht nur kein Interesse vorhanden, es ist passt ihnen sogar
sehr gut in den Plan, die Gesellschaft zu destabilisieren, um noch mehr Sicherheits-
vorkehrungen (Stichwort: Überwachung) zu rechtfertigen.
Verfasst: 02.09.2015, 14:58
von yogi
Integrationslehrer
Nur raus aus dem Traumberuf
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Menschen, die von einem besseren Leben träumen.
Das haben sie mit ihrer Dozentin gemeinsam. In Vollzeit verdient Heurs 1200 Euro netto im Monat - und zählt damit zu den Top-Verdienerinnen in ihrem Beruf.
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Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zahlt den Sprachschulen 2,94 Euro je Teilnehmer und Kursstunde - "das ist keinesfalls kostendeckend", so die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW). Sie fordert höhere Beträge und für die Dozenten ein Mindesthonorar von 30 Euro pro Stunde.
Aktuell liegt es zehn Euro darunter. Davon müssen die Honorarkräfte Renten- und Krankenversicherung komplett selbst finanzieren, Geld für die unbezahlten Urlaubs- und Krankentage zurücklegen. Kündigungsschutz gibt es nicht, nur Fristverträge.
(...)
Die Rufe nach fairer Bezahlung sind so alt wie die Integrationskurse selbst. Ebenso beharrlich verweist das Bundesamt auf die Vertragsfreiheit zwischen Trägern und Lehrkräften. "Eine Erhöhung des Kostenerstattungssatzes ist derzeit nicht geplant", heißt es auf Nachfrage.
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www.spiegel.de/karriere/berufsleben/deu ... 50672.html
...wieder ein Mosaikstein der Serie Hauptsache billig unserer Bundesbehörden...
www.spiegel.de/karriere/berufsleben/leh ... 01999.html
Verfasst: 02.09.2015, 16:14
von Otto
Sachsen sieht das nicht so eng
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Und dann ist da noch die These vom "Tal der Ahnungslosen", in das schon vor 1990 kein Westfernsehen reichte. Sie besagt, dass in anderen Teilen der DDR Sendungen wie die Tagesschau den Zuschauern ein kleines Fenster zur Welt eröffneten. Auch in der Lindenstraße sahen sie, dass es kein Problem ist, dass Menschen aus der Türkei zum deutschen Alltag gehören. Den Sachsen fehlte das, denn in den meisten Haushalten waren nur die Ostberliner Staatssender zu empfangen, deren Weltsicht im Kreml oder in Havanna endete. "Menschen erleben Weltoffenheit in Medien stellvertretend", sagt der Konfliktforscher Zick und führt eine Studie aus Großbritannien an. Dass sich eine solche Prägung auch in die Nachfolgegeneration fortpflanzt, ist soziologisch nachweisbar.
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Die Zeit
Weil sie die "Lindenstraße" nicht sehen konnten, sind die Sachsen jetzt rechtsradikal - endlich erklärt einem das mal jemand!
Dieser Kommentar von mir heimst jetzt gerade "Likes" ohne Ende auf FB ein - like mich am Arsch
Wenn die Kapazitäten der sächsischen Polizei durch die Bewachung der Fussballhooligans erschöpft sind, sollten im Freistaat vielleicht mal ein paar Spiele ausfallen, damit die Polizei wieder ihre eigentliche Arbeit machen kann.
Verfasst: 02.09.2015, 16:32
von yogi
Otto hat geschrieben:
Weil sie die "Lindenstraße" nicht sehen konnten, sind die Sachsen jetzt rechtsradikal
...nein, immer noch!
Und dank des Traumschiffes wissen die meisten Wessies, daß es der Neger immer noch am besten da hat wo er herkommt.
Verfasst: 03.09.2015, 23:53
von yogi
Deutschland und die Flüchtlinge: Wir brauchen eine Leitkultur
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Vielleicht ist die Freude über die Neuankömmlinge deshalb so groß, weil sich auf unerwartete Weise damit für die Deutschen eine Hoffnung verbindet: anders sein.
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Denn wie verhält sich eine in Zukunft wirklich multikulturelle Gesellschaft, wenn sie an den Punkt des "impossible-à-supporter" gelangt?
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Und da gibt es, je nach Perspektive, zwischen Dortmund und Damaskus einiges. Toleranz, sagt Zizek, sei dafür keine Lösung: "Deshalb sage ich als Linker: Wir müssen für unsere eigene Leitkultur kämpfen."
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One-size-fits-all
(...)
www.spiegel.de/politik/deutschland/flue ... 51200.html
warum ich Augstein mag: er zitiert Zappa - a la bonheur, wie Berti sagen würde...
Dennoch denke ich, jemand solch Gebildeter sollte sich einfach mal die Realität abholen:
er beschwört eine Leitkultur, und doch weiß er: en allemagne allenfalls eine light-Kultur, nicht umsonst der Froschfresser-Psychoanalytiker...
Leitkultur - light-Kultur, ich konnte einfach nicht widerstehen, es bot sich einfach an, und als bildungsferner Troll...
Verfasst: 04.09.2015, 08:15
von Cool Fire
Toleranz? Der Begriff nutzt sich auch immer mehr ab...
Ich weiß nur, dass ich niemals tolerieren werde, dass Frauen als minderwertig
klassifiziert werden...und sie sich dem Wort des Mannes in jeder Lebenslage
zu unterwerfen haben. Das ist einfach nur altertümliches Macho-Gehabe und
hat mit Religion absolut nichts zu tun.
Ich bin ein "Ungläubiger" und daher in den Augen (und im Denken) gewisser
Facharbeiter nichts wert...
Weiter unten im Spiegel-Artikel wird auf eine ARD-Sendung hingewiesen, die
man sich hier nochmal anschauen kann:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/ ... -Welten%3F
Respekt, Toleranz, Menschenwürde...bald weiß niemand mehr, was diese
Begriffe bedeuten.
Verfasst: 04.09.2015, 12:52
von Dirk
Dafür dass
Der Spiegel - die BILD-Zeitung für Leute mit Abitur
...habe ich mal in einem Programm von Volker Pispers gehört, da hat er wie so oft Recht.
und
Schade, dass es beim "Spiegel" keine Journalisten mehr gibt.
wird er hier ganz schön oft zitiert, oder ?
Verfasst: 04.09.2015, 14:56
von yogi
...ja, ich z.B. zitiere den Spiegel häufig, weil er Themen abbildet, die aktuell diskutiert werden.
Im Laufe der Jahre stelle ich allerdings fest, daß zumindest SPON an journalistischer Substanz verliert, die Print-Ausgabe gefällt mir da noch besser.
Mittlerweile ergänze ich SPON-Artikel fast immer zusätzlich durch andere Quellen. Habe ich früher kaum gemacht, vielleicht auch weil mir die politische Grundeinstellung eher zusagte.
Andererseits sind Reibungspunkte wie der unsägliche Kolumnist Fleischhauer ja auch vielleicht bewußt gesetzt.
Hinzu kommt, ich bin nun mal kein intellektuell überragender Zeitgenosse - Spiegel/SPON und ein paar Zusatzinfos sind für mich i.d.R. ausreichend.
www.spiegel.de/fotostrecke/spam-24-stun ... 37-20.html
Verfasst: 04.09.2015, 17:11
von Otto
Es gibt kein "Wir".
Verfasst: 04.09.2015, 18:15
von Otto
Dirk hat geschrieben:Dafür dass
Der Spiegel - die BILD-Zeitung für Leute mit Abitur
...habe ich mal in einem Programm von Volker Pispers gehört, da hat er wie so oft Recht.
und
Schade, dass es beim "Spiegel" keine Journalisten mehr gibt.
wird er hier ganz schön oft zitiert, oder ?
Das wird Wikipedia auch und niemand wird behaupten, dass das Journalismus sei.