Seite 1 von 1

Vom Koch zum König

Verfasst: 30.10.2010, 12:55
von yogi

Verfasst: 30.10.2010, 13:55
von Dirk
Genau solche Aktionen sind es, die die Politikverdrossenheit oder gar -ablehnung foerdern. Leider alles im Rahmen der Gesetze. Eine laengere Pause zwischen Amt und Job waere mit Sicherheit besser. Transperency schlaegt drei Jahre vor, glaube ich.

Verfasst: 30.10.2010, 14:39
von Otto
War in der hessischen Staatskanzlei, sitzt bald bei Bilfinger Berger. Verdiente zirka 150.000 Euro im Jahr, verdient nun 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Ist das eine Belohnung dafür, dass in Kochs Amtszeit als Ministerpräsident Bilfinger und Berger den Auftrag bekommen hat, eine neue Startbahn des Frankfurter Flughafens zu bauen?
Was sollte ich noch "beweisen", Dirk?

Die allgegenwärtige Korruption bei Großprojekten oder dass die CDU/CSU eine durchgehend korrupte Partei ist?

Verfasst: 30.10.2010, 16:30
von jr
Wohin hätte er gehen sollen, wenn er diesen Vorwurf vermeiden wollte? Nach Hause?

Verfasst: 30.10.2010, 16:45
von Otto
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Landtag, Mathias Wagner, wies darauf hin, dass Bilfinger Berger unter anderem einen Auftrag über 80 Millionen Euro zum Bau der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen erhalten habe. Dieses Projekt sei nur dank der Unterstützung durch die von Koch geführte Landesregierung möglich geworden.

Aus Sicht von Linken-Fraktionschefin Janine Wissler weckt Kochs Verhalten bei vielen Menschen den „Verdacht der Korruption“. Sie forderte ebenso wie Wagner eine dreijährige Übergangszeit vor einem Wechsel aus der Politik in ein Unternehmen, wenn ein Zusammenhang zur bisherigen Tätigkeit bestehe

http://www.faz.net/s/Rub5785324EF294403 ... ntent.html
Der letzte Satz ist das, worauf es ankommt. Ich wüsste nicht, wo Schröder Gazprom Aufträge zugeschanzt hätte, als er noch Kanzler war.

Verfasst: 30.10.2010, 20:07
von yogi
Otto hat geschrieben: Ich wüsste nicht, wo Schröder Gazprom Aufträge zugeschanzt hätte, als er noch Kanzler war.
http://www.udo-leuschner.de/energie-chronik/051202.htm

...na ja, er war halt geschickter... :P

Verfasst: 01.11.2010, 11:11
von Dirk
Was sollte ich noch "beweisen", Dirk?
In diesem Fall sollst du beweisen, dass es bei der Vergabe an den Bauauftrag an Bilfinger Berger nicht mit rechten Dingen zugegangen ist und dass der MP Koch persönlich Einfluß genommen hat, desweiteren fehlt mir der Nachweis, das er schon vor der Vergabe des Bauauftrages Geld von dem Unternehmen bekommen, oder den Job inAussicht gestellt bekommen hat. Wie gesagt, der Beweis, nicht ein lapidares "das liegt doch auf der Hand." Schwer zu führen? Glaub´ich gern´, aber ansonsten würden gute Enthüllungsjournalisten ja nicht so gut bezahlt. Auch hier gilt: In der Sache sind wir gar nicht so weit ausseinander. Nur das du gleich wieder kriminelle Energie unterstellst.

Verfasst: 01.11.2010, 11:23
von Dirk
Otto hat Folgendes geschrieben:
Ich wüsste nicht, wo Schröder Gazprom Aufträge zugeschanzt hätte, als er noch Kanzler war.
Stimmt, als er noch Kanzler war, hat er mit den lupenreinen Kreml Demokraten die Verträge über die Ostsee Pipeline geschlossen. Als er dann ( warum auch immer ) nicht mehr Kanzler sein durfte, da ist er an die Spitze des Konsortiums berufen worden, das eigens für den Bau dieser Pipeline gegründet wurde. Wie gesagt: alles völlig legal und trotzdem ........... Nein, er ist natürlich nur aufgrund seiner Kompetenz als Jurist und Macher ( ich sage nur :"BASTA") eingestellt worden. Alles andere wäre üble Nachrede.

Verfasst: 01.11.2010, 13:13
von Otto

Verfasst: 02.11.2010, 06:48
von Otto
In der vergangenen Woche saß Müller auf der Regierungsbank im engen Landtag gleich neben der Autobahn, die sich mitten durch Saarbrücken schneidet. Während die anderen debattierten, spielte Müller Schach. Tief gebeugt saß er da über seinen Tablet-Computer, zog mit dem rechten Zeigefinger die virtuellen Figuren übers Feld. Der "Bild"-Zeitung versicherte er nachher, er habe die Partie gewonnen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 95,00.html
Super Job - für zehn Riesen pro Monat.

Verfasst: 02.11.2010, 09:22
von Dirk
Super Job - für zehn Riesen pro Monat.
Neidisch ?
und das Bild ist ja ganz lustig, aber ...........

Verfasst: 02.11.2010, 21:01
von jr
Seine erste Amtshandlung im Jahr 1999? Die Abschaffung der Sperrstunde.
Dann hat er bald ein lohnendes Ziel: Oldenburg.

Verfasst: 05.11.2010, 16:11
von Paulchen
Otto hat geschrieben:
War in der hessischen Staatskanzlei, sitzt bald bei Bilfinger Berger. Verdiente zirka 150.000 Euro im Jahr, verdient nun 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Ist das eine Belohnung dafür, dass in Kochs Amtszeit als Ministerpräsident Bilfinger und Berger den Auftrag bekommen hat, eine neue Startbahn des Frankfurter Flughafens zu bauen?
Was sollte ich noch "beweisen", Dirk?

Die allgegenwärtige Korruption bei Großprojekten oder dass die CDU/CSU eine durchgehend korrupte Partei ist?
faz hat geschrieben:Aus Sicht von Linken-Fraktionschefin Janine Wissler weckt Kochs Verhalten bei vielen Menschen den „Verdacht der Korruption“.
Vor allem ist die CDU eine "christliche Volkspartei", "christlich", die "Prediger" dieser Volkspartei predigen Wasser und saufen den guten Wein selbst, ist natürlich auch eine Art von Auffassung von Volksvertretung- im Bezug auf Hartz 4 usw. usw.

Verfasst: 04.08.2014, 19:04
von yogi
Koch wolle damit nach zwei Gewinnwarnungen innerhalb kurzer Zeit "die Möglichkeit zu neuer Vertrauensbildung" erleichtern und einen Dissens über die kurzfristigen Unternehmensentwicklung vermeiden, teilte das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mit.
http://www.rp-online.de/wirtschaft/unte ... -1.4429529
...verbrannte Erde wo er auch wandelt...

Verfasst: 19.07.2015, 09:17
von yogi
...der Fairness halber:
Zweimal ist Roland Koch gescheitert: Als hessischer Ministerpräsident und als Chef des Baukonzerns Bilfinger.
(...)
ZEIT: Bei Bilfinger hieß es später, Sie seien zu arrogant aufgetreten.

Koch: Das schließe ich eher aus.
(...)
ZEIT: Als Sie zu Bilfinger gingen, waren Sie stolz darauf, nicht wie viele frühere Politiker "nur" Berater zu werden, sondern Vorstandschef. Wäre ein Beraterjob im Nachhinein besser gewesen?

Koch: Ach was.
(...)
www.zeit.de/2015/27/roland-koch-bilfinger-interview

Verfasst: 20.02.2018, 19:07
von yogi
Streit um Ex-Bilfinger-Vorstände Roland Koch weist Schadensersatzforderungen zurück
Der Industriedienstleister Bilfinger verlangt von mehreren früheren Vorständen Schadensersatz. Der frühere hessische Ministerpräsident und spätere Bilfinger-Chef Koch ist sich keiner Schuld bewusst.

(...)
Koch weist Ansprüche seines früheren Arbeitgebers zurück. Der CDU-Politiker reagierte "mit Befremden" auf die Vorwürfe "gegen ganze Generationen von früheren Bilfinger-Vorständen". Er sei sich keiner Schuld bewusst.
(...)
Zu etwaigen Pflichtverletzungen von Aufsichtsräten wollen der amtierende Vorstand um Konzernchef Blades nun eine Untersuchung in Auftrag geben.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 94506.html
...seine Beliebtheitswerte scheinen auch in seiner Ex - Firma nicht sehr hoch zu sein...