Seite 1 von 4

Libyen

Verfasst: 12.03.2011, 17:01
von Otto

Verfasst: 15.03.2011, 04:14
von jr
Der Mann wird den Aufruhr vielleicht überstehen, aber wer will danach noch Geschäfte mit ihm machen?

Verfasst: 16.03.2011, 12:53
von Otto
Gaddafis Offensive gerät ins Stocken
Die Offensive der Gaddafi-Truppen gegen die libyschen Rebellen ist ins Stocken geraten. Auf den Websites der Aufständischen hieß es, eine Einheit der Regierungstruppen habe sich in der Stadt Tobruk den Rebellen ergeben.
(...)
Der Sohn von Oberst Gaddafi schimpfte auch auf den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Er nannte ihn "einen Clown, dessen Wahlkampf Libyen finanziert hat".
(...)

http://www.nwzonline.de/index_aktuelles ... rticle.php

Verfasst: 16.03.2011, 16:41
von Dirk
Wer mit ihm Geschäfte machen will, wenn er denn bleiben sollte ? Na im Zweifel immer die Chinesen, die ja ein ähnliches Demokratie- und Freiheitsverständnis haben wie Gaddafi. Und wir sind gar nicht in der Lage ihnen irgendwie zu drohen. Bin mal gespannt, wie sich das Ganze im Schatten der japanischen Katastrophe entwickelt.

Verfasst: 17.03.2011, 12:49
von Taktikus
Kann mir einer sagen, warum "Libyen" immer "Lü-bi-en" ausgesprochen wird, und nicht "Li-bü-en", wie es eig. geschrieben wird?

Verfasst: 17.03.2011, 14:31
von yogi

Verfasst: 21.03.2011, 10:49
von Otto

Verfasst: 21.03.2011, 11:56
von Otto
Kein Blut für Öl
Binnen einer Woche hat sich die schwarz-gelbe Achse in der Energie- und Außenpolitik radikal verschoben. Angela Merkel scheint entschlossen, die Opposition links zu überholen. Nur, was war dann an Rot-Grün eigentlich so schlecht?
(...)
Noch ein paar Tage mehr und die Kanzlerin zündet Lichterketten im Kanzleramt an, und der Verteidigungsminister steht bei einer Mahnwache von "Christen für den Frieden" im Bendler-Block.
(...)


http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 57,00.html

Verfasst: 21.03.2011, 12:35
von Taktikus
Na, das nenn ich mal ne Antwort :wink:

Dankeschön :D

Verfasst: 22.03.2011, 10:40
von Otto
SPIEGEL ONLINE: Wie sehr schadet die Haltung der Bundesregierung dem außenpolitischen Ansehen Deutschlands?

Cohn-Bendit: Sehr. Den ständigen Sitz im Uno-Sicherheitsrat kann sich Deutschland abschminken. Aber was viel schlimmer ist aus meiner Sicht: Dieses pseudopolitische Signal, das die Bundesregierung damit aussendet.

SPIEGEL ONLINE: Wie meinen Sie das?

Cohn-Bendit: Merkel und Westerwelle agieren doch vor allem aus innenpolitischen Motiven so. Weil sie Angst vor den Landtagswahlen haben, insbesondere in Baden-Württemberg, wo selbst das klassische Bürgertum friedensbewegt ist. Das ist genau wie beim Atom-Schwenk und damals vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen in der Griechenland-Frage. Und am Ende wird es ihnen nicht einmal helfen. Darin sehe ich das verheerende: Dass eine Bundesregierung bei so grundsätzlichen Fragen trickst. Das kritisiere ich im Übrigen auch an Sarkozy: Natürlich hängt er sich gerade auch aus innenpolitischen Motiven so weit aus dem Fenster.


http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 88,00.html

Verfasst: 24.03.2011, 15:41
von Dirk
Tja, die Enthaltung war natürlich völliger Blödsinn. Ein "Nein" kam auch nicht inFrage. Was bleibt ist ein klares, entschiedenes "Ja". Und dann ???
"OK, wir sind für das Flugverbot und für eine militärische Durchsetzung des Flugverbots. Aber leider werden wir dabei dann nicht mitmachen, das sollen mal die anderen tun" Denn wenn Deutschland sich an dem Militäreinsatz beteiligt hätte, dann hätte Cohn-Bendit am lautesten gerufen, dass sich Deutschland da raushalten sollte. Auch dann hätte jeder der Regierung übrigens "Wahlkampf" unterstellt. Das nur mal nebenbei.

Verfasst: 24.03.2011, 17:13
von Otto
Zweimal (AKWs & Libyen) das Richtige aus den falschen Gründen, ob Merkel das politisch überlebt, ist zweifelhaft.

Verfasst: 24.03.2011, 19:49
von Dirk
Immerhin hat sie - wie du sagst- das Richtige getan. Klar, dass man das nicht politisch überleben kann. Nein, die Libyen-Entscheidung war falsch. Es ging nur um die Durchsetzung des Flugverbots und nicht um Bodentruppen. Aber wie kann man denn bei einer Frage nach Ja oder Nein mit einem entschiedenen "Vielleicht, vielleicht aber auch nicht." antworten?

Verfasst: 25.03.2011, 15:39
von Otto
Am Rande des Freitagsgebets in der ostlibyschen Hafenstadt Bengasi kommt es immer wieder zu Sprechchören, die sich sehr kritisch mit der deutschen Enthaltung im Uno-Sicherheitsrat zur internationalen Militäraktion in Libyen beschäftigen. "Kanzlerin Merkel sollte sich schämen", skandierten Gruppen von Männern, "Deutschland hat uns im Stich gelassen". SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer und andere deutsche Reporter wurden immer wieder und teils aggressiv aufgefordert, die deutsche Regierung scharf für ihre Position zu kritisieren. "Frau Merkel sollte wissen, wie wichtig die Freiheit ist", schrie ein älterer Mann, "der Fall der Mauer wurde auch massiv vom Ausland unterstützt". Nun aber habe Deutschland die Libyer allein gelassen. "Wenn wir unsere Freiheit erkämpft haben und selber entscheiden können", prophezeite er, "werden wir keine Geschäfte mit Deutschland machen".
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 16,00.html
Als wenn sie sich das aussuchen könnten... :wink:

Aber die Schlagzeile sollte lauten:

Merkel ist schlecht für's Geschäft

Verfasst: 26.03.2011, 00:21
von jr
Es ging nur um die Durchsetzung des Flugverbots
Warum eigentlich? Was soll man denn von einer revolutionären Bewegung halten, die sich nicht aus eigener Macht durchsetzen kann? Auf was sollte die stolz sein können, wenn sie mit fremder Hilfe siegt?

Verfasst: 28.03.2011, 11:28
von Otto
Um Stolz geht es nicht, sondern darum, einen Kriminellen los zu werden. Am Hindukush wird unsere Freiheit verteidigt, aber Nordafrika ist zu weit weg?
Willmann: Der Kurs der Kanzlerin überrascht mich. Unsere Außenpolitik hat in der Libyenfrage von Anfang an keinen klaren Kurs. Zunächst fordert Herr Westerwelle den Rücktritt Gaddafis, dann will er für eine Flugverbotszone ein Uno-Mandat und die Zustimmung der Arabischen Liga. Als beides schließlich steht, enthält sich unser Land. Wie passt das zusammen? Das entspricht nicht der Konstante der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Ich vermute, man hat zu spät den Schwenk der Amerikaner erkannt und sich zu sehr auf ein Veto von Russland und China verlassen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 11,00.html
Sie können es einfach nicht, der Westerwelle ist schlicht zu einfach gestrickt, um komplexe politische zusammenhänge zu begreifen.

Verfasst: 29.03.2011, 06:45
von Dirk
Und jetzt greifen die Alliierten aktiv in den Krieg ein. War das von den UN gewollt ?? Sollten wir da mitmachen ??

Verfasst: 29.03.2011, 10:48
von Otto
Dirk hat geschrieben:Und jetzt greifen die Alliierten aktiv in den Krieg ein. War das von den UN gewollt ?? Sollten wir da mitmachen ??
Nein, wollen wir nicht und sollen wir nicht. Aber aus finanziellen Gründen. Diejenigen, die meinten, mit einem Massenmörder Geschäfte machen zu müssen, also in erster Linie der Erbfeind Frankreich sowie Italien (auf dass man sich im Kriegsfall eh nicht verlassen kann), sollen den Krieg alleine bezahlen.

Verfasst: 29.03.2011, 10:49
von Otto
fg

Verfasst: 29.03.2011, 11:30
von Dirk
Aha, wir sind also für den Krieg, können (oder wollen ) ihn uns aber leider nicht leisten. Deshalb stimmen wir dafür, halten uns aber raus. Wie weit ist es gekommen ? Unter Schröder waren wir zwar gegen den Krieg, konnten ihn aber wenigstens bezahlen.