Politischer Sprengstoff
Verfasst: 21.10.2009, 11:57
Seit fast vierzig Jahren bekannt, aber irgendwie sind wir nicht weiter gekommen:
Nicht die Armut, das Wachstum muss bekämpft werden
Wachstum schafft Arbeit - und nachhaltige Probleme. Die Wirtschaftswachstumsmaschine ist ins Stocken geraten, doch nur wer glaubhaft nachhaltiges Wachstum verspricht, kann Wahlen gewinnen. Gleichzeitig nimmt aber auch der Diskurs zu den Grenzen des Wachstums wieder Fahrt auf. Es ist nicht nur Dennis Meadows, der seine 1972 im Bericht an den Club of Rome entworfenen Projektionen einer aufziehenden Systemkrise bestätigt sieht.
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Es ist allerdings offenkundig schwierig, die Prinzipien und Funktionsweisen komplexer und räumlich beschränkter Systeme im Alltag zu verankern.
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In Folge des die Systemgrenzen verkennenden Wachstums ist ein globaler Umweltwandel losgetreten worden, der eine Brundlandtsche Nachhaltigkeit im Sinne der Generationengerechtigkeit utopisch werden lässt. Aber es geht immerhin noch um eine systemische Nachhaltigkeit, welche bedeutet, dass unserer modernen Weltgesellschaft abrupte Degradation oder gar Kollaps erspart bleiben. Auf dass die Entwicklungschancen nachkommender Generationen zumindest nicht ins Bodenlose reduziert werden. Dies wird uns nicht durch Armutsbekämpfung gelingen. Es geht vorrangig um Wachstumsbekämpfung.
http://www.zeit.de/meinung/2009-10/wachstum?page=all