Das Autoauto wird langsam beerdigt

... was sich in den anderen Rubriken nicht unterbringen läßt
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jr
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Das Autoauto wird langsam beerdigt

Beitrag von jr »

"Keine Chance, dass es vollautonome Systeme ohne menschliche Supervision gibt"

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 71294.html
Genialer Kommentar: https://www.heise.de/forum/heise-online ... 4831/show/
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Otto
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Beitrag von Otto »

:D :D :D
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Otto
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Beitrag von Otto »

"Autonome Fahrzeuge sind eine riesen Dystopie"
(...)
Also das ist für mich eine riesen Dystopie, diese autonomen Fahrzeuge, die alle Daten senden und es gibt wahnsinnige Gefahren, dass das von irgendwelchen Viren gehackt wird. Aber auch so, dass die Programme einfach nicht funktionieren: Wer garantiert denn, dass diese Programme immer funktionieren? Stellen sie sich einen Blitzeinschlag vor auf der Autobahn mit Tempo 200, ich weiß nicht genau, was dann passiert.
(...)
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Otto
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Beitrag von Otto »

"Missing Link": Den menschlichen Faktor ausschalten

Wir sind besessen – und umzingelt – von Apps und Geräten, die still und leise unsere Interaktion mit anderen Menschen reduzieren. Ein Essay des Musikers David Byrne.
(...)
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jr
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Beitrag von jr »

Es gebe noch viel Potenzial, auch in der Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Fußgängern. „Die Unfallrate ist inakzeptabel hoch“, sagte Grob. In den allermeisten Fällen handele es sich um menschliche Fehler. „Wir haben noch immer abgelenkte Fahrer, betrunkene Fahrer, Menschen sind müde oder gestresst.“ Und auch Fußgänger, die plötzlich über die Straße rennen, seien eine Gefahrenquelle für autonome Autos.

https://www.heise.de/autos/artikel/Qual ... 72631.html
Der Artikel zeigt auf, wie weit der Weg zum Autoauto noch ist, auch wenn das Marketing schon weit vorausprescht.

Kürzlich sagte mir ein Fahrgast auf meinen Einwand hin, der plötzlich seine Richtung ändernde Fußgänger am Wegesrand sei ohne Unfallrisiko nur bei maximal 10 km/h in das System einzubauen: Das gibts alles schon, selbst die Null-Unfalltechnik, aber es wird uns aus Umsatzgründen nur häppchenweise verkauft. Angesichts der Komplexität bei der lückenlosen (!) Erfassung und Verarbeitung halte ich das allerdings für ausgeschlossen und für ein Hirngespinst von Leuten, die auch ein fehlerfreies Windows für machbar halten.
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yogi
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Beitrag von yogi »

...Sportkumpel von mir ist Handy - Entwickler in einem namhaften Elektronikkonzern und er sagt auch, daß zumindest in seinem Bereich die Technik schon sehr viel weiter sei als der Markt und die Marketingfritzen bremsten wo sie nur können - "es wird uns aus Umsatzgründen nur häppchenweise verkauft."
Er arbeitet übrigens mit Linux...
Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben ... den Rest habe ich einfach verprasst.
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...er kommt aus Witten, sie aus Elberfeld - er will ihre Titten, doch sie hat selber Geld...
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jr
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Beitrag von jr »

Da macht ein Versicherungsmann schon auf Panik:
Er erwarte, dass in einer überschaubaren Zukunft der Anteil privat gehaltener Autos auf rund 15 Prozent sinken werde.

https://www.heise.de/autos/artikel/Vers ... 26433.html
Wer sich in den letzten Tagen ein wenig mit (Fach-)Berichten über die Autoauto-Technik beschäftigt hat, dürfte die Überschaubarkeit weit in die Zukunft schieben. Der Stadtverkehr (um den es dem Versicherer laut Artikel geht) scheint derzeit nicht ansatzweise beherrschar.
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jr
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Beitrag von jr »

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 74306.html
Ein Rambo-Robo soll damit laut dem Manager aber nicht das Steuer übernehmen.
Im Text geht die Forderung allerdings genau in diese Richtung.
Die Erfolgsquote, auf diese Weise in einem sicheren Modus fahren zu können, liege mittlerweile bei 99,95 Prozent.
Auch wenn Prozente wenig aussagen, solange der Bezug unklar ist: Das ist zu wenig, weitaus zu wenig. Menschliche Fahrer treffen ja nicht 1 oder 2 Entscheidungen pro Kilometer sondern unzählige in jedem einzelnen Augenblick. Jede könnte, falls falsch getroffen, zu einem Fiasko führen. Deshalb sind wir pausenlos damit beschäftigt, sie auf Plausibilität zu prüfen. Autoautos könnten das zwar im Prinzip weitaus schneller. Aber sie kranken daran, daß die Entwickler die Komplexität nach wie vor krass unterschätzen. Ein robuster Fahrstil ist dementsprechend die völlig falsche Herangehensweise.
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jr
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Beitrag von jr »

http://www.taxi-times.com/autonome-flot ... ter-ferne/

Da lag jr wohl nicht so falsch in seinen Annahmen. Da geistert tatsächlich schon das Jahr 2080 für Level-5-Fahren im Artikel herum.
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jr
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Beitrag von jr »

Die Autoautos haben es nicht leicht:
...
another man said that he gets so frustrated waiting for the cars to cross the intersection that he has illegally driven around them.
...

https://www.cnbc.com/2018/08/28/locals- ... -cars.html
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jr
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Beitrag von jr »

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yogi
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Beitrag von yogi »

"Autopilot": Verbraucherschützer und Verkehrssicherheits-Behörde stellen Tesla hart in Frage
(...)
Das System ständig zu beobachten sei wesentlich aufwändiger für den Fahrer, als wenn er den Spurwechsel einfach selbst vornehme, meint Fisher.
(...)
...kenne ich analog auch aus meinem Job - seitdem alle mit dem PC arbeiten müssen geht es drunter und drüber.
Das System erfordert ständige Aufmerksamkeit und was vorher einfach en passant erledigt wurde wird oft übersehen... :x
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jr
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Beitrag von jr »

Allerdings stellte sich in den vergangenen Jahren heraus, dass es deutlich länger als anfangs erwartet dauert, die Roboterwagen-Software zum Einsatz im Alltag zu bringen.

https://www.heise.de/news/Waymo-Chef-Ro ... 81149.html
Ich kenne da jemanden, der diese Erkenntnis schon etwas eher hatte. Eigentlich sollte eine sorgfältige Bestandsaufnahme der auf das Fahren einwirkenden Faktoren reichen. Aber das war den Marketingstrategen und Presseleuten wohl zu mühsam.
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yogi
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Re: Das Autoauto wird langsam beerdigt

Beitrag von yogi »

Crash mit Polizeiwagen
Tesla auf Autopilot fährt gezielt in Highway-Streife

(...)
Experten zufolge könnten die Crashs auf Computerprobleme des E-Autos hindeuten.
(...)
www.spiegel.de/panorama/tesla-fahrzeug- ... ef66cb13f5
...wieso Probleme?
Vielleicht auch nur eine funktionierende Freund - Feind - Kennung... :mrgreen:
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Re: Das Autoauto wird langsam beerdigt

Beitrag von jr »

Dazu hatte der Polizist sein Fahrzeug am Fahrbahnrand geparkt und die Blaulichter eingeschaltet. Dies irritierte offenbar die Elektronik des computergesteuerten Tesla derart, dass er Kurs auf den Polizeiwagen nahm und diesen linksseitig rammte. Anschließend fuhr der Tesla auch noch auf den liegengebliebenen Wagen auf.
Erst rammen und danach auffahren? Eine ziemlich kreative Auto-Funktion.
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jr
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Re: Das Autoauto wird langsam beerdigt

Beitrag von jr »

Das Autoauto bringt VW und Ford ziemlich viele Miese ein:
Die Entwicklung ist komplexer als gedacht, was Doug Field, amtierender Technikchef von Ford, in dieser Woche eindrücklich auf den Punkt brachte. „Es ist schwieriger, ein Robotaxi zu entwickeln, das in der Lage ist, in einer dichten städtischen Umgebung zu navigieren, als einen Menschen auf den Mond zu bringen.“

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 18256.html
Ich rätsele immer noch, wer die Firmen auf den Gedanken bringen konnte, ein paar Sensoren könnten in einer ziemlich komplexen Situation Menschen ersetzen. Waren es die Marketingleute? Oder gar die Techniker?
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Cool Fire
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Re: Das Autoauto wird langsam beerdigt

Beitrag von Cool Fire »

jr hat geschrieben: 28.10.2022, 02:17 Ich rätsele immer noch, wer die Firmen auf den Gedanken bringen konnte, ein paar Sensoren könnten in einer ziemlich komplexen Situation Menschen ersetzen. Waren es die Marketingleute? Oder gar die Techniker?
Oder etwa der Irrglaube, in jede Lebenslage möglichst viel Technik einzubringen (Digitalisierung),
damit alles effizienter, billiger und demnach besser wird?
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(Ronnie James Dio)
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Otto
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Beitrag von Otto »

Das ist die Frage. Wer war für die Schummelsoftware bei VW und den anderen verantwortlich? Die Ingenieure und IT-Spezies hätten sich sicherlich noch mehr Zeit gewünscht, aber es waren eben die Zwänge des Marktes, die einen dann zum Betrug greifen lässt. Das haben unsere steuerhinterziehenden Taxibosse doch auch immer als Ausrede parat gehabt.
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jr
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Re: Das Autoauto wird langsam beerdigt

Beitrag von jr »

Lesetip: "Klick" von Gerd Gigerenzer.

Aktuelles und interessantes Buch über das, was KI kann, was sie nicht kann und warum sie es nicht kann. Eines der Kapitel widmet sich den Autoautos. Gigerenzer sieht in der baldigen Ankunft von selbstfahrenden Autos eher ein kommerzielles Märchen. Und das begründet er sehr ausführlich und auch für Laien nachvollziehbar.
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Otto
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Beitrag von Otto »

Mann fährt im Tesla schlafend hinter Polizeiauto her
Er war mit 110 km/h unterwegs: Auf der A70 bei Bamberg ist ein Mann am Steuer eines selbstfahrenden E-Autos eingeschlafen. Selbst mit Hupen konnte die Polizei ihn nicht wecken.
(...)
Schließlich sei der Mann aufgewacht und den Anweisungen gefolgt. Bei der Kontrolle habe er »drogentypische Ausfallerscheinungen« gezeigt, hieß es von der Polizei.
(...)
Im Fußraum fanden die Beamten den Angaben zufolge ein sogenanntes Lenkradgewicht. Diese Vorrichtung wird an das Lenkrad angebracht, um eine Sicherheitsfunktion des Fahrzeugs auszutricksen, indem vorgetäuscht wird, dass sich die Hand am Steuer befindet. Gegen den Fahrer wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Sein Führerschein wurde einbehalten.
(...)
Spiegel Online
Wenn man damit nicht besoffen oder bekifft fahren darf, wozu dann die ganze Sache? :D
Zuletzt geändert von Otto am 29.12.2022, 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
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