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Bahnstreik
Verfasst: 05.05.2015, 17:30
von yogi
Bahnstreik – Die Bundesregierung legt die Republik lahm
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Man darf in diesem Kontext auch nicht vergessen, dass die Deutsche Bahn AG ein Unternehmen ist, das zu 100% dem Bund gehört. Und es erzähle niemand, dass der einzige Besitzer eines Unternehmens keinen Einfluss auf laufende Tarifverhandlungen nehmen kann. Die Bundesregierung will diesen Streik und sie nimmt dabei die Schäden und den Ärger willfährig in Kauf. Ja, sie spekuliert ja sogar auf diesen Zorn, der echter Rückenwind für das Gesetz zur Tarifeinheit ist, das ja in BILD und Co. bereits jetzt als Befreiungsschlag gegen den „Größenwahn“ des „Bahnsinnigen“ (gemeint ist GDL-Chef Weselsky) gefeiert wird.
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www.nachdenkseiten.de/?p=25943#more-25943
...Weselsky braucht sich keine Sorgen machen, auch für ihn wird gesorgt werden...
Verfasst: 07.05.2015, 00:40
von jr
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 35468.html
Ich gehe davon aus, daß der letzte Lokführer eher als der letzte LKW-Fahrer ausrangiert wird. Für wen streikt die GDL dann?
Verfasst: 07.05.2015, 02:24
von yogi
...für Zugbegleiter, Stellwerker, Rangierer, Gleisbauarbeiter usw. im engeren Bahnumfeld; bald vielleicht ja auch für den treuen Bahnhofskutscher im Kollegenkreis, am besten öffnet sich die GdL komplett jeglicher Berufssparte. Wenn es nach Frau Nahles geht, ist ja demnächst nur noch die mitgliederstärkste Gewerkschaft vertretungsberechtigt, da macht der derzeitige Kurs der GdL sogar noch einen gewissen Sinn.
Weselskys Manko liegt in seiner fehlenden Ausstrahlung, er ist ein lausiger Selbstdarsteller, man stelle sich an seiner Stelle einen Franz Steinkühler vor - für ihn wäre es die perfekte Bühne.
Verfasst: 07.05.2015, 13:42
von jr
bald vielleicht ja auch für den treuen Bahnhofskutscher im Kollegenkreis, am besten öffnet sich die GdL komplett jeglicher Berufssparte.
Wenn wir keine höheren Taxitarife bekommen, fahren keine Züge mehr - ein interessanter Hebel.
Verfasst: 07.05.2015, 13:56
von yogi
...willkommen auf dem Nahles - Basar; oder im Land der gelebten Solidarität...

Verfasst: 07.05.2015, 17:22
von Otto
Verfasst: 07.05.2015, 17:31
von yogi
3. Sind Streiks gut?
Das hängt davon ab.
...

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Verfasst: 07.05.2015, 22:58
von jr
Die Spanier sind laut Tabelle ja ziemlich krass. Gibts da eigentlich Bahnen?
Verfasst: 08.05.2015, 12:59
von yogi
Verfasst: 08.05.2015, 15:38
von Otto
jr hat geschrieben:Die Spanier sind laut Tabelle ja ziemlich krass. Gibts da eigentlich Bahnen?
Aber ja, zu meiner Grundausbildung bei der ETA in den 70ern bin ich mit der Bahn ins Baskenland gefahren (damals noch mit dem Interrail-Ticket).
Verfasst: 09.05.2015, 00:33
von jr
Merkwürdiger Ort für eine Grundausbildung.
Ich sags ja: Die können auch die Taxifahrer mit reinnehmen. Es arbeiten kaum welche für den Konzern, zumindest nicht exklusiv. Die Quote ist also kaum kleiner.
Verfasst: 09.05.2015, 01:49
von yogi
jr hat geschrieben:Merkwürdiger Ort für eine Grundausbildung.
...das sag mal den Jungs in Rheine - da kriegste lange Beine...
Verfasst: 18.05.2015, 12:48
von yogi
Regierung schürt Zweifel am Tarifgesetz
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20 Stunden lang hatten Vertreter von Deutscher Bahn und GDL am Freitag und Samstag in Berlin miteinander gesprochen. Dabei unterhielten sich Bahn-Vorstand Ulrich Weber und GDL-Chef Claus Weselsky dem Vernehmen nach sachlich über die künftige Bezahlung der Lokrangierführer, eine Schlichtung sowie ein Rechtsgespräch, das diesem Verfahren vorangehen sollte.
(...)
Darin gab er an, die Bahn-Vertreter hätten am Vorabend um 17.50 Uhr den Verhandlungstisch verlassen. Bei der Bahn wiederum wurde bestritten, dass es überhaupt einen Verhandlungstisch gab.
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www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bundesar ... -1.2481718
...wie ich aus gut unterrichteten Quellen erfahren habe, kann es nicht zu einer schnellen Einigung kommen, da dadurch ein nachvollziehbarer Grund für 20-Stunden- Gespräche zwischen Weber und Weselsky entfallen würde.
Es verlautete, daß zwischen den beiden Verhandlungsführern durch den Marathon-Konflikt eine durchaus belastbare Männerfreundschaft entstanden sei; diese wolle man nicht durch etwaige Schnellschüsse während der Verhandlungen in Gefahr bringen.
Wo und wann die beiden von Sekundanten scherzhaft als "Turteltäubchen" titulierten Verhandlungspartner die nächste Wellnessrunde in Angriff nehmen stehe noch nicht fest. Dem Vernehmen nach sollte es aber diesmal eine Örtlichkeit sein, die den beiden Freunden möglicherweise auch einen Tisch zur Verfügung stellen kann.
Wie ein Bahn-Sprecher erklärte, sei der lustige Gag mit dem Tisch in Analogie eines Bonmots eines gewissen Kaiser F. erfolgt, der mangels sichtbarer Fußfesseln und Eisenkugeln die Existenz von Sklaven in Katar in einem launigen Beitrag verneinte.
Verfasst: 19.05.2015, 02:14
von jr
Kann man die Tischstreiter überhaupt noch ernst nehmen? Was würden die (und andere natürlich auch) eigentlich machen, wenn sich die Tankstellenkassierer mal zu einer Gewerkschaft zusammenfinden? Da finden sich bestimmt noch effizientere Hebel, um alles lahmzulegen.
Verfasst: 19.05.2015, 11:48
von yogi
...die Tischstreiter höchstselbst geben natürlich ein jämmerliches Bild ab, den Konflikt dahinter in seiner gesamten Dimension sollte man schon ernst nehmen.
Verfasst: 23.06.2015, 11:10
von yogi
Verfasst: 11.12.2018, 12:46
von yogi
Bahnstreik
FDP fordert stark eingeschränktes Streikrecht für Bahngewerkschaft
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Als Konsequenz brachte Theurer ein „spezielles Streikrecht für die öffentliche Daseinsvorsorge“ ins Spiel.
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Mit weiteren Streiks müssen Bahnkunden zunächst jedoch nicht rechnen. Die Gewerkschaft EVG erklärte, man sei bereit, wieder zu verhandeln. Die Bahn sei im Anschuss an den Streik auf die Gewerkschaft zugekommen, sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Man prüfe, ob man einen Termin am Dienstag wahrnehmen könne.
https://www.handelsblatt.com/politik/de ... 41070.html
Ein kleines Bahn - Streikchen, und schon geifert die FDP durch die Lande und will Grundrechte antasten.
Tja, hemmungslose Privatisierung bringt solch ein Übel wie die Ausübung eines Arbeitnehmerrechtes nun mal mit sich.
Wenn Frau Ruck - Zuck mit der Bahn fährt, könnte es knapp werden mit dem Dienstagstermin.
Verfasst: 12.12.2018, 00:12
von jr
Es gibt ein einfaches Mittel gegen Bahnstreiks: Nicht mehr Bahn fahren. Das nennt sich marktgerechtes Verhalten. Sollte der Partei eigentlich bekannt sein.
Verfasst: 17.12.2018, 22:03
von yogi
jr hat geschrieben:Es gibt ein einfaches Mittel gegen Bahnstreiks: Nicht mehr Bahn fahren. Das nennt sich marktgerechtes Verhalten. Sollte der Partei eigentlich bekannt sein.
...oh ha, das liest sich für mich wie ein Bumerang oder eine Steilvorlage - dieser Partei ist meines Wissens durchaus klar, wie sie, wenn auch leidlich, funktionierende Systeme bedrohen kann.
Was mir fehlt ist der Schritt, eine tragfähige Alternative anzubieten - außer der immer wieder scheiternden " der Markt wird's richten ".
Verfasst: 18.12.2018, 00:33
von jr
Im Sinne der Streikenden war das Wetter gestern mal wieder ein Bahnmitarbeiter.